Stockholm bei Nacht
Stockholm hat nicht nur tagsüber so einiges zu bieten
An einem Wochenende klapperte ich so gut wie alles ab, was man so in Stockholm gesehen haben muss, von der Wachablösung im königlichen Schloss über Gamla Stan bis Skansen. Skansen kann ich übrigens wärmstens empfehlen! Außer historischen Gebäuden kann man da nämlich auch die in Schweden heimischen Tiere sehen, wie zum Beispiel den berühmten Elch. Es ist natürlich schöner ihn in freier Wildbahn zu sehen, aber dafür war es mir vergönnt tatsächlich einen Elch zu streicheln! Er kam ganz dicht an den Zaun und ließ sich von mir ausgiebig streicheln. Toll! Für einen Besuch in Skansen sollte man allerdings viel Zeit einplanen, damit man wirklich etwas davon hat.
Eigentlich war ich abends schon müde und fertig von der Besichtigungstour, aber meine Freundin, die in Stockholm wohnt, wollte mir unbedingt noch das Stockholmer Nachtleben zeigen. Und es hat sich gelohnt! Meine Müdigkeit war wie weggeblasen und wir feierten bis morgens um 6 Uhr. Während des Flugs zurück nach Deutschland habe ich daher durchgeschlafen.
Kneipen gibt es in rauen Mengen und das ist auch gut so, denn in Stockholm steht man nicht nur vor dem Bakomat Schlange, sondern auch vor den Bars. In vielen Bars lassen einen die Türsteher erst dann in die Bar, wenn wieder ein Sitzplatz frei wird und wenn die Kneipe gut ist, kann das dauern. Zitternd standen wir uns vor einer besonders beliebten Kneipe die Beine in den Bauch bis wir endlich rein durften. Da uns Schlangestehen für den restlichen Abend zu doof war gingen wir später nur noch in kleine versteckte Kneipen, die so gemütlich waren, dass wir uns gar nicht mehr losreißen konnten.
Nachts tauen die Schweden auf und werden äußerst Kommunikationsfreudig. Auch ihr Gesangstalent stellen sie gerne unter Beweis, wenn sie nachts durch die Straßen torkeln. Später in der Nacht wollten wir nun auch endlich das Tanzbein schwingen und suchten uns einen der vielen Klubs aus, in denen man bis in die frühen Morgenstunden feiern kann. Leider kann ich mich nicht mehr an den Namen erinnern, denn der Klub war richtig gut.
Allerdings ist ein Kneipenabend in Schweden nicht besonders billig. Also viel Geld mitnehmen oder sich beherrschen.

