Reisereporter ThomasRiedl
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Juni 2007 in Wadi Lahami
Wer sich mehr für das Gebiet interessiert, die Geschichte beginnt hier:
http://www.surfspot.de/surfspots/afrika/aegypten/wadilahami.html
Es geht wieder los, bei OLA-Sportreisen die Flüge gebucht, eine Mail an Ross und weg!
Nein, so einfach ist es dann doch nicht, ich hatte auch noch ein paar mails an Ricci zu schreiben, ob die Station Material braucht oder so, die einzig wichtige Bestellung war ein Windmesser 3 Tage vor dem Abflug, klasse, wir kaufen eine Ersatzknopfzelle für unseren Windmaster 2 und beschließen das das reichen muss.
Ein Kriss von Aboard.eu hat uns angehauen ob wir nicht seine neuesten Boards testen wollen, wir lassen uns das kleinste Board 127cm liefern, und versprechen als „Bezahlung“ einen Testbericht zu verfassen.
Ob Kriss verstanden hat das wir Nobile kiter der ersten Stunde sind und ein 07er 666 126 dabei haben, ich bin gespannt auf den Vergleich.
Die Buchung des Fluges verlief noch ganz gut über mein „favourite Reisebüro“ Ola-Sportreisen.
Die Tuifly hat sich nicht mit Ruhm bekleckert, nach der Buchung kam raus das es.
- Kein Allergikeressen, auch gegen Geld, mehr gibt. Sonder "Smile Menues" die leider die Kriterien Laktosefrei bzw. Glutenfrei nicht "sauber" erfüllen.
- Der Flug den ich Nonstop gebucht hatte wurde ein "zwischenlander" Uns wurde 2 Wochen vor dem Abflug mitgeteilt das der Rückflug über Hurgaha gehen wird.
- Am Flughafen wurde das falsche Gate genannt, die Anzeige funktionierte, die Airline nicht.
- Die Service Hotline kann einen werder helfen noch etwas „genaues sagen“
Der Flug selbst, naja tuifly.com ist das noch nicht.
Der Flieger blau, die Sitze auch, die "Zettel" gelb, farblich furchtbar.
Jemand fragt nach einer Decke, „wir verkaufen gleich das Komfortpacket“.
Das bestellte Smile Menue hat mich mit nachfragen auch gefunden war auch o.k. leicht verbrannte Nudeln, die Antipasti waren schön.
Der Flieger hatte nur 4 Audio Kanäle. Die Lautstärke steht nach dem einstecken der Kopfhörer auf "Vollgas". Es gab einmal essen und einmal Getränke extra.
Der Gesamteindruck: Man hat alles gute der Hapakfly weggestrichen und die Schwächen behalten.
Die Ankunft in Marsa Alam war super wie immer sauberer superschneller Flughafen. Das Taxi wartet wir gehen an den Hotelbussen vorbei, die alle noch Gepäck laden, unsere Bags werden Verstaut und wir fahren, wie so oft "Privattaxi" ins Camp.
Stop over in Shagra, ein kühles Stella und weiter geht’s.
Freitag, erster Tag:
Es beginnt mit den üblichen Board schrauben die Pad,s gehen immer besser.
Der Wind macht aber nur auf 12 Knoten auf, so nehme ich den 20er R5 und das Nobile EXT 48 cm breit und habe eine ganz nette Session.
Kerstin ist mit der Kombination 15er Waroo Pro und "schmalem"(2 cm schmälrem) EXT auch zufrieden.
Eine Gruppe Hannoveraner ist, wie wir erfahren, schon seit 10 Tagen im Lahami Bay ist hatte 2 Tage Flaute was meine Stimmung leise etwas hebt denn es kündigt sich ein "mehrere Tage Windset" an.
Nach dem Mittagessen geht immer noch mit den großen Kites aber kleinen Boards weiter. Wir testen das Aboard das wir mitbekommen haben.
Ich erschrecke als ich erkenne das das Flutniveau auf dem Stand der Ebbe des Märzurlaubs ist. Später komme ich drauf das die Ebbe fast immer das überfahren der Sandbank erlaubt, bzw. man nur 5 Meter gehen muss in den Playground zu kommen.
Abendwind, sieht gut aus für morgen.
Samstag: Sieht gut aus, Kerstin fährt den 11er ich nehme den 15er Waroo Pro und unsere kleinen Boards und es geht los. Leider passt mein sprungtiming nicht gleich, aber es wird.
Am Nachmittag lässt es etwas nach wir montieren die Kamera an den 20er R5 und ich starte die erste Testfahrt sieht ansich gut aus, aber ich muss mittiger ins Bild und "größer werden". Als es gegen 15.30 Uhr einschläft probiere ich noch das Skimboard, das fahren geht, aber Spaßmaschine, ich weis nicht. Abendflaute ich hoffe trotzdem auf morgen.
Die vorhersage war gut, zu gut, kein Wind am Morgen.
Ich nutze die Zeit, nach dem Virginie nach Frankreich geflogen ist, den Ankerpunkt für Solo Landungen zu beschweren.
Ich nehme ein Stück Stoff und eine Leine, befestige eine überzählige Kiteleach daran und werfe das ganze zwischen die großen Mangroven am Ufer und die Mangrove im Wasser.
Außerdem schraube ich die Nobile "mehr Rocker Keile" unter das Aboard in der Hoffnung das das Board damit "freundlicher" wird. Andere Finnen gehen ja nicht
Am Nachmittag "macht es auf" aber nur auf 10 Knoten damit entsteht mit dem 7′8" Airrush und dem R5 20Qm für mich und dem Skimboard und dem 15er Waroo Pro für Kerstin nicht wirklich Spaß auf.
Abendwind, neue Hoffnung!
Montag: Ja, der Tag beginnt mit etwas Wind und Temperaturen bis 37,7 Grad (um 10 Uhr) nimmt etwas zu ich denke an den 20er, Kerstin baut den 15er auf, ich nehme Ihn, der Wind ist zufiel.
Das Spiel beginnt, sie baut den 14 Vegas auf, ich nehme Ihn, der Wind, nimmt zu, ist zufiel.
Sie baut den 11er Waroo Pro auf, ich nehme Ihn, der Wind, nimmt zu, es passt für mich, sie baut den 9er Waroo Pro auf, passt für sie.
Naja schwere Geburt.
Aber der Tag ist super, die "Runde um Shabour" gelingt mir vor und nach dem Mittagessen, die Wellen laufen schön, sogar super für den ersten Starkwindtag. Die "Nachmittagsrunde" geht fast nur "Bergab".
Das "Habili" schenkt mir je eine Welle pro 1/2 Tag und die Welt ist in Ordnung.
Abendwind, alles wird gut.
Dienstag, die Gruppe auf Hannover ist abgereist, schade waren nette Leute. Harry kommt noch vorbei um die Rechnung zu bezahlen.
Hoffentlich haben die nicht mehr mitbekommen das wir’s mit dem Wind vermasselt haben.
Der Wind macht früh auf, so gegen 8 Uhr und hat 16-20 Knoten. Die Temperatur geht auf 38,8 Grad hoch. nach der Kitewechselaktion gestern, warten wir "etwas länger", um gleich wieder mit 11 und 9 zu fahren, - zu lange bis der Wind um 11 Uhr wieder einschläft und nur noch der R5 20 und das große Board gehen.
Wir hätten mit 15 und 11 gute 2 Std fahren können, aber so ein Fehler passiert auch uns Reviererfahrenen schon mal.
Der Wind weht auch am Abend, ich hoffe immer.
Mittwoch: Das Zelt flappt in der früh schon, es gutes Geräusch.
Wir wollen nicht wieder reinfallen und bauen schon um 9 auf und Fahren los. Es ist leicht Sideoffshore 15-20 Grad, aber der Wind ist ab der Sandbank perfekt.
Als uns der Wind gegen 11:30 wieder verlässt, ist es nicht schlimm.
Donnerstag, Halbzeit. Der Wind startet normal, dreht auch schön auf NO. Aber dann durch bis O und bleibt da. Macht auch nicht über 8 Knoten auf, ein echter Flautentag.
Oliver, den Ricci mit einer SMS angekündigt hat, ist angekommen, wir haben, leider bei Flaute, die Revier und Materialenweisung gemacht. Der Wind ging nicht über 10 Knoten in einer einzigen Böe.
Ich habe bei ca. 35 Grad mich auf den Weg ins Hotel gemacht, das trockenliegende Riff riecht nicht 4 Sterne, den Internetaccess zu testen. Geht gut und recht schnell, ich schätze 128 Mb/s. 50ct/min 5Euro/std sind auch nicht billig. Leider war ich zu Dumm auf den Windfinder, oder eine andere Wetterseite zu schauen und bin so Klug wie immer. Es ist verhext, alle Wetterzeichen die ich kenne, diesig, Winddrehung etc. sehen immer gut aus, aber es nutzt nichts.
Samstag: Es sieht wie immer gut aus, aber es geht ab, die erste im Dach hörbare Böe hat mindestens 15 Knoten.
Noch etwas warten und los, ausgehungert von den 2 Flautentagen, bauen wir 15 und 11 auf, dann lässt es nach und ich versuche den 20er fahren raus und er ist zu groß
Also gut Kerstin bringt mir den 15er, nimmt den 11er und beginnt eine echt geile Session.
Zwischendrin bringt Kerstin noch Oliver aufs Wasser mit einem 9er Waroo (den ich zuerst für einen 12er halte) und ein 130 Aboard, er fährt gut damit.
Vielleicht muss ich mir Gedanken über meinen Kiteenergieverbrauch machen
Am Nachmittag lässt es langsam nach, so kommen 20er R5, EXT Board letztlich das Skimmboard auch noch zum Einsatz.
Ob ich das "Skimm" jeh verstehen werde?
Sonntag: Na endlich die "Wadi Lahami Langeweile" stellt sich wieder ein. Flaute am morgen, ablandiger Wind ab 7 Uhr, macht auf und dreht bis um 9, dann 18 Knoten Wind.
Ich nehme den 11er Waroo pro, Kerstin den 9er, Oliver geben wir den 9er Waroo "normal" und das neue Aboard.
Es "geht" echt gut, ich umrunde Shabur, fahre eine schönen Downwinder wieder zurück, kreuze zur Hotelbaustelle auf. Aber das Riff hat keinen befahrbaren "cut" und der Wind wird durch den nahen Hügel recht verwirbelt. Aber die Baustelle bewegt sich seit ich sie sehe im Schneckentempo, wenn ich in Rente gehe wird sie fertig sein, oder so. Nach dem Mittagessen lässt es langsam nach, ein (für Sommer) perfekter Tag. (Wadi Lahami bleibt ein besserer Winterspot)
Montag: Es weht schon am Morgen, ich baue den 9er auf, da kommt Arno den Strand entlang. Mit Papi und Freund!
Ich begrüße Ihn, mache die Revierenweisung, wie auch bei Oliver. Er hat als einzigen Schirm einen 13er Slingshot 2003 dabei und Boards um 140cm. Ich habe gerade den 9er Pro aufgebaut. Ich sehe schon DIE Gelegenheit einen Waroo Pro / Nobile jünger zu gewinnen, welche Station hat das schon? Wir!
Alles nett wunderbar, als das Thema auf die 15 euro /tag Beachfee kommt ist es schlagartig aus. Gut, ja es ist teuer, aber der Spot ist auch super.
Es folgen aufgeregte Diskussionen, ich kann Ihm nicht helfen mit Ross will er nicht reden. "Der soll zu mir kommen wenn er was will".
Ich fahre eine Runde, sein Schirm geht hoch ich komme rein rede mit Ross. Der ungläubigen Arno mit dem Boot und derben Flüchen von Wasser holt. Der kommt mit fliegenden Schirm zu mir beschwert sich und düst zum Hotel ab, "Hoffentlich findet er die Einfahrt nicht", denke ich und Düse wieder raus. Um 11 muss ich auf den 11er wechseln. Nachmittags wieder eine Runde mit dem 20er und alles ist o.k. Obwohl ich mich immer noch ärgere, ich hatte alles so schön und nett gestaltet. Berüßen, Reviereinweisung, Beachfee, Haftungsauschluss unterschreiben, kiten.
Also Begrüßen, Produktvorstellung, Preis, Vertrag. klar oder?
Ich denke das die Probleme daher kommen das der Strand so natürlich aussieht als gehörte er niemandem, das ist gewollt so und bedarf etwas Arbeit sonst währe es eine verkommene, steinharte Müllkippe.
Der Abend liefert einen sagenhaften Sonnenuntergang mit sich auflösenden Wolken über den Bergen.
Dienstag: Durch Arno und seine Freunde weis ich das das www für heute keinen Wind angesagt hat. Es geht aber alles Planmäßig, so gegen 9Uhr ist der Wind konstant. Kerstin nimmt den 11er, Oliver 12 Qm und ich den 15er und wir haben eine gute Session bis es um 11:30 wieder nachlässt.
Noch kurz den 20er aufgebaut noch etwas fahren, Mittagessen noch etwas Cruisen und gut für Heute.
Wir flicken noch die kleine Strut am 20er die einen kleinen Stich hat, dafür sind die Pool’s da den die Kamele für einen Brunnen halten und in den die Taucher ihre Sachen waschen, ich wähle "no Wetsuits".
Mittwoch: Der Wind will uns den Abschied anscheinend leichter machen und dreht nur sehr zögernd auf, es wird der einzige Tag der Nachmittags stärker ist als am Vormittag, aber ohne den 20er geht zumindest bei mir nichts. Der Abend verläuft wie so oft an einem Multinationalen Tisch mit interessanten Gesprächen über Windwahrscheinlichkeiten und Kundenverhalten.
Donnerstag letzter Tag: Leider reicht es nicht für eine Morgensession, aber gut Material, das zu ebay soll, fotogaphieren abbauen einpacken. Der "Jailhouse Bus", hat schon Ähnlichkeit mit einem gefangenen Trasporter, kommt und lädt uns ein ab zum Heimflug.
Wir werfen noch einen Blick auf das Kite Village hässliche Container am schönen Strand.
Heimflug mit tuifly.com, mit dem zwischenlander in Hurgaha dem man uns nach der Buchung reingedrückt hat, super. Wir sind schon beim Abflug etwas "late" zum Ausgleich lässt man auf dem Hupfer die Anschnallzeichen an, könnte ja sein das jemand Pinkeln muss.
Der Flughafen in Hurgaha hat sich verbessert, sauberer, schöner und mit Tolietten im Transitbereich alles für die tuifly. Es werden Transitcards von Topaviation recyled, man muss sparen wo man kann, die Ekelschwelle von vielen Leuten wurde sicher erreicht.
Immerhin, das "Smile Menü" funktioniert, ich bin der einzige Kunde. Es sind sogar 2 an Board (viel hilft viel) und es gibt einen Wein dazu den ich beim Hinflug nicht bekommen habe, was war jetzt richtig? Niemand weis es. Es gibt auch nur einen weiteren Service das war auch schon mal mehr.
Die Lautstärke steht nach dem einstecken der Kopfhörer auf "vollgas" ich war vom Hinflug gewarnt. Muss ich jetzt nur einen "Knalltrauma Zuschlag“ zahlen?
Der Flieger hatte wieder nur 4 Audio Kanäle aber gut verteilt 3+4 das gleiche, 5+6 leer, 7+8 und 9+10 wieder das gleiche Programm.
Fazit: Wieder mal ein guter Kiteurlaub, wenn auch der Wind nicht Stärke und Ausdauer wie im Herbst-Winter-Frühling hat. Der Flug mit der tuifly.com war furchtbar, nur TACV war schlimmer.
Fazit: zum Flug fliegen mit mitleidigen lächeln.
Aber der Rest war schön dafür war das Klima super, das Menschliche (von Arno mal Abgesehen) und das Atmosphärische.
Thomas
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