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Über mich: -
Meine liebsten Urlaubsziele: Spanien
Mein Reisetyp: Aktiv
Mein Beruf: TUIfly Kommunikation & Kooperation / eCommerce
Mein TUIfly.com Abflughafen 1: Hannover
Mein TUIfly.com Abflughafen 2: -
Ich fliege im Jahr: Dreimal
Beim Reisen ist mir wichtig: Sonne, ein gutes Buch, nette Menschen und gutes essen!
Meine Freizeit verbringe Ich gerne mit: Lesen, schreiben, Waldspaziergängen

Savoir Vivre – die Franzosen wissen, wie man lebt!

Gut, nach einer Reise ins Land der Sinneslust und Lebensfreude ist erst mal Diät angesagt, aber es lohnt sich!

Der Kellner serviert den dritten Gang die Creme Brulée mit einem galanten: „Madame?“ und schenkt schwungvoll Wein nach. Das Dessert ist der Hammer, das beste, das ich je gegessen habe. Und auch der Ziegenkäsesalat mit den warmen Erbsen und das Filet de Porc mit Koriander-Sauce, grünem Spargel und Auberginen-Mousse, sind kaum zu toppen (wie naiv). Willkommen im Schlemmerparadies Frankreich. Die Natur ging großzügig mit der Provence um – die Produktpalette lokaler Spezialitäten ist vielfältig: Trüffel, Wein, Lavendelhonig, Chèvre (Ziegenkäse), Melonen aus Cavaillon, Lammfleisch und natürlich Pastis, Synonym für Sonne und Südfrankreich.
Die Köstlichkeiten profitieren von Klima und Licht - dieses Licht! Das war es, was Künstler wie Cézanne, Chagall, Picasso oder van Gogh faszinierte: flimmernd auf grauem Felsgestein, violett gefärbt von den Lavendelfeldern. Zartgrün über den Weinreben. Der geliebte und gehasste Mistral fegt die Luft der Provence so unvergleichlich rein und klar.


Auf der Fahrt nach Mallemort setzt die Dämmerung ein und der Himmel hat die Farbe von einem jungen Wein, hellrot, das von Minute zu Minute an Farbe gewinnt – bis zu einem satten Kirschton. Im Rückspiegel das Saint Victoire Massiv, fahren wie vorbei an Weinbergen bis zum Chateau Bas in Verègues. Auf dem Weingut wird zur Verkostung geladen. Dicke Eichenholzfässer ruhen wie alte Frauen nach einem üppigen Essen träge in dem Kellergewölbe. Wir lassen verschiedene Tropfen unseren Gaumen umschmeicheln, um sie dann in eine große Schüssel zu spucken. Zum Schluss gibt’s aber doch noch ein Gläschen zum trinken.
Ein Spaziergang durch Salon bildet den Abschluss des Tages. Die kosmopolitische Stadt wird von einer Festung beherrscht, zu dessen Füßen die Altstadt liegt. Der Astrologe Nostradamus, deren Vorhersagen heute wieder populär sind, lebte viele Jahre in Salon

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, nach diesem Motto geht’s in aller Hergottsfrüh zum Antikmark, der jeden Sonntag in Isle sur la Sorgue stattfindet. Nebelschwaden hängen verschlafen über den Feldern, schamhaft gerötet von den ersten Sonnenstrahlen des Tages. Die kühle und klare Luft springt uns an wie ein übermütiger Hund. Rund um den Fluss, der sich durch den Ort schlängelt, haben sich die Händler breit gemacht. Verschiedene Aromen liegen in der Luft, leicht und süß. Ein Kosmos der Wohlgerüche: Pesto, Thymian, Honig, Öl, Tee, Orangenseife, Rosmarin, Café. Jemand reicht Knoblauchbrot, dann Oliven, dann Honig. Weiter hinten präsentieren Antikhändler schwere Holzmöbel, gold verzierte Rahmen und viele andere Schätze, in denen wir stundenlang stöbern.
Vom Markt aus sind es nur zehn Autominuten ins Restaurant Oustau de LÂ’Isle. >Dezentes Besteckgeklapper in Schöner- Wohnen-Ambiente. Man muss kein Gourmet sein, um die Köstlichkeiten zu genießen, aber man kann schnell einer werden. Der Kellner serviert mit berufsmäßigem Charme das Mittagsmenü: Lamm mit Fenchel und Parmesan auf einem asiatischen Nudelbett. Und schließlich: leicht gekühltes Mousse de Coco mit einem Hauch von Orange und Schokoraspeln. Das ist noch besser als alle Creme Brulées der Welt. Ein Fest für die Sinne. 
Avignon bildet den Schlusspunkt einer gelungenen Reise. Schon von weitem erhebt sich die mächtige Festung auf einem Felsen über der Rhone: Der Papstpalast. Zu besichtigen sind Prunksäle mit Fresken italienischer Künstler, Kapellen und der Kreuzgang. Sind die größten Besucherströme fort, ist es so faszinierend ruhig darin, dass man die Stille hören kann. Ein Optimaler Ort, um seine Gedanken zu sortieren. 
Bis der Magen knurrt. Appetit bekommen?

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