Reisereporter ConstantinSasse-Marketing
|
|
| Über mich: | Katervater, Dorfbewohner, Gutesser und Langschläfer... |
| Meine liebsten Urlaubsziele: | überall dorthin, wo ich noch nicht war... |
| Mein Reisetyp: | Kultur |
| Mein Beruf: | Printmediengestaltung |
| Mein TUIfly.com Abflughafen 1: | Hannover |
| Mein TUIfly.com Abflughafen 2: | - |
| Ich fliege im Jahr: | Mehr als dreimal |
| Beim Reisen ist mir wichtig: | Das Gefühl zu erreichen, mal wieder den Heimathafen zu verlassen um etwas anderes zu sehen als seine eigenen vier Wände, um daraufhin das Gefühl zu erreichen wieder nach Hause zu wollen, weil es da ja doch am schönsten ist... |
| Meine Freizeit verbringe Ich gerne mit: | Wie im Beruf den ein oder anderen Pixel schieben und schöne Dinge gestalten, Malen, meine 1210er-Plattenteller und mein Rollbrett benutzen (soweit es die Zeit zulässt). Ansonsten den Garten pflegen... |
24h Venedig! – oder wieviel Stadt geht an einem Tag…
Ohne Reiseführer - ohne Plan - ohne Stress…
24h Venedig! – oder wieviel Stadt geht an einem Tag…
Die Abflugzeiten von HLX erlaubten mir einen „Kurztrip“ der seinen Namen in der Tat verdiente. Da ich völlig angenervt vom miesen Wetter in Hannover über die Happy HLX Hour einen Hin- und Rückflug von Hannover nach Venedig für einen Appel und n Ei ergatterte nahm ich mir einen (!) Tag Urlaub mitten in der Woche.
Ich fütterte meinen Rucksack mit dem nötigsten und düste nach Feierabend Richtung Flughafen und eh ich mich versah war ich auch schon am Airport in Venedig gelandet. Obwohl ich schon viel Geld am Flug gespart habe sah ich es nicht ein, eines der Privattaxen für ca. 40€ zu nehmen, die mich auf dem Wasser rüber zum Markusplatz fahren wollten sondern stieg in den „Bus“. Die Fahrt übe Wasser für 10€ ging an der Insel Lido vorbei und dauerte ziemlich genau eine Stunde bis ich abends um 23.00 Uhr am Markusplatz angelangt war.
Durch Beziehungen konnte ich bei Bekannten in einem Appartement nahe des Markusplatz die Nacht verbringen – aber Schlaf war für mich erstmal das unwichtigste – denn der im Schein der stilvollen Laternen hell erleuchtete Markusplatz und die Basilika mit ihrer wundervollen verschnörkelten Aussenfassade zogen mich in Ihren Bann. An den überteuerten Cafes saßen noch viele Menschen und lauschten einigen klassischen oder jazzigen Kapellen und was am wichtigsten war: es war Mitte September und T-Shirtwetter! Traumhaft.

Das Appartement war schnell gefunden und nachdem der Rucksack verstaut war musste ich erstmal einen Happen essen. Man sagt ja, dass es gewaltige Unterscheide zwischen der Pasta oder Pizza zuhause und in Italien im allgemeinen gibt. Das stimmt in der Tat, vor allem was den Preis angeht. Deshalb mein Tipp: Weiter in die Stadt rein, möglichst Nebengassen suchen und dort findet man 1. bessere und 2. günstigere Lokale.
Nach einer Portion Spaghetti Algio-et-Olio (oder so ähnlich) wollte ich ins Nachtleben einsteigen und musste meinen ersten Dämpfer erleben. Es waren fast nur ältere Herrschaften unterwegs und so konnte ich mir keine wirklichen Tipps bzgl. Clubs oder Bars einholen. Alle Lokalitäten in der Nähe des Markusplatz scheinen ab ca. 0.30 Uhr genug Geld verdient zu haben und schließen. Also an dieser Stelle wieder einen Tipp: Wer abends losziehen will, sollte sich vorher im Internet schlau machen. So musste ich früher als erwartet zurück ins Appartement. Dafür würde ich morgen mehr Zeit haben die Stadt zu erkunden.
Ab 10.00 und dem wahrscheinlich besten Latte Machiatto den ich je getrunken hatte ging es erstmal wieder zum Markusplatz. Jetzt waren auch die weltberühmten unzähligen Tauben da und fast genauso viele Touristen. Alle 10m hörte man eine andere Sprache. Die Menschenschlange vor der Basilika war sehr lang –ging aber trotzdem recht schnell voran. Innen war Staunen. Obwohl ich mir eigentlich rein garnix aus Kirchen mache, musste ich mir schon eingestehen, dass die Basilika in einer anderen Liga spielte. Der Eintritt war umsonst und für 1,50€ hab ich mir innen noch irgend so eine goldene Tafel angeguckt, die bestimmt eine religiöse Bedeutung hatte, für mich in dem Moment aber einfach nur verdammt groß war, wenn man bedenkt, dass sie tatsächlich aus Gold gewesen sein sollte.
Nach gut Zwei Stunden Aufenthalt am Markusplatz ging es weiter zur Rialtobrücke. Der Weg war ausgeschildert und so schlenderte ich durch die Gassen und war froh, dass ich alleine unterwegs war. Wäre meine Freundin mitgekommen, hätten wir wohl alle 20 Meter einen Boutiquen-Stop einlegen müssen. Uff! Glück gehabt. Hier ist alles versammelt: Von Armani über Diesel bis zu elitären Uhren- und Schmuckläden. Natürlich ist Venedig auch überschwemmt von Geschäften die diese – in meinen Augen – irsinnig hässlichen bunten Kunstwerke aus Glas, die auch irgendwo in Venedig ihre Manufaktur haben. Und noch dreimal so viele Souvenirshops. Aber wer nicht will, der muss ja auch nicht in die Geschäfte gehen.

An der Rialtobrücke war es mir etwas zu voll. Der Anblick wurde durch ein Banner, dass gut ein Drittel der Brücke verdeckte eh etwas geschmälert, was die japanischen Touristen trotzdem nicht davon abhielt voll draufzuhalten und Ihre digitalen Speicherkarten an die Grenzen Ihrer Kapazität brachte. Egal, ich war mal da und suchte auf meinen Stadtplan nach weiteren Sehenswürdigkeiten, da ich ja wirklich nur begrenzt Zeit hatte.
Zugegeben, mir ist nicht mehr viel eingefallen. Alle Bilder die man als Ersttourist mit nach Venedig brachte habe ich quasi abgehakt: Basilika, Rialtobrücke, Gondoln, Wasserstraßen und der Markusplatz mit dem Dogenpalast. Ich bemerkte, dass ich mich auf diesen Spontantrip überhaupt nicht vorbereitet hatte. Ich bemerkte aber auch dass mir das ziemlich egal war. Es war nicht so, dass Langeweile aufkam – im Gegenteil. Ich war total zufrieden und glücklich damit, einfach durch die Gassen zu schlendern, mal nach rechts und mal nach links zu schauen und ab und an mich mit einer Kleinigkeit zu belohnen. Eiscreme, Mandelgebäck, Cappuccino, etc… Dabei nahm ich viel mehr wahr, als mir jeder Reiseführer vorgeben konnte. Ab und an entdeckte ich auch die ein oder andere Sehenswürdigkeit, die man so kannte. Wie die Seufzerbrücke oder diverse Schauplätze berühmter Fimspielszenen.

Ich verbrachte viel Zeit damit, einfach nur auf einer Bank an der Promenade zu sitzen und beobachtete das Treiben der anderen Touristen, Schwarzhändler die Ihre gefälschten Chanel-Taschen verkaufen wollten oder einfach nur das Meer und die Gondeln die Ihre Wege in die Gassen der Stadt suchten. Es war wahnsinnig entspannend.
Kurz bevor ich zurück zum Flughafen musste, fuhr ich nochmal mit dem Fahrstuhl auf den Turm am Markusplatz (dessen Namen ich leider vergessen habe) und schaute mir nochmal die Stadt von oben an. Der beginnende Sonnenuntergang und die wunderschönen Farben, in denen Venedig jetzt strahlte waren ein krönender Abschluss für einen Tagestrip, den ich mir vorher ganz anders vorgestellt hatte.

So gegen 21.30 sinnierte ich nochmal ein wenig über den Wolken. Ein Tag Venedig reichte also aus, das ich mich völlig relaxt fühlte.Und das nur weil die Idee mit dem Abklappern von Sehenswürdigkeiten sich schnell abnutzte und ich mich so einfach durch die Stadt treiben lassen konnte. So sah ich wahrscheinlich mehr von Venedig als durch zielstrebiges ”Reiseführer-in-der-Hand-durch-die-Stadt-Ziehen”…
Ein Kommentar zu “24h Venedig! – oder wieviel Stadt geht an einem Tag…”
Kommentar schreiben
Sie müssen sich anmelden um einen Kommentar zu schreiben.




Dezember 1st, 2005 at 15:12 Uhr
Mit dem Ausgehen in Vendig hast du recht. Bin selber mal drauf reingefallen. Abends mit dem Flieger hin, am nächsten Abend zurück. Hotel? Wozu? Das Geld investiert man doch lieber in Party. Aber das ist schwierig in Venedig. Ich bin schließlich im Moscacieka und anschließend im Casanova gelandet. Hatte aber auch nicht wirklich lange auf. Das Casanova kann man nicht empfehlen, außer man steht auf 40er Parties… Na gut, ohne Hotel kann man dort etwas verweilen…