Reisereporter tuiblog
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Schreibwettbewerb: Mit TUIfly zu Tarzan
Lesen Sie die „heiße“ Gewinnergeschichte
Wir hatten alle Bloguser in unserem „Mit TUIfly zu Tarzan“-Schreibwettbewerb dazu aufgefordert, uns zu schreiben, an welchen Lieblingsort Sie Ihrem Alltag am liebsten entfliehen und freuen uns Ihnen jetzt die Gewinnergeschichte zu präsentieren. Träumen Sie sich gemeinsam mit unserem Gewinner „wer201“ fort an einen warmen und magischen Ort…
LANZAROTE
Es ist Januar 2002. Das Wetter ist kalt, feucht und grau. In der warmen Stube in meinem Sessel sitzend, döse ich so vor mich hin und beginne zu träumen.
Mit meinen 96 Jahren ist es mein größter Wunsch noch einmal zu fliegen. Also suche ich meine sieben (oder acht) Sachen zusammen, steige in den Flieger und ab geht die Reise. Erst dichter Nebel und Wolken, dann plötzlich die Sonne, blauer Himmel und unter uns ein strahlend weißes Wolkenfederbett. Wo geht die Reise hin? Sicher in ein warmes Land mit Palmen, bunten Blumen und etwas Meer. Somit komme ich auf Lanzarote an. Das Thermometer zeigt 23 Grad Celsius. Wieso habe ich eigentlich noch Handschuhe an und einen Schal um? Quatsch, weg damit und den Strohhut als Sonnenschutz hervorgeholt. Mit dem Bus geht es nach Playa Blanca.
Am Papageienstrand macht es Spaß mit bloßen Füßen durch das Wasser zu laufen.
Zum Abendessen ein reichhaltig gedeckter Tisch mit großer Auswahl: Fleisch, Fisch und viel frischem Obst und Gemüse.
Am nächsten Tag eine Inselrundfahrt. Es geht in die Feuerberge, einen Inselabschnitt mit einer erloschenen Vulkanlandschaft, aber es ist noch heiß unter der Erde. Das beweist ein in Brand gesetztes Strohbündel. Dann eine Pause mit einem Kamelausritt durch Sanddünen.
Weiter geht die Reise, vorbei an Windmühlen, durch Weinberge, eine Probe hier zeigt, daß er sehr gut schmeckt, zum nördlichen Kap der Insel. Hier besichtige ich das Innere einer Grotte, wo es angenehm kühl ist. Zurück geht es durch Kakteenfelder, die der Läusezucht (mir juckt es gleich auf dem Kopf!) dienen sollen.
Die Landschaft ist trostlos, eigenartig aber beeindruckend schön. Dann der Sonnenuntergang. Sind eigentlich die Lebkuchen und der Weihnachtsstollen schon alle?
Sie geht rotglühend hinter den Felsen unter.
„Möchtest Du einen Glühwein?“ fragt mich eine Stimme. Ich bin wieder wach und zurück von meiner Reise.
War ich nun dort? Aber ja, denn ich bin braungebrannt und genieße meinen Glühwein.
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