Kunst, Kultur und Sightseeing in der Fußballstadt Newcastle
Morgens bin ich aus der Heaton Street los, um mir den ersten frischen Eindruck von Newcastle zu holen. Zuerst bin ich den Ouse Burn entlang gegang…
Morgens bin ich aus der Heaton Street los, um mir den ersten frischen Eindruck von Newcastle zu holen. Zuerst bin ich den Ouse Burn entlang gegangen, durch eine Gegend die von Brücken, Schienensträngen und Leichtindustrie geprägt ist. Ein erschreckend großer Teil der Häuser hatte die besten Tage schon vor langer Zeit gesehen und lief unter dem Prädikat abbruchreif. Dennoch, der gute Wille die marode Gegend etwas aufzumöbeln, war hier und da schon zu sehen. Als erstes habe ich den Baltic Center besucht, ein klobiges, monströses Gebäude, das früher eine Mehl-Mühle war und jetzt zu einer Kunsthalle umgebaut worden ist.

Baltic Center - die Kunsthale in Newscastle
Die Hauptattraktion darin war Anthony Gormleys Domain Field, das eine Fläche mit Menschenskulpturen beschreibt, welche aus kleinen Stäbchen kreiert wurden. Das sieht dann so aus als ständen da Menschen, die aus kleinen Ästchen aufgebaut wurden. Etwas müde habe ich mich oben auf das Dach des Gebäudes begeben, von wo aus man sehr gut die Millenium Bridge sehen kann und habe einen Kaffee getrunken. Als ich hörte, dass die Brücke bald geöffnet wird, bin ich vorher noch schnell zum anderen Ufer und habe mir das Spektakel angesehen. Dabei wird die kurvenförmige Strasse von einem Bogen, der in der Luft hängt, mit Stahlseilen angezogen und hängt so, genau wie der Stahlbogen in der Luft.

Millenium Bridge
Danach bin ich bei Bob Trollope, einem vegetarischen Restaurant essen gewesen. Zwei Premieren folgen auf dem Fuße: ich aß meinen ersten Yorkshire-Pudding und hörte zum ersten Mal den einheimischen Dialekt, den einige Burschen hinter mir sprachen.
Nach dem Essen habe ich die Kathedrale St. Nicholas und die Burg, von der Newcastle seinen Namen trägt, besucht. Daraufhin habe ich den Life Center besucht, der ziemlich auf Kinder zugeschnitten ist und mir deshalb nicht so gut gefiel.
Zum Abschluss warf ich einen Blick in das Discovery Museum, wo ich leider schon bald vor die Tür gesetzt wurde, da man schließen wollte.
Es gab darin einige gute Abbildungen der Geschichte der Stadt, fokusiert auf die moderne, soziale Vergangenheit.
Ich schaute mir eine Dokumentation zumindest größtenteils an und stellte verblüfft fest, dass nichts über die allerorts gepriesene Universität berichtet wurde. Dafür zeigten sie minutiös jedes Tor, das Newcastle United, der ansässige Fußball-Klub (spielt im St. James Park), in seiner Geschichte im Cup Final erzielt hatte. Nicht das es mich störte
.
Die Nacht über genoss ich das Nachleben in den Bars an der Tyne, wo man in Gesellschaft zahlloser Studenten prächtig feiern kann.

