Deutschlands schönste Insel
Richtig Sylt-süchtig kann man uns bezeichnen, und die Ansteckungsgefahr ist groß. Wer einmal da war, kommt vermutlich immer wieder. Und wenn nicht,…
Richtig Sylt-süchtig kann man uns bezeichnen, und die Ansteckungsgefahr ist groß. Wer einmal da war, kommt vermutlich immer wieder. Und wenn nicht, dann stimmt mit demjenigen etwas nicht.
Sylt ist zu jeder Jahreszeit schön, aber am meisten hat wohl der Herbst auf der Insel zu bieten. Mit Gummistiefeln und dicken Winterjacken gewappnet machen wir uns auf zum Ellenbogen und stemmen uns mit aller Kraft gegen die steife Brise, die uns dort entgegenweht. Mit ein wenig Glück sieht man immer mal den Kopf eines Seehunds aus dem schwarzblauen Wasser auftauchen.

Die Taschen schwer mit Muscheln und schönen Steinen gefüllt und mit Salz in den Haaren freuen wir uns auf ein Fischbrötchen bei Gosch im Lister Hafen. Das schmeckt natürlich umso besser, wenn man es sich verdient hat.
Sylt bedeutet für uns Lifestyle pur. Man schlemmt sich durch schicke Fischbuden und gemütliche Restaurants, trinkt in urigen Teestuben ein Kännchen Friesenmischung und lässt sich am 40 km langen Sandstrand den Großstadtmief aus den Klamotten pusten.
Eines der besten Restaurants und diese Meinung teile ich mit vielen Sylt-Urlaubern (Tisch reservieren notwendig!) ist Hardys. Das runde Häuschen mit dem Reetdach ist innen mit dunklem Holz vertäfelt und man sitzt auf gepolsterten alten Stühlen und Sofas. Die Barberie Entenbrust mit Kartoffelgratin schmeckt immer wieder und vorweg kann man sich schon an den dampfend-warmen Vollkornbrötchen mit Griebenschmalz satt essen.
Und wenn man mit einem Grog in der Hand von der Holztreppe am Kliff von Wenningstedt die Sonne rot-gold im Meer versinken sieht, wird einem nicht nur vom Alkohol warm ums Herz.

Zwar ist Sylt verpönt als Insel der Reichen und Snobs, aber das ist nur ein sehr kleiner Teil von dem, was die größte deutsche Nordseeinsel ausmacht. Wer sich von diesem Image blenden lässt, ist selbst schuld. Denn hier gibt es weitaus mehr als nur teure Designerläden und dicke Autos. Die Luft ist besser als in jedem Kurort und aufregender ist es hier allemal.
Und wenn diese Bilder (letzte Woche frisch geschossen!) mal nicht mehr sagen als tausend Worte…!


24. Januar 2006 um 20:01 Uhr
Schließe mich deinem Bericht voll an. In jedem Fall lohnt es sich jetzt auch, den Lister Hafen zu besuchen. Der ist komplett umngebaut. Wo früher Fressbuden und seit 30 Jahren das allseits beliebte SB-Fischrestaurant Gosch die Hafenlandschaft gestalteten, findet man heute ein kleines Einkaufsimperium. Aber keine Angst, der Gosch ist auch noch da und ist jetzt sehr nett (und gewohnt urig) in einem umgebauten Schuppen. Könnt ihr in ein meinen Beitrag unter Sylt genauer lesen