Reisereporter ConstantinSasse-Marketing
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| Über mich: | Katervater, Dorfbewohner, Gutesser und Langschläfer... |
| Meine liebsten Urlaubsziele: | überall dorthin, wo ich noch nicht war... |
| Mein Reisetyp: | Kultur |
| Mein Beruf: | Printmediengestaltung |
| Mein TUIfly.com Abflughafen 1: | Hannover |
| Mein TUIfly.com Abflughafen 2: | - |
| Ich fliege im Jahr: | Mehr als dreimal |
| Beim Reisen ist mir wichtig: | Das Gefühl zu erreichen, mal wieder den Heimathafen zu verlassen um etwas anderes zu sehen als seine eigenen vier Wände, um daraufhin das Gefühl zu erreichen wieder nach Hause zu wollen, weil es da ja doch am schönsten ist... |
| Meine Freizeit verbringe Ich gerne mit: | Wie im Beruf den ein oder anderen Pixel schieben und schöne Dinge gestalten, Malen, meine 1210er-Plattenteller und mein Rollbrett benutzen (soweit es die Zeit zulässt). Ansonsten den Garten pflegen... |
Stockholm - das Venedig des Nordens
Nordisch by nature…
Freitag (Tag 1): Nachtleben
Nach knapp 1,5 Stunden Flugzeit konnte ich schon mit einem Blick aus 3.000m Höhe erkennen, dass mein Reiseführer recht behielt – Stockholm ist das Venedig des Nordens. Das „Netzwerk“ aus Flüssen und Seen brachte mich zu der Erkenntnis, dass die Idee mit dem Mietwagen lieber verworfen werden sollte und ich mich besser um ein Mietboot kümmern sollte. Für die Fahrt vom Flughafen in die Stadt reichte aber erstmal ein Taxi.

Nach dem obligatorischen Kofferabstellenundzimmerbegutachten-Ritual (Dauer: ca. 30 Sekunden) im Radisson-Hotel am Bahnhof ging es erstmal Richtung Innenstadt um mir ein Bild von den Menschen, Häusern und der allgemeinen Ausstrahlung dieser Stadt zu machen. Der erste Eindruck: Auch bei bei knappen 14° war jeder Schwede im T-Shirt unterwegs. Das imponierte, machte mir aber gleichzeitig bewusst dass 14° in Schweden anscheinend schon ziemlich viel sind. „Abwarten“ dachte ich mir, denn morgen sollte ja wieder die Sonne scheinen. Und so lenkte ich meine Aufmerksamkeit zurück auf die Stadt und Ihre Menschen. Dabei fielen mir die vielen freundlichen Gesichter der Menschen auf und schon nach wenigen Minuten Aufenthalt zeichnete sich dieses Lächeln auch in meinem Gesicht ab – Willkommen in Stockholm.
Obwohl ich gerade erst angekommen war, schlenderte ich schon ausgesprochen entspannt und cool durch die Innenstadt. Apropos „Cool“ – ich hatte eine Verabredung und der Treffpunkt hieß „Absolut Wodka Icebar“ im Nordic Sea Hotel. Der Name war Programm – wir wurden in lustige silberne Weihnachtsmannkostüme gesteckt und durch eine Schleuse in eine komplett aus Eis eingerichtete Bar begleitet. Beeindruckend. Alle Stehtische, die Bar selbst und sogar die Gläser waren aus polierten und glänzendem Eis. Ein Superstart für das anstehende Nachtleben von Stockholm. Nach einer ¾-Stunde Aufenthalt (dann wurde es doch etwas zu kalt) ging es in die Lounge des Nordic Light Hotels. Als Hannoveraner war ich nicht gerade gute Architektur im Bar- und Clubbereich gewöhnt und so wurde ich schon wieder beeindruckt und definierte den Begriff „Lounge“ für mich neu.

Abschließend ist nur noch zu sagen, dass der Rest des Abends sich nahtlos an die Erlebnisse davor einreihte und ich um ca. 4:00 Uhr zufrieden ins Bett gefallen bin. Stockholmer lieben ihr Nachtleben und sind sehr aufgeschlossene Menschen, mit denen man schnell ins Gespräch kommt. Und sie sprechen z.T. besseres Englisch als man es in englischsprachigen Ländern zu hören bekommt.
Samstag (Tag 2): Sightseeing
Für heute ist Sightseeing angesagt. Da ich ja schon erwähnte, dass die Idee mit dem Mietwagen eine doofe ist, investierte ich deshalb in eine „Premium-Stadtrundfahrt“. Mit dem Bus und einem Boot ging es durch die ganze Stadt. Leider ist mein Gedächnis – was die Namen von Sehenswürdigkeiten angeht – nicht sehr ausgeprägt, aber einiges blieb dann doch hängen.
Da ist z.B. „Södermalm“ – ein wunderschönes Arbeiterviertel mit gut erhaltenen Holzhäusern von wo aus man den besten Blick auf Stockholm genießen kann. Oder „Gamla Stan“ – der wohl bekannteste Stadteil Stockholms. Dort gibt es eine wunderschöne Altstadt und das Stockholmer Schloss zu bewundern. Nicht so spannend fand ich das Rathaus (das seine Bekanntheit durch die Nobelpreisverleihungen-Banketts erlangte), aber da das „Stadshuset“ so eine Art Wahrzeichen Stockholms ist, war der Besuch natürlich obligatorisch. Durch diesen Besuch wurde mir auch bewusst, dass ich bis auf das Rathaus kein Bild im Kopf hatte, dass ich mit Stockholm in Verbindungen bringen konnte. Irgendwie braucht diese Stadt aber auch kein Wahrzeichen. Stockholm ist mir gerade wegen diesem gewissen Understatements sympatisch geworden. Es ist nicht die größte, lauteste, höchste oder teuerste Stadt – aber bestimmt eine der „coolsten“.
Nachdem ich nach 2-stündigem Boots-Trip die Sightseeing-Tour beendet hatte ging es per pedes in das Wasamuseum. Dort schlug mein „Piratenfilm-liebendes Herz“ höher: Ich sah ein Schiff! Aber was für eins! Das Museum wurde quasi in mehreren Etagen rund um dieses 1628 gesunkene und 1961 restaurierte Schiff gebaut. Der Name dieses königlichen Schlachtschiff ist „Vasa“. Es sank bei seiner Jungfernfahrt im Stockholmer Hafen und ist ein wahrhaftig imposanter Kahn, der da vor Jahrhunderten sank und sich nach seiner Restauration in einem beeindruckenden Zustand befand. Ich verblieb Stunden in diesem Museum und konnte nicht genug von der Ausstellung bekommen.

Einige Merchandise-Artikeln später verließ ich das Museum um in das nicht weit entfernte Freilichtmuseum „Skansen“ zu gehen. Aber das Wetter und die knappe Zeit brachten mich von diesem Plan ab. „Skansen“ ist ein Freilichtmuseum mit Originalgebäuden aus ganz Stockholm, einem Zoo und viel traditioneller Unterhaltung – sagte mir zumindest mein Reiseführer. Aber Freunde rieten mir nur nach „Skansen“ zu gehen, wenn ich auch viel Zeit hatte. Die hatte ich jetzt leider nicht mehr, da ich zum Essen verabredet war.
Abends war Kultur angesagt: Das „Kulturhuset“. Dieses Gebäude erinnerte zwar eher an Großkaufhäuser vor 20 Jahren, aber das letztendlich große Angebot an Lesungen, Konzerten Ausstellungen überzeugte auch einen Kulturmuffel wie mich.
Sonntag (Tag 3): Shopping und Abreise
Die Sonne schien und mittags ging mein Flieger zurück nach Hannover. Bis dahin mussten noch einige Kronen unter das Volk gebracht werden. Also war „Shopping-Time in Stockholm“! H&M war meine erste Adresse. Wie die günstigen Klamotten aus Schweden in Ihrer Heimat wohl aussehen? Die Antwort nach 2 Hosen, diversen Hemden und Shirts lautete: Besser und günstiger. Leider hatten die kleinen Boutiquen sonntags geschlossen und so blieb mein Streifzug beschränkt auf die großen Geschäfte. Aber immerhin! Wo kann man in Deutschland schon sonntags einkaufen außer im Bahnhofs-Supermarkt?
Auf dem Weg zum Flughafen machte mich der Taxifahrer noch auf eine Outlet-Mall in der Nähe des Flughafens aufmerksam. Aber diesen Tipp werde ich erst beim nächtes Besuch verfolgen. Denn ich werde definitiv wieder kommen…

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