Archiv für die Kategorie ‘Schreibwettbewerb 'Mit TUIfly zu Tarzan'’
Köln
Auch heute fahre ich wie jeden Tag mit der 1 Richtung Weiden West zu meiner Arbeit. Doch jeden Tag komme ich an einem für mich besonderen Ort vorbei. Nach der Haltestelle Deutz beginnt die Bahnfahrt über die Deutzer Brücke. Ein Lichtblick an einem frühen Morgen, wenn der erste Blick auf den Dom fällt. Es ist immer wieder ein beeindruckendes Gebäude, was mir auch nach dem hundertsten Anblick noch eine Gänsehaut versetzten kann. Jedes mal wenn ich den Dom sehe schwelge ich in Erinnerungen an die Stadt Köln.
Man denkt Erlebnisse mit Freunden, an seine erste und jetzige Liebe oder auch an eine erfolgreiche Shopping Tour. An die Cafes im Sommer, das Relaxen an den Rheinwiesen. Oder auch an den Karneval, der alle miteinander verbindet. Der CSD, der einen tolerant macht oder auch die EM/WM wo alle zusammen für Deutschland gefiebert haben. Es kann aber auch nur eine kleiner Erinnerung sein, dass man mit seinem Freund zusammen über die Deutzer Brück geschlendert ist, Hand in Hand und sehr verliebt. In allen Situationen fällt ein Blick auf den Dom.
In diesem Moment bin ich einfach nur glücklich und der Start in den Tag kann beginnen. Ich hoffe, dass auch noch viele andere Leute einen Ort haben, mit denen sie glückliche Momente verbinden und die sie immer wieder glücklich machen.
Vielleicht verbinde ich dann auch mit Hamburg einen Ort mit glücklichen Momenten :o)
Magischer Ort
Normalerweise müsste ich alles kennen. Jeden Fleck, jedes Haus und jede Statue meiner Heimatstadt Berlin. Besonders den Kurfürstendamm,welcher Schauplatz so vieler Menschen, so vieler Künstler und so vieler verschiedener Aktionen ist gefällt mir besonders. Oft habe ich dem Ku-Damm einen Besuch abgestattet. Jedes mal fällt mir etwas neues auf. Immer wieder begeistert mich etwas neues daran. Natürlich geht man auch gern hin um zu Shoppen, aber was es so magisch macht,ist die vielfältigkeit, die eine einfache Straße bietet. Künstler bieten ihre Zeichnungen an, Musiker stellen sich in den Rampenlicht und begeistern die Zuschauer, Designer lassen ihre Mode vorführen. Auch Geschichtlich überzeugt der Ku-Damm. Doch was mich mein Leben lang begleitet hat und jedes Jahr aufs neue Magisch ist und mir glänzende Augen bereitet hat, ist der wunderschöne Weihnachtsmarkt, welcher um die Gedächtniskirche herum geht . Ebenfalls die wunderschöne Beleuchtung, die den Ku-Damm 3 Bezirke hindurch in einen glänzenden Traum verzaubern tut sprüht nur so von Romantik, Liebe, Geborgenheit und Gelassenheit, die einem jedes Jahr ein warmes Gefühl bereitet. Man sieht lachende und fröhliche Gesichter. Das ist einfach mein Magischer Ort :O)
Bratäpfel und Kaminholz
Es gibt viele wunderschöne und faszinierende Plätze und Orte auf der Welt: wunderschöne Strände, pulsierende Städte, faszinierende Landschaften. Man kann um den ganzen Erdball fahren und würde immer neue Dinge entdecken.
Aber manchmal muss man gar nicht weit fahren, um Orte zu finden, die einem viel bedeuten und zu denen man immer wieder gern zurückkehrt. Bei mir ist es das Haus meiner Großmutter. Ein großes Haus mit vielen Zimmern, in denen es für ein Kind immer viel zu entdecken gab und ein großer Garten mit Hühnern und Katzen. Auf dem Dachboden und im Keller kann man immer Dinge entdecken (oft auch unter einer dicken Staubschicht), die sich zum Verkleiden und Abtauchen in eine andere Welt eigneten. Dazu ein Zimmer voller Bücher mit 2 großen Regalen an den Wänden mit vielen Geschichten, die darauf warten gelesen zu werden und, vielleicht das beste, einen Wintergarten mit Kaminofen. Besonders im Winter kann man dort gemütlich sitzen, Bratäpfel machen und Karten spielen, während im Kamin ein Feuer brennt und es draußen dunkel wird. Im Sommer sitzt man auf der Terrasse und im Herbst pflückt man Äpfel und sammelt Nüsse.
Und auch wenn ich mit zunehmenden Alter nicht mehr so viel Zeit dort verbringe, ist es doch ein Ort, an den ich immer wieder gern zurückkehre.
der Mann & das Meer
Ich arbeitete mit Mike im gleichen Büro in Berlin. Privat waren wir ein nicht besonders glückliches Paar, die Luft war schon lange raus, beiderseits. Vor allem die enge Beziehung zu seiner Mutter machte mir ein wenig zu schaffen. Ich weiß, im Leben kann man nicht alles haben. Aber irgendwann, vielleicht mit 30 zusammen in eine eigene Wohnung ziehen, lag doch eigentlich im Bereich des Machbaren. Auf Dauer gesehen war sein Zimmer bei Mutti einfach zu klein. Wie auch bei all den anderen „Versuchen“ vor ihm gab es den einen oder anderen Trennungsgrund. Ich war mit meinem Latein am Ende und fragte mich ernsthaft: „Sollte ich meine Erwartungen vielleicht ein klein wenig hinunterschrauben und einfach mit dem Nächsten unendlich viele Kompromisse eingehen (wobei die Betonung auf ich lag) oder war die Lösung noch einfacher, keinen Mann mehr als potentiellen Vater für meine Kinder in Betracht zu ziehen?“Ich war schon lange auf der Suche nach dem ultimativen Glück.
Wie sagte meine Oma so schön: „Kleines, gut Ding will Weile haben.“
„Wie viel Weile denn noch?“ fragte ich mich schon lange.
Meine so genannten Versuche den Partner fürs Leben zu finden, waren schon eine
Herausforderung schlechthin. Meine geliebte Oma hatte noch mehr ihrer unverzichtbaren Weisheiten auf Lager. Eine gefiel mir immer besonders gut „Aus einer schönen Schüssel isst man nie alleine“.
Meine schöne „Schüssel“ hieß Matthias, der war Adonis höchst persönlich, aber noch mehr war dieses Exemplar dem Alkohol zugetan und dem betörenden Gesäusel liebreizender Damen in heißen Disconächten.
Nach Adonis war mir vorerst die Lust auf Schönes vergangen. Ich will nicht behaupten, dass
danach der Glöckner von Notré Dame kam, aber viel fehlte nicht. Wie die Ironie so spielt, scheiterte aber auch diese Beziehung -man glaubt es kaum- an seiner Untreue.
Und so zogen sich meine missglückten Eroberungen wie ein roter Faden durch mein junges Leben. Keine Frage, auch solche Begegnungen sind sehr lehrreich. Im besten Fall weiß man danach genau, was man nicht mehr will.
Wo waren wir eigentlich vor meinen Gedankensprüngen? Ach ja, bei Mike. Er machte mir spontan den Vorschlag, zu einem Geburtstag zufahren. Ich sagte zu und so zogen wir am 3.August 1999 los.
Wir fuhren nach Potsdam. Als wir dort ankamen, war ich ein wenig verblüfft. Es war schon irgendwie witzig. In unmittelbarer Nähe befand sich das Internat, das ich einige Jahre zuvor besucht hatte, um meine Lehre zu machen. Tür an Tür, so zu sagen. Da standen wir nun im Garten eines schönen Wohnhauses. Einige Meter daneben befand sich die familieneigene Pension mit Gaststätte. Wie praktisch, dachte ich, da lässt es sich bestimmt gut feiern. Da wir nicht gerade zeitig ankamen, war die Stimmung unter den Gästen schon ganz nach der Devise: „Je später die Feste, um so toller die Gäste.“ Wir gingen also in einen so genannten Partyraum. Dort gefiel es mir recht gut. Es war weder zu hell noch zu voll. Ich setzte mich auf eine schwarze Ledercouch. Kurz darauf verschwand Mike mit den Worten er wolle nur mal kurz weg. Da saß ich nun auf einer Geburtstagsfeier, bei der ich noch nicht einmal das Geburtstagskind kannte (geschweige denn den Namen oder das Geschlecht, das ich schlicht und einfach vergessen hatte) in der Hoffnung, das Mike baldmöglichst zurück kam oder mir unbekannterweise das Geburtstagskind über den Weg lief, dem ich die Hände schüttelnd, ein Geburtstagsplausch aufdrücken konnte, um anschließend einiges an Essen und Trinken zu verdrücken und dann wieder zugehen.
Um meine Oma mal wieder einzubringen: wie heißt es doch so schön? „Es kommt immer alles anders als man denkt.“ Als ich meinen Gedanken so nachging, setzte sich plötzlich jemand neben mich, und als ich aufschaute, dachte ich mich trifft der Schlag.
Er war genau der Typ Mann, bei dem mir meine sonst so schlagfertig Art, buchstäblich im Halse stecken blieb. Volles, dunkelblondes kurzes Haar, graublaue, Augen und einen Wahnsinns Schmollmund.
Er war mir gleich so vertraut. Ich fand ihn unverschämt charmant und fühlte mich in seiner Nähe wohl. Wir unterhielten uns über alles Mögliche.
Er war gerade dabei mir zu erzählen das seine Freundin schon gegangen war, als Mike kam, freudestrahlend Sandro- so hieß er- umarmte und ihm zum Geburtstag gratulierte.
Tolles Fettnäpfchen. Vor lauter Balzen hatte ich die Geburtstagsfeier ganz vergessen und als ob das nicht schon peinlich genug war, schmeichelte mir Mike, wo er nur konnte und knutschte mich wild ab. Alles vor den Augen von Sandro, meinem absoluten Traummann.
Kurz darauf verabschiedete sich Sandro von uns mit den Worten, dass er sich um seine anderen Gäste kümmern müsse. Als er ging sah ich ihm minutenlang hinterher, in der Hoffnung, ich würde ihn jemals wieder sehen. Wenige Minuten später verließen auch wir das Fest. In diesem Moment wusste ich, dass es nicht leicht sein würde ihm näher zukommen. Schließlich waren wir beide gebunden und Sandro war ein Freund von Mike. Nicht gerade die idealste Voraussetzung um ihn als Mann fürs Leben zu gewinnen.
Es sollte wohl noch nicht sein, dachte ich mir.
In den Tagen darauf ging es mit Mike in Freundschaft auseinander. Trennungen hatten für mich immer so einen bitteren Beigeschmack. Das Schlimmste aber war die Tatsache, dass ich mich unsterblich in Sandro verliebt hatte und ihn unbedingt wieder sehen wollte.
Das hieß für mich im Klartext abwarten und auf ein Wunder hoffen.
Frühjahr 2001, mittlerweile waren schon anderthalb Jahre vergangen.
Mit Mike hatte ich seit der Trennung guten Kontakt. Wir telefonierten manchmal, und ab und an gingen wir auch zusammen aus. Ich vertraute ihm.
Immer dann wenn er von den Abenteuern seiner Freunde berichtete, machte mein Herz einen Sprung, denn dann kam Sandro ins Spiel. Ich genoss es sehr, von ihm zuhören. Mir wurde klar, dass ich etwas unternehmen musste. So konnte es nicht weitergehen.
Eines Abends saß ich mit Mike bei einem Glas Wein zusammen. Ich kam auf Sandro zu sprechen und ich erzählte ihm, das mir Sandro damals sympathisch gewesen war. Mike war sehr überrascht, und laut ihm war Sandro nach wie vor in einer Beziehung. Er versprach mir, ihn zu grüßen.
An diesem Abend sah ich meine Hoffnungen schwinden. Ich musste mich wohl oder übel damit anfreunden, seit fast zwei Jahren unglücklich verliebt zu sein.
In den darauf folgenden Treffen gab mir Mike noch klarer zu verstehen, dass Sandro keinerlei Interesse an meiner Person hatte. Er konnte sich wohl weder an mich erinnern, noch wollte er meine Grüße erwidern.
Das passte nicht in meinen Kopf. Er war doch damals so nett zu mir gewesen. Notgedrungen gab ich mich mit Mikes Auskunft zufrieden.
Aber irgendwie hatte ich ein mulmiges Gefühl. Immer wenn ich mit Mike darüber redete, sagte er mir, ich sollte mir das endlich aus dem Kopf schlagen. Es wäre nur zu meinem Besten.
Das waren dann seine Standartsätze, wenn das Thema aufkam. Sollte er mich etwa belügen?
Natürlich lernte ich auch genügend andere Männer kennen. Allerdings konnte niemand Sandro auch nur ansatzweise das Wasser reichen. Ich hatte solche Sehnsucht nach ihm.
Es war auch ganz und gar nicht meine Art, so schnell die Flinte ins Korn zu werfen. Ich war gewohnt, mir grundsätzlich alles im Leben hart erkämpfen zu müssen; was sich im nach hinein nicht unbedingt als verkehrt herausstellte. Warum sollte es diesmal anders sein?
Es ging hier schließlich um das große Glück, zu meinem Topf den passenden Deckel zu finden. Da dieser Deckel auch noch die Krem de la Krem für mich war, war es doch Glas klar, das ich so ein Glück auch hier nicht einfach hinterher geschmissen bekam.
Mein Plan war einfach. Er sollte mich persönlich kennen lernen.
Ich hatte ja nichts zu verlieren.
Von Mike wusste ich, dass ein paar seiner Freunde -unter anderem auch Sandro- jedes Jahr zu Pfingsten ans Meer fuhren. Wohin genau wusste ich nicht. Ich musste also mit Mike sprechen.
Auch wurde es höchste Eisenbahn etwas zu unternehmen. Mittlerweile waren seit dem Abend mit Sandro schon dreieinhalb Jahre vergangen.
Als ich Mike offenbarte was ich vorhatte, viel er aus allen Wolken. Es lagen sage und schreibe zwei Stunden wildester Argumentation vor mir. Er wollte mich von meinem Vorhaben abbringen. Er versuchte es auf biegen und brechen. Ich solle doch an das viele Ungeziefer beim Zelten denken, welches mir in der Nacht über Gesicht laufen würde, und erst das Niveau der Männer. Schließlich würde jeder von ihnen tief ins Glas schauen wollen, es war ja schließlich Pfingsten.
Was hatte Mike für eine Vorstellung? Selbst wenn die fetteste Spinne über mein Gesicht laufen würde, für Sandro am nächsten Morgen neben mir liegend würde ich es in Kauf nehmen und alles wäre vergessen. Solche fadenscheinigen Gründe. Ihm musste doch langsam klar werden, wie wichtig es mir war.
Ich machte Mike klar, dass ich mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit mitkommen würde. Er hatte die Wahl. Entweder nahm er mich mit oder er gab mir die Telefonnummer seiner Freunde. Bestimmt hatte einer von ihnen noch einen Platz für mich frei. So oder so, ich wollte mit.
Nach einigen Überlegungen seinerseits bot er mir an, mit ihm zu fahren.
Es war soweit, Pfingsten 2003.
Mike stand schon seit einer halben Stunde vor meiner Tür, als ich nach Hause kam. Ich wurde durch eine Besprechung im Büro aufgehalten.
Mit toller Urlaubslaune und bestem Wetter trafen wir also auf Sandro und die Anderen.
Da stand er nun, dreieinhalb Jahre später. Es war unglaublich. Er sah noch besser aus als ich ihn in Erinnerung hatte. Ich war so aufgeregt, mein Herz schlug mir bis zum Hals und meine Hände waren schweißgebadet. Es war wie damals.
Wir begrüßten uns alle kurz und schon ging die Fahrt ins Ungewisse los. Ich schwor mir alles dafür zutun, nicht noch einmal soviel Zeit vergehen zulassen.
Diesmal musste es der richtige Zeitpunkt sein.
Als wir dort ankamen war es schon so dunkel, dass man die Hand vor Augen kaum sehen konnte. Einige von ihnen waren schon vorgefahren um die Zelte aufzubauen.
Es waren jeweils Ein-, Zwei- und Viermannzelte da. Die Meisten waren auch schon belegt. Also ging abends noch das Pokern um die Verteilung der restlichen Schlafplätze los. Natürlich hoffte ich insgeheim um den besten Platz. Der war für mich neben Sandro. Wie sich aber leider auch heraus stellte, war ich damit nicht allein.
Nicki, so hieß die Gute hatte wohl auch schon seit einiger Zeit ein Auge auf ihn geworfen. Warum sollte es auch so einfach für mich sein? Das passt doch nicht. Jetzt hatte ich es schon so weit geschafft. Ich war in seiner Nähe, jedenfalls näher als in den vergangenen Jahren. Schon deshalb war mir klar, das ein einfaches „Hallo hier bin ich, willst du mit mir gehen?“ nicht ausreichen konnte. Eine Konkurrentin war da noch das kleinste Übel. Bei einer Sahneschnitte wie ihm musste es ja so kommen.
Mich wunderte die Aufteilung der Zelte kaum. Sandro, Mike, Nicki und ich in einem Zelt.
Ich konnte in dieser Nacht kaum schlafen. Er lag neben mir und ich hörte ihn leise atmen.
Am nächsten Morgen frühstückten wir alle zusammen. So gegen 10 waren fast alle unten am Strand. Einige sonnten sich, andere spielten Volleyball.
Ich war gerade dabei etwas zu trinken, als sich Peter, einer der Jungs zu mir setzte und mir vorschlug mit dem Boot raus zu fahren. Ich sagte zu.
Peter war mir sympathisch. Wir waren schon ziemlich lange auf See, als ich merkte, dass ich ziemlich starke Kopfschmerzen bekam. Ich bat ihn, mich zurück an Land zubringen.
Am Strand angekommen brachte mich Peter zu den Zelten. Sandro kam zu uns und fragte mich wie es mir ginge. Viel konnte ich nicht mehr sagen. Ich hatte einen so heftigen Sonnenstich, dass mir extrem übel war. So sollte er mich nicht gerade sehen. In unserem Zelt konnte ich nicht bleiben, da dort einige am Kartenspielen waren. Also wurde ich kurzer Hand umquartiert. Das Zelt von Danny, den ich bis dahin noch gar nicht kannte, sollte nun für einige Stunden mein Lazarett sein. Nach einigen Litern Wasser und zwei Aspirin schlief ich fest ein.
Irgendwann am Abend wachte ich auf. Es ging mir schon wesentlich besser, als ich das Zelt verließ. Mike kam mit einem Schmunzeln auf den Lippen zu mir. Er fragte mich nach meinem Befinden und nach Danny. Woher zum Teufel sollte ich das wissen? Ich konnte ihm nicht ganz folgen. Mike sah mich grinsend an, und klärte mich auf. Als Sandro gegen Nachmittag nach mir sehen wollte, lag ich in Dannys Armen im Zelt.
Als er mir das erzählte, musste ich mich setzen und tief durchatmen.
Ich konnte es einfach nicht glauben. Ich hatte so fest geschlafen, dass selbst King Kong mich nicht hätte aufwecken können.
Am Abend bekam ich mit, das einige in die Stadt wollten. Ich hatte nach dem Tag keine Lust mehr auf Überraschung jeglicher Art und so entschied ich mich zu bleiben.
Der Himmel war voller Sterne und der Mond schien aufs Wasser. Es war einfach traumhaft. Ich hatte mich an den Strand verdrückt um einfach mal abzuschalten, als plötzlich jemand in der Dunkelheit auftauchte. Es war Sandro.
Er setzte sich neben mich und wir schwiegen uns an.
Nach einer ganzen Weile fingen wir an zu reden, und schon spürte ich sie wieder, diese absolute Vertrautheit.
Ich nahm all meinem Mut zusammen, und gestand ihm meine Liebe.
Er sah mich erleichtert an, und drückte mich ganz fest an sich.
Sandro war es die ganzen Jahre genauso ergangen. Er hatte sich damals in mich verliebt, und sich Mike anvertraut. Er ließ mich grüßen und hoffte auf ein Zeichen.
Genau wie meine Hoffnung schwand damals auch seine, bis Pfingsten 2003.
Er ließ Mike keine andere Wahl, außer mich mit zu nehmen.
Die Sache mit Danny klärte sich schnell auf.
Wir zogen schon zwei Wochen später zusammen. Nach einigen Schwierigkeiten im Freundeskreis, welche nur unwesentlich mit unserem gemeinsamen Freund Mike (wie sollte es anders sein) zu tun hatten, sind wir nach wie vor sehr glücklich.
Wir haben uns mit viel Mühe ein altes Haus saniert, in dem wir mit unserem süßen Sohn Vicénzo und unserem Hasen Luzi leben. …
Heimat
Das schönste Ziel die Heimat; so verzaubernd und so emotionsbelegt, dass sich kaum jemand ihrem Bann zu entziehen vermag.
Wer die Ferne nicht gesehen hat, der sehnt sich nach der Fremde. Doch wer die Welt gesehen hat, den lässt der wehmütige Gedanke an den vertrauten Anblick der heimatlichen Landschaft und den unvergesslichen Duft der heimatlichen Geborgenheit nicht mehr los, reißt einen unerbittlich selbst aus dem schönsten Paradies hinfort, um zu seinen Wurzeln zurückzukehren.
Die Neugierde des Menschen lässt ihn unaufhörlich die Gipfel der höchsten Berge erklimmen und die tiefsten Täler durchwandern um den Horizont immer wieder aufs Neue zu erobern, bis er sich schließlich den innersten Sehnsüchten seines Herzens ergibt um die Heimreise anzutreten.
Den Sinn gefüllt mit Erfahrungen, Eindrücken und im Gepäck die Andenken an aller Herren Länder, kommt die schlichte und doch so menschliche Erkenntnis:
Im Ausland ein Fremder, auf Neuland ein Pionier, in der Heimat zuhause.
Labyrinth voller Magie
Ganz ohne Frage ist Venedig eine der seltsamsten und wunderlichsten Städte, aber auch eine der reizvollsten. Auf Inseln gebaut, von Kanälen durchzogen. Ehrfurcht einflössende Paläste sind am Canale Grande aufgereiht wie Perlen auf der Kette. Gold und Glas bringen den Markusdom zum Leuchten. Am Fischmarkt erlebe ich ein Stück Alltag, ein paar Schritte weiter, an der Rialtobrücke , verstellen Touristen und Kitsch den Weg. Ich lasse mich weitertreiben und verliere mich im Labyrinth der Gassen und Kanäle. Und entdecke, dass es zuweilen so leer wird, dass man glaubt sich in eine ander Zeit verlaufen zu haben.
Venedig wirkt wie eine riseige Kulisse, eine Bühne , eine Inszenierung.
An der Piazza San Marco lasse ich schliesslich eine prickelnde venezianische Nacht ausklingen. Bei einem Glas Wein lausche ich dem Orchester im altehrwürdigen Caffe Florian. Bis die Marangona- die Mitternachtsglocke läutet, das ist das Zeichen nach Hause zu gehen.
Die Magie des Ortes nehme ich mit.
MEINSCHÖNSTES ZUGERLEBNIS
Es war unsere erste gemeinsame Partie. Ausgemachter Treffpunkt war am schwarzen Brett.
Sie war am Zug. Die Zeit unseres gemeinsamen Beisammenseins begann.
Gut sah sie aus: lustig, zufrieden und glücklich, aber auch ein wenig kämpferisch.
Sie gefiel mir sofort, ihr Blick und ihre, tief in Gedanken versunkenen, braunen Augen.
Mein Blick schweifte aus dem Fenster. Ich dachte an Läufer und Bauern, die auf
ihren Feldern standen. Sie liebte Türme, aber auch Pferde. Von Ersteren hatte man einen guten Überblick über die örtliche Situation. Rundherum großer Bahnhof. Der 1. Zug kam langsam in Bewegung. Geschickt ließ sie sich erobern, meine Angriffslust schien sie zu begeistern. Zwischendurch eine Kontrolle! Alles in Ordnung! Sie duldete meine gefährliche Nähe, um dann abrupt das Gegenteil anzustreben. Ein nächster Versuch stand auf den Plan. Wir jagten von Station zu Station, ich achtete auf keine Signale, die Weichen waren gestellt, unsere Bewegungen erfolgten in vorgezogenen Gleisen. In ihrem Gesicht spiegelte sich meine Lage wider.
Sie sprach von ihrer Figur, der Dame, die den König schützte.
Am Abend der letzte Zug, meine Kräfte schwanden, ich gab mich geschlagen. Die Reise war zu Ende.
So erlebte ich meine erste Schachpartie in der S-Bahn bei einer Fahrt mit einer Tageskarte kreuz und quer durch Berlin.
LANZAROTE
Es ist Januar 2002. Das Wetter ist kalt, feucht und grau. In der warmen Stube in meinem Sessel sitzend, döse ich so vor mich hin und beginne zu träumen.
Mit meinen 96 Jahren ist es mein größter Wunsch noch einmal zu fliegen. Also suche ich meine sieben (oder acht) Sachen zusammen, steige in den Flieger und ab geht die Reise. Erst dichter Nebel und Wolken, dann plötzlich die Sonne, blauer Himmel und unter uns ein strahlend weißes Wolkenfederbett. Wo geht die Reise hin? Sicher in ein warmes Land mit Palmen, bunten Blumen und etwas Meer. Somit komme ich auf Lanzarote an. Das Thermometer zeigt 23 Grad Celsius. Wieso habe ich eigentlich noch Handschuhe an und einen Schal um? Quatsch, weg damit und den Strohhut als Sonnenschutz hervorgeholt. Mit dem Bus geht es nach Playa Blanca.
Am Papageienstrand macht es Spaß mit bloßen Füßen durch das Wasser zu laufen.
Zum Abendessen ein reichhaltig gedeckter Tisch mit großer Auswahl: Fleisch, Fisch und viel frischem Obst und Gemüse.
Am nächsten Tag eine Inselrundfahrt. Es geht in die Feuerberge, einen Inselabschnitt mit einer erloschenen Vulkanlandschaft, aber es ist noch heiß unter der Erde. Das beweist ein in Brand gesetztes Strohbündel. Dann eine Pause mit einem Kamelausritt durch Sanddünen.
Weiter geht die Reise, vorbei an Windmühlen, durch Weinberge, eine Probe hier zeigt, daß er sehr gut schmeckt, zum nördlichen Kap der Insel. Hier besichtige ich das Innere einer Grotte, wo es angenehm kühl ist. Zurück geht es durch Kakteenfelder, die der Läusezucht (mir juckt es gleich auf dem Kopf!) dienen sollen.
Die Landschaft ist trostlos, eigenartig aber beeindruckend schön. Dann der Sonnenuntergang. Sind eigentlich die Lebkuchen und der Weihnachtsstollen schon alle?
Sie geht rotglühend hinter den Felsen unter.
„Möchtest Du einen Glühwein?“ fragt mich eine Stimme. Ich bin wieder wach und zurück von meiner Reise.
War ich nun dort? Aber ja, denn ich bin braungebrannt und genieße meinen Glühwein.
Mein Jahr in Marokko
Von 2002 - 2003 habe ich ein Jahr in Marokko verbracht. Mein Mann kam daher und so wollte ich die Kultur und die Sprache kennen lernen. Mein Schwiegervater hat mich mit den Worten:,, Du bist jetzt wie meine Tochter und dir wird es hier an nichts fehlen!" Dies waren nicht nur leere Worte, das zog sich durch das ganze Jahr fort. Ich bekam das schönste und größte Stück Fleisch. Nutella, Schmierkäse und Yougurts waren für mich auch immer da, obwohl das teuer ist in Marokko, weil man sich dort doch anders ernährt. Wurde ich mal krank, so wurde ich von allen Seiten umsorgt. Das Wetter war natürlich auch ein anderes, als in Deutschland….jeden Tag Sonne…du stehst auf und es scheint jeden Tag die Sonne…das ist einfach herrlich!!! Und so das Wetter, so auch die Laune der Menschen, es wird viel gelacht und rumgealbert. Und Kinder können jeden Tag vor dem Haus spielen, ohne Angst zu haben, denn Marokko ist ein sehr kinderliebes Land. Im Dezember habe ich noch meine Wäsche oben auf der 90 qm großen Dachterasse augehangen, wo ich einen tollen Sonnenuntergang erleben durfte, da der Himmel so klar und Wolkenlos war, bildeten sich die schönsten Farben am Himmel. Dabei seine Wäsche aufzuhängen war ein Vergnügen. Auch Erbsen únd Bohnen gibt es in Marokko nicht in Gefriertüten. Nein, die muss man schon selber puhlen. So saß ich auf dem Dach mit meiner Schwägerin und Schwiegermutter, puhlten Erbsen und Bohnen, bei strahlendem Sonnenschein. Das hat wirklich Spass gemacht. Auch Kindergeburtstage, so wie der meiner Tochter wurden mit 50 Kindern gefeiert. Das ist für mich einer der beeindruckensten Länder, die ich je gesehen habe. Ein Land was mir sehr viel bedeutet. Jedes Jahr bekomme ich fast Heimweh dorthin!
Die Wärme und Herzlichkeit der Menschen…die Sonne…
….die mir hierzulande oft fehlen!
Wollte auch eigentlich Fotos hinzufügen…aber mein Scanner will nicht so, wie ich will. Vielleicht kriege ich es ja noch hin und füge noch Bilder hinzu!
Ich hoffe Euch hat mein Beitrag gefallen!
nicht weit weg
also mein lieblingsplatz oder besser gesagt einer meiner lieblingsplätze ist der HEILIGE PFUHL 2 in wandlitz bei berlin,ich liebe es einfach dort zu sitzenaufs wasser zu schauen ,wo sich herrliche seerosenfelder im takt der wellen wiegen,das ganze schön von schilf und einem birkenwäldchen umgeben,einfach herrlich.mein hobby die angelei gerät dann oft zur nebensache.ich empfehle jedem sich die pfühle mal anzuschauen,derer drei,die laut sage durch einen steinwurf enstanden sei solle.und nicht vergessen den REGENBOGENSEE EIN EBENSO SCHÖNES GEWÄSSER NICHT WEIT VOM PFUHL UND HERRLICH ZU UMRUNDEN ALSO AB NACH WANDLITZ UND REIN IN EINE HERRLICHE UND LEIDER VIEL ZU SELTENE NATURLANDSCHAFT
Piazza Navona *schmacht*
Rom, ist meine absolute Lieblingsstadt. Direkt bei Ankunft habe ich mich in diese wunderschöne Stadt verliebt. Die Geräusche der Straßen, der vielen verschiedenen Sprachen, die Bäume und Planzen und vor allem die überwältigenden Bauwerke, die vor Geschichte und Kultur bersten.
Meine Lieblingsplätze dort sind, aber der Piazza Navona und der Kapitolsplatz. Am Piazza Navona könnte ich von morgens bis abends zwischen den Künstlern herschlendern und das Treiben beobachten. Die Atmosphäre dort ist wunderschön entspannt und einfach friedlich, obwohl ständig irgendetwas passiert.
An den Kapitolsplatz denke ich mehrmals in der Woche, es ist einfach schön, an einer der Castor oder Pollux Statuen zu sitzen und die vorbeikommenden Leute zu beobachten. Am Sockel der Statue saß ich fast eine Stunde, nur um die Leute auf dem Platz zu beobachten und es macht wirklich Spaß. Man kann die Touristen den Hügel herauflaufen sehen oder hinter sich den Platz bestaunen. Die Atmosphäre ist einfach wunderschön dort.
Ich werde auf jeden Fall zu dem Platz zurückkehren. Die Erinnerungen sind so schön und stark, dass ich sie so schnell nicht vergessen werde.
Gewinnspiel Tarzan
Wien - eine Stadt, die mich magisch anzieht.
Ich war nun schon mehrere Male dort und bin jedes mal aufs Neue begeistert von den wunderschönen Bauwerken, den Kirchen und Schlössern, dem kulturellen Angebot, den kulinarischen Genüssen und dem Flair, dass diese Stadt einfach ausstrahlt.
Grund für meinen ersten Wien-Besuch vor vielen Jahren war der Wunsch, einmal auf Sissi’s Spuren zu wandeln, die Orte zu besichtigen, wo sie gelebt hat und natürlich auch die Kapuzinergruft, wo sie begraben liegt. Tja, und dabei hab ich mich in die Stadt verliebt und wusste, dass ich noch viele Male wiederkommen würde.
Es gibt bei jedem meiner Wien-Besuche einige Dinge, die nicht fehlen dürfen. Dazu gehört ein Besuch von Schloss Schönbrunn, ein Bummel durch die Fussgängerzone zwischen Oper und Stephansdom, eine Fahrt mit der Ring-Bahn und natürlich ein Stück Sachertorte mit Schlagobers. Es gibt aber auch noch so viele Dinge, die ich mir gerne noch anschauen möchte, daher ist der nächste Besuch sozusagen schon in Planung.
Ein weiterer Anziehungspunkt in Wien sind für mich die tollen Musicals, die dort gespielt werden. Die sind immer eine Reise wert !!!
Also, wer noch nie in Wien war, hat echt was verpasst !!!
LG,
Ines
Toskana - ein Traum!
Mein Lieblingsort ist eine ganze Region…die Toskana. Wer einmal in Florenz war, wird jetzt sofort mit dem Kopf nicken. Ich brauche nur daran zu denken, wie ich auf der Piazzale Michelangelo sitze - während die Sonne untergeht - und auf den Arno, die goldene Brücke und den Dom schauen kann…einfach ein Traum und eingebrannt in meinem Kopf für ein lebenlang. Die Toskana ist eine tolle Verbindung landschaftlicher Highlights: die Weinberge, die Zypressenbäumchen (die wie gemalt in der Landschaft stehen), die karge Crete (die wie eine Mondlandschaft aussieht). Ausserdem gibt es dort Kultur der Extraklasse: wer z.b. einmal die Uffizien in Florenz gesehehn hat, steht auch beim nächsten Florenz-Besuch wieder stundenlang in der Schlange.


