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Reisereporter Luischen

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Der schiefe Turm

Um mir endlich Gewissheit zu verschaffen, dass er auch wirklich schief ist, und ich mich nicht Jahrzehntelang von Fotomontagen habe täuschen lassen, flog ich…

Um mir endlich Gewissheit zu verschaffen, dass er auch wirklich schief ist, und ich mich nicht Jahrzehntelang von Fotomontagen habe täuschen lassen, flog ich nach Pisa und besah mir den schiefen Turm nun endlich mal live und in Farbe.
Auf der Piazza dei Miracoli, dem Platz der Wunder, stehen die wichtigsten und geschichtsträchtigen Monumente, der Dom S. Maria Assunta, das Baptisterium und der schiefe Turm, alle drei erbaut aus dem berühmten weißen Marmor aus Carrara.
Und tatsächlich, da stand er, der wohl berühmteste Campanile (freistehender Glockenturm) der Welt und lehnte sich, gestützt von den Händen diverser für Fotos posierender Touristen, gefährlich gen Süden.
Ein Wahnsinn, was für ein Aufwand seit der Grundsteinlegung im Jahre 1173 in dieses Türmchen gesteckt wurde. Ständig wurde etwas verändert, oben drauf gebaut oder befestigt. Und das alles nur, weil der Boden aus Flusssediment besteht und deshalb die 14.500 Tonnen Stein nicht halten kann. Aufrichten könnte man den Campanile jetzt sowieso nicht mehr, da bei jedem Neubeginn der Bauarbeiten ein Knick gemacht wurde. Insofern ist der Turm jetzt auch noch in sich krumm.
Galileo Galilei soll laut einem seiner Schüler seine Fallversuche am schiefen Turm von Pisa durchgeführt haben.
Direkt innerhalb der Stadtmauer, nicht weit von der Piazza dei Miracoli, gibt es einen Aussichtsturm, den man für geringes Eintrittsgeld erklimmen darf. Ein echter Geheimtipp, denn die meisten Touris tummeln sich immer noch auf dem Gelände um die Sehenswürdigkeiten herum. Der Ausblick von hier ist grandios. Man hat alle drei Monumente sowie den ebenfalls in die Stadtmauern eingeschlossenen Cimitero im Blick.
 

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