Die schönsten Plätze der Welt
Einer der lebendigsten Plätze Roms ist meiner Meinung nach der Campo de Fiori. Egal zu welcher Tageszeit man hierher kommt, es ist immer was los. …
Einer der lebendigsten Plätze Roms ist meiner Meinung nach der Campo de Fiori. Egal zu welcher Tageszeit man hierher kommt, es ist immer was los. Hier treffen sich Einheimische und Touristen mittags zum Cappuccino oder abends zum Vino. Man bekommt ein Gefühl für die Lebensart der Römer.
Die Mitte des Platzes ziert ungewöhnlicherweise mal keine Kirche sondern die Statue des Humanisten Giordano Bruno.
Wir schlendern über den Markt, der immer montags bis freitags von 6 bis 14 Uhr stattfindet, und beobachten das rege Treiben. Auf Kartoffelkisten sitzen die alten Marktfrauen, unterhalten sich lautstark und bieten von Obst und Gemüse über die schönsten Blumensorten alles an, was das Herz begehrt. Ringsherum sind viele kleine Cafés und Trattorien. In der Taverna del Campo ruhen wir uns aus und trinken einen Cappuccino und essen ein Tramezzini.
Weiter kann man hier toll durch die kleinen Gassen, die vom Platz abgehen, bummeln und die urigen Läden und Handwerksbetriebe erkunden. Jede Straße ist nach dem dort betriebenen Handwerk benannt.
Wir gehen ein paar Schritte weiter und landen auf der Piazza Farnese. Die zwei Plätze könnten kaum unterschiedlicher sein. Die Piazza ist umgeben von imposanten Gebäuden, wie dem Palazzo Farnese, in dem seit 1635 die französische Botschaft residiert, und Brunnen aus ägyptischem Granit.
An der Ecke Via dei Farnesi/Via Giulia fällt die mit Totenköpfen geschmückte Fassade der Kirche Santa Maria dellOrazione auf.
Wir laufen in Richtung Piazza Navona, in dessen Mitte die berühmte Fontana dei Quattro Fiumi steht. Die vier Statuen darauf stellen die wichtigen Flüsse Nil, Ganges, Rio de la Plata und Donau dar. Es wimmelt von Straßenkünstlern und Malern sowie Karikaturisten. Die schönen Cafés hier sind leider ziemlich überteuert, aber wir gönnen uns trotzdem eine Kugel Tartufo-Eis im I Tre Scalini. Von hieraus haben wir auch Blick auf den Neptunbrunnen und den Maurenbrunnen.
Frisch aufgetankt besichtigen wir die Kirchen SantAgostino mit Fresken von Raffael, die er als Grabschmuck für den Propheten Jesaia schuf; und San Luigi dei Francesi, die französische Nationalkirche, mit drei tollen Gemälden von Caravaggio in der letzten Kapelle auf der linken Seite.


19. Januar 2006 um 14:01 Uhr
Dir merkt man an, dass du diese Stadt liebst. Schön wäre mal ein Hoteltip. Etwas individuelles, abseits der großen Ketten. Deine Helena