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Archiv für die Kategorie ‘Sylt’

Sylt – Damals und Heute

Heute machen wir eine Zeitreise. Im Altfriesisches Haus in Keitum lässt sich erfahren, wie die Friesen damals gelebt und Sturm und Wellen getrotzt haben.

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Sylt – Wattwanderung

Wir erkunden heute die Natur, stapfen durch Schlick und über Schnecken - kurz: Wir machen eine Wattwanderung. Außerdem lernen wir, warum es auf Sylt rund 200 Sonnenstunden mehr pro Jahr gibt als auf dem Festland.

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Sylt – Küche und Promis

Wir sind für Sie auf Sylt unterwegs, wo es heute kulinarisch wird. Wir schauen dazu einigen Inselbewohnern in die Kochtöpfe. Außerdem wollen wir mal gucken, ob uns auf der Promi-Insel auch tatsächlich ein paar Prominente über den Weg laufen.

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Sylt – Hallig Gröde

Wir besuchen die kleinste Gemeinde Deutschlands, die Hallig Gröde und sprechen mit einigen der gerade mal 18 Einwohner. Eine Hallig ist eine Art Mini-Insel, die draußen im Wattenmeer liegt und regelmäßig überflutet wird. Deshalb liegen die Häuser auf kleinen Hügeln, den sogenannten Warften.

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Sylt - Watt ein Meer

Norddeutsches Flachland, wohin das Auge schaut. Die Wolken hängen schlapp am Horizont, links und rechts neben der Straße durchs Niemandsland nur Wiese mit Kühen darauf, die träge kauend ins Nichts glotzen.

In Niebüll schiebt sich eine PKW-Karawane auf den Zug, der die Touristen über den elf Kilometer langen Hindenburgdamm übers Wattenmeer auf die Insel bringt, die seit der großen Sturmflut von 1362 vom Festland abgetrennt ist.

Friesisch herb peitscht der Wind ins Gesicht und färbt die Wangen krebsrot. Das gekämmte Haar wird zur wilden Mähne und die Jacke bläht sich auf wie ein Heliumballon. Unweigerlich nimmt man einen großen, tiefen Atemzug von dieser herrlich salzigen Seeluft. Sie schmeckt rein und gesund und riecht nach Kindheit, nach sorglosen Sonnentagen am Strand, nach heiler Welt.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt? Für alle, die reif sind für die Insel, bietet Sylt hervorragende Möglichkeiten, die Akkus bei einem Wochenendtrip wieder aufzuladen. Nur 50 Minuten dauert es per Flugzeug von Hannover nach Westerland. Mit dem Auto braucht man mit rund Viereinhalbstunden etwas länger, aber hat man erstmal Hamburg passiert, setzt die Erholung schon am Lenkrad ein: die unendliche Weite verleiht einem das Gefühl, Hauptdarsteller eines amerikanischen Roadmovies zu sein. 
Auf Sylt herrscht Reizklima. Es reizt, immer wieder zu kommen. Sonne, Strand, Meer und die einzigartige Natur wirken sich extrem positiv aufs Gemüt aus. Das gute Klima hat der Insel eine große Fangemeinde beschert: Reiche & Schöne, Senioren & Studenten, Familien & Funsportler, Naturfans & Nudisten. Der Strand bei Kampen gilt übrigens als Geburtsstätte der Freikörperkultur. Noch heute gibt es an fast allen öffentlichen Strandabschnitten extra abgetrennte Reviere für Nackte.
Das Strandleben ist, ganz gleich ob mit oder ohne Badehose, ein Genuss und die rund 99 quadratmetergroße Insel hat viel Sandstrand zu bieten: An der Westseite erstreckt sich ein 38 km langer Abschnitt mit mehr als 13.000 Strandkörben und der rauen Brandung der Nordsee. Im Osten der Insel liegt das stille nordfriesische Wattenmeer, das den Launen des Mondes mit seinen Gezeiten ausgesetzt ist. Ebbe und Flut wechseln im immergleichen Rhythmus. Große Teile des Wattenmeeres sind zum Nationalpark erklärt worden. Auf der Ostseite findet man unberührte Natur, grüne Deiche und urwüchsige Dünen, blühende Heide und majestätische Kliffs. Ein Highlight ist das bekannte Rote Kliff bei Kampen: eine 30 Meter hohe Steilküste, die bei Sonnenuntergang einmal mehr an Schönheit gewinnt. Im Listland, ganz im Norden, befinden sich die einzigen Wanderdünen Deutschlands. Angetrieben vom Westwind wandern die Sandberge rund 4 Meter im Jahr gen Osten. Das Gelände selbst steht unter Naturschutz, wie mehr als ein Drittel der Insel.

Sylt ist rau, wildromantisch und nicht immer eitel Sonnenschein. Lange Spaziergänge am Meer bei Gegenwind der Stärke 8 im Nieselregen mögen einige für unzumutbaren Urlaub halten, wir Syltfans wissen: es fühlt sich göttlich an. Eine gute Route ist die zwischen Kampen und Keitum, immer am Meer entlang. Eins sein mit der Natur. Keitum ist mit seinem verwinkelten Ortskern, seinen eleganten Boutiquen, gemütlichen Teestuben und den traditionellen Reetdachhäusern aus dem 18. Jahrhundert, eines der schönsten Dörfer Nordfrieslands.
Seeluft macht hungrig, die Restaurantdichte auf Sylt ist entsprechend hoch. In Westerland kommt an jeder Ecke frischer Fisch auf den Tisch, die Preise sind dem Touristenrummel angepasst. Das Restaurant „Sansibar“, Promitreff südlich von Rantum, bietet erlesene Küche mit Blick aufs Meer zu Promipreisen. Den besten Kuchen der Welt gibt es in der „Kupferkanne“ in Kampen. Mein Tipp: Krabben pulen am Lister Hafen, dort steht die nördlichste Fischbude Deutschlands. Am Hafenbecken weht eine besonders steife Brise, die einem fast das Meeresgetier vom Brötchen fegt. Das schrille Kreischen der nach Krümeln gierenden Möwen mischt sich mit Volksmusik aus einem der Bootshäuser. Schunkelnde Touristen, die eine „Tote Tante“ (Schokolade mit Rum) über den Durst getrunken haben, schwanken lauthals über den Asphalt, aber das alles kann auf Sylt einen echten Seemann nicht erschüttern.

Alles neu am Hafen in List

Wer lange nicht auf Sylt war und einen Abstecher zum Lister Hafen macht, sollte nicht erschrecken: Hier hat sich so einiges getan!

Fast jedes Jahr besuche ich die schönste Nordseeinsel und konnte in den letzten 2 Jahren die Metamorphose des Umbaus beobachten.
Wo früher Fressbuden und seit 30 Jahren das allseits beliebte SB-Fischrestaurant Gosch die Hafenlandschaft gestalteten, findet man heute ein kleines Einkaufsimperium.
Am Essen bei Gosch hat sich zwar nichts geändert, von Fisch in allen Variationen über Muscheln bis hin zu Scampi oder Calamares gibt hier alles, was das Herz begehrt, aber die nördlichste Fischbude hat sich zu einem regelrechten Restaurantpalast ausgeweitet.


Die alte Bootshalle, aus der stets laute Volksmusik schallt, wo die Bar ein umfunktioniertes altes Holzboot ist, bietet noch immer Gemütlichkeit und eine „Tote Tante“ (heiße Schokolade mit Rum) reicht, um so richtig mit zu schunkeln. Nebenan das dazugehörige Bistro mit neuer Aussichtsplattform.
Die kleinen Buden sind verschwunden, stattdessen reihen sich bunte Holzhäuschen mit Boutiquen, Souvenirshops und Restaurants aneinander. Nebenan die große neue Markthalle mit schicken Läden, die nichts zu wünschen übrig lassen.
Wer Sylt zum ersten Mal besucht, mag beeindruckt sein von der schicken Hafenatmosphäre. Wer schon öfter hier war, könnte enttäuscht sein, wenn er den neugestalteten modernen, leicht sterilen Lister Hafenbereich sieht.

Deutschlands schönste Insel

Richtig Sylt-süchtig kann man uns bezeichnen, und die Ansteckungsgefahr ist groß. Wer einmal da war, kommt vermutlich immer wieder. Und wenn nicht,…

Richtig Sylt-süchtig kann man uns bezeichnen, und die Ansteckungsgefahr ist groß. Wer einmal da war, kommt vermutlich immer wieder. Und wenn nicht, dann stimmt mit demjenigen etwas nicht.
Sylt ist zu jeder Jahreszeit schön, aber am meisten hat wohl der Herbst auf der Insel zu bieten. Mit Gummistiefeln und dicken Winterjacken gewappnet machen wir uns auf zum Ellenbogen und stemmen uns mit aller Kraft gegen die „steife Brise“, die uns dort entgegenweht. Mit ein wenig Glück sieht man immer mal den Kopf eines Seehunds aus dem schwarzblauen Wasser auftauchen.


Die Taschen schwer mit Muscheln und schönen Steinen gefüllt und mit Salz in den Haaren freuen wir uns auf ein Fischbrötchen bei Gosch im Lister Hafen. Das schmeckt natürlich umso besser, wenn man es sich verdient hat.
Sylt bedeutet für uns Lifestyle pur. Man schlemmt sich durch schicke Fischbuden und gemütliche Restaurants, trinkt in urigen Teestuben ein Kännchen Friesenmischung und lässt sich am 40 km langen Sandstrand den Großstadtmief aus den Klamotten pusten.
Eines der besten Restaurants – und diese Meinung teile ich mit vielen Sylt-Urlaubern (Tisch reservieren notwendig!) – ist Hardy’s. Das runde Häuschen mit dem Reetdach ist innen mit dunklem Holz vertäfelt und man sitzt auf gepolsterten alten Stühlen und Sofas. Die Barberie Entenbrust mit Kartoffelgratin schmeckt immer wieder und vorweg kann man sich schon an den dampfend-warmen Vollkornbrötchen mit Griebenschmalz satt essen.
Und wenn man mit einem Grog in der Hand von der Holztreppe am Kliff von Wenningstedt die Sonne rot-gold im Meer versinken sieht, wird einem nicht nur vom Alkohol warm ums Herz.
Zwar ist Sylt verpönt als Insel der Reichen und Snobs, aber das ist nur ein sehr kleiner Teil von dem, was die größte deutsche Nordseeinsel ausmacht. Wer sich von diesem Image blenden lässt, ist selbst schuld. Denn hier gibt es weitaus mehr als nur teure Designerläden und dicke Autos. Die Luft ist besser als in jedem Kurort und aufregender ist es hier allemal.

Und wenn diese Bilder (letzte Woche frisch geschossen!) mal nicht mehr sagen als tausend Worte…!

Shoppen auf Sylt

Das Budget für Shopping in Kampen fehlt mir noch, aber Gucken kostet ja zum Glück nichts…

An den Schaufenstern von Bulgari, Chopard, Louis Vuitton und Escada drücke ich mir die Nase platt. Bei Cartier suche ich mir, sehr zum Schlucken meines Partners, schon mal einen Verlobungsring aus und bei Hermès das Kleid für die nächste Benefizgala bei Ohovens. Man wird ja wohl noch träumen dürfen.
Zur Not gebe ich mich aber auch mit einem Bummel durch Westerlands Haupteinkaufs- und Flaniermeile, der Friedrichstraße, zufrieden. Die Fußgängerzone verläuft direkt zwischen Bahnhof und Strand.
Hier gibt es erschwingliche Mode und Souvenirshops, und wer zur Stärkung nicht gerade Milchkaffee und heiße Waffeln bei Leysiffer zu sich nehmen möchte, der wird vielleicht auch mit einem Fischbrötchen von Gosch oder einer Crêpe auf der Hand glücklich.
Ja, Sylt ist vielseitig. Und wo sonst kann man unmittelbar nach dem Gummistiefelkauf den Härtetest in den Fluten der Nordsee machen?



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