Manchester - Mehr als Fußball
Lange war Manchester als Industriestadt verpönt, doch die Zeiten haben sich geändert und die Stadt im Norden Englands hat mittlerweile viel mehr zu bieten als nur eine tolle Fußballmannschaft.
Natürlich, wenn man schon einmal da ist, ist eine Führung durch den Manchester United Football Club ein Muss. Auch das Clubmuseum sollte man nicht auslassen. Ich, als nicht gerade Fußball-fanatisch bekannt, fand es beeindruckend, und auch die täglichen 200.000 Besucher aus aller Welt können nicht irren.
An den Salford Quays, dem alten Binnenhafen, befindet sich das Kulturzentrum The Lowry mit zwei Galerien, zwei Theatern und ein paar Restaurants und Bars. Nebenan wurde 2002 das Imperial War Museum North von dem berühmten Architekten Daniel Libeskind erbaut. Hier gibt es eine Ausstellung zum Thema Mensch und Krieg.
Shoppen kann man super im St. Anns Square oder im 4-stöckigen Einkaufszentrum Afflecks Palace in der Oldham Street mitten im Kreativenviertel.
Zum Abendessen gehts ins Yang Sing in der Princess Street, dem angeblich besten Chinesen in ganz Europa, auf vier Stockwerken.
Auch das Gayvillage trägt zum wachsenden Bekanntheitsgrad Manchesters bei. Das sogenannte pinke Viertel, zieht abends nicht nur die Homosexuellen an, die sich hier in den letzten paar Jahren in zu schicken Apartments umgestalteten Lagerhallen angesiedelt haben. Hier findet man entlang der Canal Street und deren Umgebung diverse Clubs, Cafés und Bars, wie zum Beispiel die labyrinth-ähnliche Bar Via Fossa. Freitag und Samstag kann man hier essen, trinken und bis 2 Uhr morgens zur Musik des DJs feiern.
Lust auf einen kleinen Ausflug? Nicht weit von hier liegt die kleine Stadt Chester. Von der Stadtmauer (die letzte noch intakte Großbritanniens) erhält man einen schönen Überblick über die ganze Stadt und ihre Attraktionen und Sehenswürdigkeiten, wie die Burg, den Water Tower, in dem sich das städtische Museum befindet, den King Charles Tower und vieles mehr.
Das größte erhaltene römische Amphitheater Großbritanniens steht in dieser 80.000-Seelenstadt.
Eine große Besonderheit der Stadt machen die Town Criers aus. In Landestypischen Trachten gekleidete Leute machen mit Glocken auf sich aufmerksam und verkünden die neuesten Neuigkeiten Dienstag bis Samstag, von Mai bis August, immer um 12 Uhr mittags am Chester High Cross.
Am Abend sollte man unbedingt eine Kanalfahrt mit dem Mill Restaurant Boat machen. Im Preis inbegriffen ist ein 4-Gänge Menü und man sieht Chester aus einer ganz anderen Perspektive und natürlich beleuchtet. In der Bar an Bord kann man es sich danach gemütlich machen.

