Reisereporter ElaWindels-eCommerce
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| Über mich: | - |
| Meine liebsten Urlaubsziele: | Spanien |
| Mein Reisetyp: | Aktiv |
| Mein Beruf: | TUIfly Kommunikation & Kooperation / eCommerce |
| Mein TUIfly.com Abflughafen 1: | Hannover |
| Mein TUIfly.com Abflughafen 2: | - |
| Ich fliege im Jahr: | Dreimal |
| Beim Reisen ist mir wichtig: | Sonne, ein gutes Buch, nette Menschen und gutes essen! |
| Meine Freizeit verbringe Ich gerne mit: | Lesen, schreiben, Waldspaziergängen |
Schnell über alle Berge!
„Was für ein herrliches Wetter“, rufe ich laut, gerade noch im verregneten Hannover gestartet, eine Stunde später schon im sonnigen Salzburg gelandet - und ernte von allen Seiten böse Blicke. Es sind milde acht Grad Celsius bei klarem Himmel und schönstem Sonnenschein. Und es ist Winter. In Österreich. Zu meiner Entschuldigung: Ich bin – bis dato - keine Skifahrerin.
Enttäuschte Touristen, Manager, Hoteliers und Taxifahrer warten auf die Kälte und den Schnee, der nicht so richtig fallen will in diesem Jahr.
Eine weitere Stunde später erhebe sich erhaben die Berge in der Europasportregion Zell am See Kaprun im Salzburger Land. Lediglich die Gipfelspitzen tragen Mützen aus Schnee. Darunter ist es grün, die Berge blühen, zum Leidwesen der trotzdem zahlreich anwesenden Wintersportler. Unter Skifahrern ist Zell längst legendär, nicht nur wegen der Pistengaudi auf den Dreitausendern, sondern auch für abendliche Pistengänger: vier Diskos, 16 Kneipen, etliche Skihütten, Restaurants und Cafés sorgen für Spaß nach dem sportlichen Vergnügen.
Schnee? Sicher!
Und zur Not bleibt ja immer noch der Besuch auf dem Gletscher. Informationsflyer zum Kitzsteinhorn versprechen Abfahrten mit 100 %iger Schneesicherheit. Und tatsächlich: Bereits auf der Mittelstation in 2.445 Meter Höhe klirrt der Frost, eilige Flocken tanzen den dick vermummten Pistengängern um den Kopf herum. Da ich schon mal da bin und der Schnee auch, leihe ich mir im Alpincenter eine Ausrüstung und einen Skilehrer für zwei Stunden. Mit der Gondel und ungewohnten Klumpfüßen geht’s gleich auf den Gletschergipfel: In 3029 Metern Höhenluft und romantisch weißer Landschaft sieht die Welt schon ganz anders aus. Stress und Sorgen sind plötzlich wie über alle Berge – hinein ins Vergnügen. Ich übe den Schneeflug, schnurre auf einem abgelegenen Hügel sanft den Skiern und wedele nach eineinhalb Stunden dicht hinter meinem geduldigen Lehrmeister die erste blaue Piste hinunter. Immer und immer wieder. Darauf muss getrunken werden, wintersportlergerecht natürlich Schnaps.
Mit gesunder Hautfarbe und Mordshunger endet der Skitag in der Wohlfühloase des Latini Hotels in Zell am See: noch mal Dampf ablassen in der Sauna vor dem Abendprogramm. Wer nicht auf die Megapartysause steht, der kann z.B.  im „Crazy Dasy“, dem angesagtesten Club der Stadt, einen gepflegten Cocktails trinken.
Höhenrausch und Hüttenzauber
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Durchs Salzburger Land geht die Tour tags darauf nach Tirol. Ich kehre im 4-Sterne Hotel Serles im Stubaital, kurz vor Innsbruck ein. Es riecht gemütlich und gesund, nach Eukalyptus, Kamin und Zedernholz. Das Personal ist äußerst gastfreundlich, die Damen tragen Dirndl. Die Zimmer sind sehr großzügig und mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Das abendliche Dinner besteht aus sechs Gängen: Rindssuppe, gefolgt von zartem Dorsch mit Kaviar, erfrischendem Sektsorbet, Rinderfilet mit Gemüse und Kartoffelpüree und zum Finale Nougat Mousse mit Mandelkernen. Dazu  umschmeichelt das Vanillearoma eines erstklassigen Zweigelts die Geschmacksnerven. Alles ist perfekt, auch am nächsten morgen. Der erste Wimpernaufschlag offenbart eine eindrucksvolle Bergkulisse wie im Heimatfilm. Der Himmel ist so blau, als hätte ihn jemand gut gemeint mit Photoshop nachbearbeitet. Ich betrete den kleinen Holzbalkon und drei Atemzüge später sind meine Großstadtlungen durchgespült, die Augen ruhen auf der alpinen Landschaft, die Ohren nehmen nichts wahr. Stille im Stubaital.
Stadtbummel statt Ski:
Nach einem guten Frühstück geht’s weiter nach Innsbruck, Bergsteigermetropole und jährlicher Austragungsort der internationalen Vierschanzentournee. Die Nordkette des Karwendelgebirges legt sich steil wie eine schützende Festung um die Hauptstadt Tirols. Über die Marie-Theresienstraße mit einem Abstecher in die schöne Rathauspassage (Shopping und Panoramarestaurant) statte ich der mittelalterlichen Altstadt einen Besuch ab. Am frühen Vormittag schafft es die Wintersonne noch nicht, das berühmte Goldene Dachl zu erleuchten. Erst gegen Mittag schimmern die 2734 feuervergoldete Kupferplatten. Der Erker wurde vom Habsburger Kaiser Maximilian I. anlässlich seiner Hochzeit mit der Mailänderin Bianca Maria Sforza erbaut und 1500 fertig gestellt. Im Inneren befindet sich ein Museum, das das Leben von Maximilian nachzeichnet. Gegen Mittag herrscht auf den Straßen Innsbrucks lebhaftes, studentisches Treiben. Einen Gegenpol dazu bietet das stilvolle Ambiente des traditionellen Kaffeehauses „Sacher“, wo man unbedingt einkehren sollte.
Ihrem Ruf als internationale Sportstadt wird Innsbruck nicht zuletzt durch den 2001 umgebauten Skisprungturm gerecht. Das imposante Wahrzeichen wurde von der Stararchitektin Zaha Hadid entworfen. Die architektonische Attraktion ist auch ohne in Weiß gehüllt zu sein sehr schön anzusehen. Und trotzdem schwebt sie immer wieder über allem: die Sehnsucht nach Schnee.
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