Archiv für die Kategorie ‘Kultur’
Im Tal der Könige
Im Dezember 2007 habe ich Luxor besucht. Zusammen mit meiner Freundin haben wir knapp 3 Tage in Luxor und Umgebung verbracht. Beeindruckt hat uns hierbei insbesondere natürlich das Tal der Könige, welches von Luxor-Zentrum gesehen auf der anderen Nilseite gelegen ist. Da wir ohne Reisegruppe unterwegs waren, hat uns an diesem Tag ein Taxifahrer zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gebracht. Neben dem Tal der Könige sind auf der Seite westlich des Nils (dem früheren Theben-West) vor allem die Memnonkolosse und der Tempel der Hatschepsut ein Besuch wert. Auch die vielen Alabasterfabriken sind interessant - aufpassen sollte man hier aber auf Grund teilweise stark überhöhter Preise beim Kauf der angebotenen Waren. Im eigentlichen Stadtzentrum Luxors (östlich des Nils) beeindrucken vor allem die mehrere tausend Jahre alten Tempel von Karnak und Luxor. Insbesondere der Tempel von Karnak mit seiner imposanten Säulenhalle war für uns faszinierend. Abends sollte man sich den Sonnenuntergang am Nil nicht entgehen lassen, wenn die rote Sonne in den Weiten der ägyptischen Wüste versinkt und ein interessantes Farbenspiel auf dem Nil hervorbringt.
Fiesta vom Feinsten
In der 3. Augustwoche steigt alljährlich die „Feria de Malaga“. Zu dem Spektakel ist die ganze Stadt auf den Beinen und feiert eine einzige große Party. Sensationell! Mit den Feierlichkeiten wird der Widereroberung Andalusiens durch das spanische Königshaus gedacht. Viele Einheimische hüllen sich in historische Kostüme. Überall auf den Straßen gibt es Musik und Livekonzerte. Wir hatten das Gefühl, auch als Touristen bei dem Trubel herzlich willkommen zu sein. Wir haben bis zum Morgengrauen mitgefeiert und haben dabei sehr nette Menschen kennengelernt. Wer also im August an der Costa del Sol Urlaub macht, sollte sich diese Party auf keinen Fall entgehen lassen. Wir überlegen sogar, ob wir nächstes Jahr nicht nur für die „Feria de Malaga“ runter fliegen sollen.
Tipp für Kinder
Ich habe meine Frau neulich gemeinsam mit unseren Söhnen auf eine Geschäftsreise nach Frankfurt begleitet, weil wir im Anschluss in Rheinhessen noch unsere Weinvorräte auffüllen wollten. Den Tag in Frankfurt habe ich mit meinen Jungs im Naturmuseum Senckenberg verbracht - eines der größten Naturkundemuseen Deutschlands. Besonders begeistert waren die beiden von den großen Tierskeletten in den Lichthöfen des Gebäudes inklusive Tyrannosaurus Rex und Mammuts. Man kann sich hier wirklich stundenlang aufhalten. Auf über 6000 Quadratmeter Ausstellungsfläche gibt es für große und kleine Entdecker jede Menge zu sehen. Ach ja, und beim Wein kann ich das Weingut Doll & Göth wirklich empfehlen: trinkbare Grauburgunder und Rieslinge zu einem vernünftigen Preis…
Italien in Österreich
Die Altstadt von Graz besitzt wirklich ein einmaliges, fast italienisches Flair. Besonders an milden Sommerabenden macht es Spaß vorbei an mittelalterlichen Häusern und Renaissancepalästen durch die engen Gassen zu schlendern und an einem der vielen romantischen Plätze das rege Treiben zu beobachten. Von der UNESCO ist der Grazer Altstadt m. E. völlig zu Recht der Status des “Weltkulturerbes der Menschheit” verliehen worden. Wer die Hauptstadt der schönen Steiermark im Sommer besucht, sollte unbedingt einen Ausflug zu den Schotterteichen machen, wo sich an heißen Tagen, fast alle Studentischen Bewohner der Mur-Metropole zum Baden treffen.
Lebendiges Morgenland
Istanbul ist für mich einfach die schönste Stadt der Welt. Das Leben pulsiert dort an jeder Ecke – so viel Lebendigkeit und Leichtigkeit würde ich mir bei uns im kühlen Norden auch manchmal wünschen. Das einzige, was nervt sind die penetranten Charmeoffensiven der Taxifahrer und Teppichhändler. Aber abgesehen davon kann man sich in Istanbul super amüsieren. Es lässt sich hier auch gut und günstig Shoppen, z.B. auf dem Großen Basar bei der Nuruosmaniye Moschee. Hier gibt es an tausenden von Ständen von Schmuck, Klamotten und Teppichen alles, was das Herz begehrt. Wer es gediegener mag, dem kann ich die neue Luxus-Shopping-Mall in Nisantasi nördlich vom Taxim Platz empfehlen. Apopos Luxus: Ein Besuch des Topkapi Palastes ist ein absolutes Muss. Alles in allem sollte man für Istanbul mindestens eine Woche einplanen. Ich komme auf jeden Fall wieder.
Casa Colon
Meine bessere Hälfte und ich waren im Oktober 2008 in der Casa Colon in Las Palmas. Allein dafür hat sich der Besuch der auch ansonsten sehenswerten Inselhauptstadt schon gelohnt. In dem sehr schön aufgemachten Museum kann man sich gut in die Zeit der Entdeckungsreisen hineinversetzen. Ob Kolumbus sich wirklich jemals in dem Haus aufgehalten hat, ist nicht eindeutig belegt, aber das ist auch eher zweitrangig. Zu sehen sind Schiffsmodelle, Navigationsinstrumente, Seekarten und sogar die Replik einer Schiffskabine der Nina. Sehr sehenswert ist auch das Portal des wunderschönen Prachtbaus. Also, Las Palmas? Casa Colon? Si claro!
Stadtrundgang
Tunis lässt sich grob in die orientalische Altstadt und die europäisch geprägte Neustadt unterteilen, in der deutlich der französische Einfluss zu erkennen ist – besonders an den vielen Jugendstilbauten und breite Avenuen. Die bekannteste - die Habib Bourguiba - ist Flaniermeile für Einheimische und Touristen zugleich. Auf ihrem großzügigen Grünstreifen befinden sich unter schattenspendenden Bäumen zahlreiche kleine Cafes, Zeitungsstände und Blumenverkäufer. Ein sehr nettes Café ist das Café des Deux Avenues.Die Medina erkundet man am Besten vom Porte de France aus, das unmittelbar am Ende der Avenue Habib Bourguiba liegt. Das freistehende Tor war früher einmal Teil der Stadtmauer. Von hier aus führen die Rue Djamija el-Zaituna und die Rue de Kasbah ins Gassengewirr der größten und best erhaltenden Altstadt Nordafrikas. Vorbei an zahlreichen Palästen und Moscheen geht es zur Ölbaum Moschee aus dem 8 Jahrhundert. Rund um die Moschee befinden sich zahlreiche Teppichgeschäfte sowie Gold- und Silberschmiede. Von der Dachterrasse des Palais d\\\’Orient hat man einen wundervollen Blick über die Kasbah. Weiter geht’s bis zum Place de la Kasbah am oberen westlichen Ende der Medina. Die Kasbah Moschee beeindruckt mit einem reich verzierten Minarett. Unweit von hier befindet sich der Souk von Tunis mit seinen überdachten Gassen und seinem geschäftigen Treiben. Eintauchen, staunen – Tunis hautnah erleben.
In einem Tag um die Welt
Ich war im Juni das erste Mal auf der Art Basel, der weltweit bedeutendsten Kunstmesse.
Und auch, wenn mir das nötige Kleingeld fehlte, um ein Kunstwerk zu erwerben, so bin ich doch hellauf begeistert. Die besten Galerien bieten Werke der spannendsten Künstler zum Verkauf an und es stockt einem der Atem, wie schnell die präsentierten Bilder und Objekte mit einem Verkaufsaufkleber versehen werden. Für umgerechnet 25 € Eintritt können Kunstliebhaber ein Blick auf Klassiker der Moderne werfen, bevor diese dann in irgendeiner Privatsammlung verstauben. Die Werke von 2000 Künstlern aus aller Welt sind vertreten, so dass man die Welt der Kunst an einem Tag bestaunen kann. Toll!
Klassische Peloponnes-Run
Im September habe ich mit meiner Frau eine Peloponnes-Rundreise unternommen. Der Flughafen Araxos, der im Nordwesten der Halbinsel liegt, eignet sich sehr gut als Ausgangspunkt. Der September ist ein idealer Reisemonat für einen kombinierten Bade- und Kultururlaub, da das Wasser immer noch angenehm warm ist, die Temperaturen aber schon erträglicher als Hochsommer sind, wo es schon mal 40 Grad heiß werden kann. Sicher sind auch die Monate Mai und Juni sehr schön, wenn die Landschaft noch grüner ist.
Wer die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besuchen möchte, sollte mindestens 2 Wochen einplanen und nicht wie wir nur eine Woche. Wir sind zunächst an der Südwestküste entlang gefahren und haben uns als erstes die antiken Sportstätten von Olympia angesehen. Dann ging es weiter zur wunderschönen Ruinenstadt Mystrás mit ihren kunstvollen Kirchen und verwinkelten Klöstern. Mystrás ist nicht nur kulturell, sondern auch landschaftlich ein Erlebnis.
Wer wenig Zeit hat, kann von Mystrás auch direkt nach Mykene weiterfahren. Es lohnt sich aber auf jeden Fall noch ganz in den Süden auf die Landzunge von Maní runter zufahren. Eine atemberaubende Steilküste und die trutzigen Türme der kleinen Wehrdörfer entschädigen für die stundenlange Anfahrt. In Areópoli sind einige der ehemaligen Wehrtürme inzwischen zu winzigen Hotels umfunktioniert worden.
Dann geht es weiter zu einer der schönsten Städte auf dem Griechischen Festland im Norden der Peloponnes. Die malerische Altstadt von Nauplia mit ihren vielen Gassen und Cafés ist wirklich traumhaft schön. Von hier aus ist es nur ein Katzensprung bis zur sagenumwobenen Burgruine von Mykene mit dem Löwentor und den Königsgräbern in denen Schliemann den Goldschatz fand.
7 km östlich von Korinth befindet sich der gleichnamige Kanal, der an einigen Stellen fast 80 m tief in den Fels gehauen wurde. Für Athen, Akropolis und Delphi reichte unsere Zeit leider nicht mehr aus. Deswegen noch einmal die Empfehlung sich mindestens 14 Tage Zeit zu nehmen und nicht nur eine Peloponnes- Rundreise zu machen, sondern die klassische Griechenlandrundreise inklusive Athen und Delphi.
Baden, Berge & Berber
Wer in den Wintermonaten noch mal so richtig Sonne tanken will, dem kann ich den Süden Marokkos wirklich wärmstens empfehlen. Agadir liegt fast auf dem gleichen Breitengrad wie die Kanaren. Man kann hier also auch, wenn bei uns zu Hause Eiskratzen angesagt ist, noch im Atlantik baden gehen. Die Bucht von Agadir liegt zudem so geschützt, dass es hier kaum Strömungen gibt. Sehr schön sind auch die Strände rund um Sidi Ifni südlich von Agadir. Weiter nördlich von Agadir ist übrigens Marokkos bestes Speedsurfrevier. Tolle Wellen, aber man sollte schon ein bisschen was auf der Pfanne haben…
Tja und abseits von Strand und Meer eignet sich Agadir auch hervorragend als Ausgangspunkt für eine Rundreise durch den Südwesten Marokkos. Ich kann jedem nur empfehlen sich für ein paar Tage ein Auto zu mieten und das Hinterland zu erkunden. Das kostet nicht viel und ist absolut lohnenswert - ein absoluter Kontrast zu den Touristikzentren an der Küste. Durch die fruchtbare Sous-Ebene mit ihren kleinen von Lehmmauern umgebenen Dörfern und ihren gastfreundlichen Bewohnern gelangt man nach etwa 150 km zum beeindruckenden Anti Atlas Gebirge, dessen Berge bis zu 3000m hoch in den Himmel ragen. Einer der Höhepunkte der Tour war eine Wanderung durch das Valleé des Ammeln – ein 16 km langes Tal mit grandiosen Granitfelsen und waghalsig in den Fels gebauten Häusern.
Von Saloniki zum Strand
(Thes)Saloniki ist ein guter Ausgangspunkt für einen Griechenland-Urlaub. Von der zweitgrößten griechischen Stadt aus erreicht man mit dem Mietwagen die schönsten Strände Makedoniens. Aber Achtung: Immer auf Gegenverkehr achten – manche Autofahrer überholen an den unmöglichsten Stellen. Im trubeligen Saloniki selber ist ein Auto nicht unbedingt zu empfehlen, da Parkplätze Mangelware sind. Also lieber sich mit einem der günstigen Taxis fortbewegen. Neben den üblichen Sightseeing-Highlights (weißer Turm, Akropolis, ect.) fand ich besonders das Hafenviertels Ladadika mit seinen engen Gassen und zahlreichen Cafés und Bars sehr schön. Besonders nachts ist in diesem bunten Viertel der Teufel los. Also für Nachtschwärmer unbedingt empfehlenswert.
Von den Stränden haben es uns besonders die auf der kleinen nur 12 Quadratkilometer „großen“ Insel Amouliani angetan. Sie liegt vor dem 3. Finger der Chaldiki Halbinsel. Von Tripiti geht alle halbe Stunde eine Fähre. Die Überfahrt dauert 20 Minuten. Zu den feinsandigen Stränden gelangt man mit dem Leihfahrrad oder per Motorboot-Taxi. Möglichst innerhalb der Woche kommen, da sich hier am Wochenende halb Saloniki trifft.
Köln
Auch heute fahre ich wie jeden Tag mit der 1 Richtung Weiden West zu meiner Arbeit. Doch jeden Tag komme ich an einem für mich besonderen Ort vorbei. Nach der Haltestelle Deutz beginnt die Bahnfahrt über die Deutzer Brücke. Ein Lichtblick an einem frühen Morgen, wenn der erste Blick auf den Dom fällt. Es ist immer wieder ein beeindruckendes Gebäude, was mir auch nach dem hundertsten Anblick noch eine Gänsehaut versetzten kann. Jedes mal wenn ich den Dom sehe schwelge ich in Erinnerungen an die Stadt Köln.
Man denkt Erlebnisse mit Freunden, an seine erste und jetzige Liebe oder auch an eine erfolgreiche Shopping Tour. An die Cafes im Sommer, das Relaxen an den Rheinwiesen. Oder auch an den Karneval, der alle miteinander verbindet. Der CSD, der einen tolerant macht oder auch die EM/WM wo alle zusammen für Deutschland gefiebert haben. Es kann aber auch nur eine kleiner Erinnerung sein, dass man mit seinem Freund zusammen über die Deutzer Brück geschlendert ist, Hand in Hand und sehr verliebt. In allen Situationen fällt ein Blick auf den Dom.
In diesem Moment bin ich einfach nur glücklich und der Start in den Tag kann beginnen. Ich hoffe, dass auch noch viele andere Leute einen Ort haben, mit denen sie glückliche Momente verbinden und die sie immer wieder glücklich machen.
Vielleicht verbinde ich dann auch mit Hamburg einen Ort mit glücklichen Momenten :o)
Donna Adelina B&B
Bari Apulien
hallo, ich selbst wohne in apulien und das schon seit 5 jahren. leider noch nicht ganz, weil ich noch arbeiten muss. ich habe mir apulien deshalb ausgesucht, weil es kulturell - durch die magna greca - interessant ist und auch wegen der menschen. sie sind freundlich, hilfsbereit und das schönste, hier gibt es keinen stress. denn auch so geht es, und zwar gut, nicht wie bei uns, wo alles sofort erledigt sein muss. die gemütlichkeit, aufmerksamkeit geht bei uns verloren, bei den menschen in apulien hat man sie noch.
ich kann apulien nur empfehlen. apropos haus, ich vermiete es auch im sommer……
Gustav Kuhn Delirium
Das Gustav Kuhn Delirium im Dezember 2007 war ein ganz besonderes Highlight für mich. In diesem Jahr findet das Delirium zum zweiten Mal im Mozarteum Salzburg statt, Gustav Kuhn kommt mit seinem Haydn Orchester und der Musicbanda Franui. Freue mich schon sehr und kann das nur weiterempfehlen.
Beste Grüße aus Hannover
Nanni Hermann
Magischer Ort
Normalerweise müsste ich alles kennen. Jeden Fleck, jedes Haus und jede Statue meiner Heimatstadt Berlin. Besonders den Kurfürstendamm,welcher Schauplatz so vieler Menschen, so vieler Künstler und so vieler verschiedener Aktionen ist gefällt mir besonders. Oft habe ich dem Ku-Damm einen Besuch abgestattet. Jedes mal fällt mir etwas neues auf. Immer wieder begeistert mich etwas neues daran. Natürlich geht man auch gern hin um zu Shoppen, aber was es so magisch macht,ist die vielfältigkeit, die eine einfache Straße bietet. Künstler bieten ihre Zeichnungen an, Musiker stellen sich in den Rampenlicht und begeistern die Zuschauer, Designer lassen ihre Mode vorführen. Auch Geschichtlich überzeugt der Ku-Damm. Doch was mich mein Leben lang begleitet hat und jedes Jahr aufs neue Magisch ist und mir glänzende Augen bereitet hat, ist der wunderschöne Weihnachtsmarkt, welcher um die Gedächtniskirche herum geht . Ebenfalls die wunderschöne Beleuchtung, die den Ku-Damm 3 Bezirke hindurch in einen glänzenden Traum verzaubern tut sprüht nur so von Romantik, Liebe, Geborgenheit und Gelassenheit, die einem jedes Jahr ein warmes Gefühl bereitet. Man sieht lachende und fröhliche Gesichter. Das ist einfach mein Magischer Ort :O)


