Archiv für die Kategorie ‘Palermo’
Gutes (billiges) Essen
Meine Damen/Herren
Ich wollte Euch von einem Restaurant in der naehe von Palermo berichten (in Sferracavallo, mit Auto oder Bus in 20 Minuten zu erreichen) weil ich koennte mir vorstellen es wuerde vielen Leuten SEHR gefallen.Ich wohne seit Jahre in Muenchen wo ich vor meine Krenkheit als Flugbegleiter fuer LH gearbeitet habe,und ich fliege immer wieder nach Palermo wegen meine motorische Therapie.
Der Restaurant heisst \”il Delfino\” und man kann ein \”fix Menu\” fuer ungefaehr EUR25 pro Person (inkl. Wein u. Wasser) essen. Es ist hauptsaechlich Fisch und Meeresfruechte und am Ende bekommt man sogar ein Eis.
Die Adresse ist Il Delfino,via Torretta 80,Palermo 90100 und die Telefonnummer lautet: 091/530282
Ich bin mir sicher dass sie kein Deutsch sprechen aber mit ein bisschen Englisch sollte man sich verstendigen koennen.
Das Personal war immer sehr freundlich.Ich glaube man sollte am besten reservieren oder ohne Reservierung fuers Mittagsessen (zum Beispiel) ausserhalb von der Hauptzeiten hingehen (1pm-2:30pm).
Gruppen mit mehreren Leute sollten aber reservieren um einen Sitzplatz zu garantieren.
Soweit ich weiss hat das Restaurant Montags zu!
Guten Appetit!
Antonio Failla
Palermo im Nov.
Hallo wer war schomal im Nov. in Palermo wer kann mir dazu tips geben und wer hätte lust vielleicht mitzukommen
Sciacca
Scicca eine Stadt an der Südküste von Sizilien: Anreise, Übernachten, Einkaufen. Im Oktober/ November 2006 war ich in Sizilien. Ich wollte ans Meer, in einer eher ruhigen Umgebung, wo ich ein bisschen Schreibarbeiten erledigen und trotzdem italienisches Flair genießen konnte. So bin ich auf Sciacca (sprich „Schacka“) gekommen. Hier meine Eindrücke:
…ist eine Stadt an der Südküste von Sizilien mit ca. 40.000 Einwohner (ca. 100 km von Palermo). Wirtschaftlich bedeutsam ist Fischfang, Wein, Olivenöl, Kunstkeramik, Thermen (heiße schwefelige Quellen mit Kuranwendungen) und in der Umgebung gibt es einige Ferienanlagen entlang der Strände. Die Stadt liegt über dem Meer, ist sehr kompakt, mit vielen Gassen, hat eine schöne Piazza im Zentrum (Piazza Scandaliato) mit Palmen und Blick über den Hafen, umgeben von alten Gebäuden, wo man sich abends gerne trifft. Die Innenstadt ist voller Palazzi und Kirchen, die zum Teil renoviert werden, es herrscht viel Verkehr und überhaupt ist das Städtchen sehr umtriebig - typisch süditalienisch: Sehen und gesehen werden und miteinander kommunizieren ist sehr wichtig: Mit dem Auto einen kleinen Stau zu verursachen, weil man ein Schwätzchen halten will, ist kein Problem. Die Handys klingeln überall, selbst Rollerfahren und Telefonieren geht ganz hervorragend.
Sizilianer:
Sehr nett und gradeheraus, gehen miteinander respektabel um. Als Tourist muss man nicht viel italienisch sprechen können, ein paar Brocken sind meist ausreichend - die Sizilianer versuchen zu verstehen und schätzen es, wenn sich der Tourist in einer fremden Sprache versucht.
Ich finde die Sizilianer entsprechen nicht dem Bild des „Mezzogiorno“ (Lethargie und archaische Traditionen). Man ist sehr interessiert gegenüber den wirtschaftlichen, sozialen oder ökologischen Problemen der Insel und diese Themen werden rege und öffentlich diskutiert; wen wundert es: sind die Italiener doch eines der kommunikativsten Völker überhaupt. Lösungsansätze sind dagegen nur spärlich zu erkennen; es menschelt halt überall.
Anreise:
Flug mit HLX nach Palermo. Vom Flughafen aus gibt es einige Busse nach ganz Sizilien. Ein Bus (Prestia & Comande) fährt stündlich nach Palermo (Endstation Hauptbahnhof = Busbahnhof); man kann dazu auch die U-Bahn nehmen („Metropolitana“, komfortabel, ohne Stau und kostet soviel wie der Bus: ca. 5 Euro; Fahrt jeweils ca. 45 min.). Direkte Busse vom Flughafen nach Sciacca fahren um 10:55; 14:40; 15:55; 19:55; 21:55 Uhr ; zurück: 6:00; 12:30; 16:00 Uhr (Buslinie Gallo ca. 7,50 Euro; am Flughafen man bezahlt direkt beim Busfahrer). Von früh bis spät fahren Busse etwa stündlich vom Busbahnhof in Palermo nach Sciacca (Buslinie Gallo). Bustickets dafür kauft man sich an der Haltestelle am Schalter (bei „Sais“). Die Fahrt dauert ca. 90 Minuten. Die Busse halten zuerst am Stadtrand von Sciacca und dann im Zentrum (Via Agatocle): Von dort fahren auch die Busse in andere Teile Siziliens. Bustickets dazu werden in der nächsten Bar auf der nahegelegenen Piazza Saverio Friscia gekauft. (Busfahrpläne: Touristeninformation Flughafen, an den Ticketschaltern oder im Internet - Gallo: www.saistrasporti.it und Lumia: www.autolineelumia.it ).
Palermo:
Natürlich lohnt sich ein Zwischenstop in Palermo: Die Stadt allein ist schon eine Reise wert, oder nur einen Tagestrip, um sich mit italienischer Mode einzudecken. Sie ist voller Geschichte, es gibt Unmengen bedeutsamer Gebäude, viele Museen und zunehmend Galerien mit zeitgenössischer Kunst. Die Innenstadt wird seit einigen Jahren restauriert; wirtschaftlich blüht sie auf. Kriminalität spielt praktisch keine Rolle mehr: Die Mafia tötet meist in den eigenen Reihen, meist in den Vorstädten; und von anderen „Tätigkeiten“ z.B. Abkassieren des „pizzo“ bekommt der Tourist nichts mit. Die übliche Kleinkriminalität gibt es natürlich auch hier wie in jeder Großstadt; aber selbst Amsterdam ist da schlimmer.
Ein gutes, einfaches und günstiges Hotel ist das Conte - direkt in der Altstadt (in der Hauptsaison einige Wochen vorher reservieren). Vor dem Abflug kann man z.B. in der Pasticceria Oscar (Via Mariano Migliaccio/Viale Leonardo Da Vinci) oder der Pasticceria Svizzera (direkt in der Viale L. da Vinci) herrliches sizilianisches Feingebäck für zuhause einkaufen.
Orientierung:
Steigt man aus dem Bus, befindet sich oberhalb der Via Agatocle die Piazza Saverio Friscia. Links davon ein schöner Park mit alten Bäumen und Portraits aus Stein (Parco Ignazio Scatturo), davor die Focaccia - ein Stand, wo man sizilianische Fleischkost aufs Brot bekommt, u.a. Innereien. Gegenüber der Piazza ist ein kleiner Supermarkt (Sisa), wo man sich mit dem Notwendigsten versorgen kann. Links der Piazza sieht man ein altes Renaissance Gebäude mit einer Apotheke darin; links davon Gulliver (Vermietung von Fahrzeugen und Unterkunft). Hier trifft auch die Via Vittorio E. und Via G.Licata aufeinander. In diesen beiden Straßen befinden sich die meisten Geschäfte. Beide verlaufen etwa parallel zum Meer, so dass man sich gut daran orientieren kann. Dazwischen sind viele kleine Gässchen, welche die Straßen verbinden und wo man kleine Geschäfte, Restaurants usw. entdecken kann.
Informationen:
Es gibt eine Touristeninformation direkt am Flughafen (z.B. aktuellen Busfahrplan holen). Touristeninformation in Sciacca und Gulliver siehe bei Unterkunft. Wenn man nicht genau weiß, wo man ist oder wie man wo hinkommt, sollte man Passanten fragen - es erspart meist Zeit, schont die Nerven und man lernt Sprache und Leute kennen.
Unterkunft:
Wenn man in die Stadt kommt, findet man an der Bushaltestelle oder an Kreuzungen Schilder für Übernachtungsmöglichkeiten wie „Bed&Breakfast“ oder „Casa vacanze“ (Pensionen und Ferienwohnungen) - ein Anruf kann die Suche erleichtern. Bei der Touristeninformation - sehr freundlich - (Via Corso Vitt. Emm. 127, bei der Vicolo Ficani) oder bei Gulliver (Via Corso Vitt. E. Kreuzung Via G. Licata) bekommt man Tips: hier gibt es auch eine einfache Straßenkarte von Sciacca. Gulliver ist sehr komfortabel: die Mitarbeiter sind sehr nett, sprechen auch deutsch oder englisch, vermieten Ferienwohnungen am Strand, Apartments in der Stadt und natürlich Autos, Roller und Motorräder. Roller vermietet auch „Xacca“ in der Via Cappuccini (Nähe Fischmarkt) - angeblich günstiger.
Conte Luna (Vicolo Gino/Via G. Licata; im Zentrum, beim Dom - man hört die lauten Glocken): das Haus hat schöne, saubere Zimmer und auch Apartments für mehrere Personen. Einfach die Nummer, die auf dem Schild steht anrufen und ein paar Minuten später ist der Besitzer der Pension da - sehr nett (spricht italienisch, französisch und mit Händen und Füssen, wenn es sein muss). Preis ca. 25 Euro pro Person und Nacht - ca. 300 m von der Bushaltestelle.
Ein Apartment, das man (wenn frei) auch längere Zeit mieten kann, liegt in der Piazzetta Testone - allein oder auch für mehrere Personen, mit Bad, Küche, Balkon zum Meer; sehr ruhig gelegen, soweit das in Sciacca möglich ist. Einfach bei dem Schild klingeln oder die Telefonnummer wählen. Die Besitzerin spricht nur italienisch.
Gut und gepflegt soll sein das Al Moro (Via Liguori - Nähe Obstmarkt; Bed & Breakfast). Wer sich den Urlaub verderben möchte, steigt ab im Hotel Paloma biancha (Via Figuli) und wer das nötige Kleingeld hat, geht in das mondäne Kurhotel Grand Hotel delle Therme, Piazza delle Therme.
Restaurants und Bars:
IL grappolo (Via Conzo): gut und günstig; mit vielfältiger sizilianischer Küche.
Trattoria La vecchia Conza (Via Pietro Geraldi) u. Osteria Cappellino (Cortile Cappellino): Fischspezialitäten.
L‘Arco Antico Pizzeria (Corso Vitt. E.), La Grotta (Via F.Incisa) einfache Pizzerien.
Bestes Restaurant wie ich fand - nicht billig: Hosteria del Vicolo (Vicolo Sammaritano).
Bars: Es gibt viele. Gut fand ich Bar Olimpia (Via G.Licata), die kleine Bar Caffè della Piazza (Piazza Scandaliato) u. Bar Odeon (Piazza Carmine). Eine weitere gute Pasticceria (Baby Luna) und ein gutes Restaurant (Badia grande) findet man auf der Piazza G. Noceto.
Einkaufen:
· Lebensmittel kann man im Supermarkt (Sisa) kaufen - es gibt zwei kleinere (Piazza Saverio Friscia und Piazza Carmine) und einen großen vor der Stadt (Via Madonna Rocca/Via Verona - Mittwoch mittags geschlossen, etwa 400 m vom Fischmarkt). Daneben gibt es viele kleinere Lebensmittelgeschäfte, Bäckereien (Panificio) usw. besonders auf der Via G. Licata oder weiter entlang der Via Cappuccini - man muss also nicht lange suchen. Gute Wurstwaren bekommt man bei Anticha Salumeria Bulino. Gutes Feingebäck (Pasticceria) gibt es in der Bar Olimpia - wird morgens frisch zubereitet und ist gegen Mittag meist ausverkauft (beides auf der Via G.Licata).
· Fischmarkt direkt an der Piazza Don Luigi Sturzo - am oberen Stadttor.
· Obst- und Gemüsemarkt: Direkt neben der Bar Olimpia.
· Wein: Sehr guter lokaler Wein, sowie Olivenöl, Honig usw. gibt es sehr günstig in der kleinen Cantine Riunite della Sciacca (Via Ovidio).
· Für Keramik ist Sciacca berühmt. Die Künstler haben besonders entlang von Via G.Licata und Corso Vitt. Emmanuelle ihre Galerien. Zum Teil sind die Werkstätten angeschlossen und man kann einen Einblick in die Herstellung bekommen.
· Italienische Espressobohnen frisch geröstet kann man in sechs verschiedenen Sorten in der Via G.Licata, 55 in der Kaffeerösterei Cusuma Laura kaufen.
· Kleidung, Handtaschen, Schmuck, Schuhe: Kann man kaufen, bis man umfällt - man ist schließlich in Italien.
Thermen:
Sciacca war einmal eine Kurstadt von Rang. Heute sind die Thermen finanziell ruiniert. Man kann weiterhin Kuren machen oder einfach nur im warmen Wasser schwimmen (Piscina Termale, ca. 4 Euro; Sonntag nachmittags geschlossen - man braucht eine Badekappe, gibt's für ca. 1,50 Euro), aber es geht bescheiden zu. Die Thermalanlagen sind östlich der Via Agatocle (Bushaltestellen) gelegen. Dort befindet sich auch ein grauenhafter Betonblock, der aussieht wie Tschernobyl. Es ist das Stadttheater, das vor ca. 20 Jahren gebaut wurde und in der letzten Bauphase wohl bankrott ging. Seither wird es von den Vögeln genutzt und manche glauben noch an eine Fertigstellung. Ein Theater braucht es aber auch nicht, die Straßen sind voll davon.
Preise:
Eher günstig bis moderat verglichen mit Deutschland oder z.B. Palermo. Mieten und Immobilien sind sehr günstig.
Geldautomaten:
Gibt es überall in der Stadt; wer ein Konto bei der Post hat, hebt wahrscheinlich am billigsten am „Postomat“ der Post (Via F.Incisa) ab.
„Siesta“ in Süditalien:
häufig sind Geschäfte usw. um die Mittagszeit geschlossen (gilt für kleinere Städte).
Reisezeit:
Der Oktober und November ist noch sehr angenehm, wenn auch nicht zum Baden geeignet (ca. 20 °C Luft und Wasser). Ich habe die noch relativ starke Sonne und die milden Temperaturen genossen - während man zuhause die Winterreifen aufziehen musste. Die meisten Touristen kommen im Sommer zum Baden oder Segeln. Aber Sizilien ist im Winter natürlich auch zu bereisen, nur besitzen die Häuser oft keine richtige Heizung und sind schlecht isoliert. Wer hier Land besitzt oder sich an der Aufforstung beteiligt, sieht das natürlich anders, für den ist der Winter ideal. In dieser Zeit wird auch viel gebaut und renoviert.
Umgebung:
Mit dem Roller, Bus oder Mietwagen ist man schnell bei den Badestränden, in Caltabellotta, Noto, Agrigento, Marsala oder was einen sonst interessiert.
Parken:
Unterhalb des Zentrums: Parkplatz bei der Via Agatocle; westliche Seite der Piazza Scandaliato (nicht kostenlos); entlang der Straßen zum Hafen oder im Hafen selbst (hier gibt es auch ein nettes Hotel („Aliai“, Via Garaffe) mit Trattoria nebenan (Nähe Yachthafen; Küstenwache); Oberhalb des Zentrums: Piazza Noceto. Oder einfach Parken, wo noch ein bisschen Platz ist.
Navigation:
Ich hatte meinen PDA (ASUS Mypal A636N) mit Navigationssoftware (tomtom 5.0) dabei. Es ist vielseitig mit integriertem GPS Empfänger, WLAN usw., schnell, ausdauernd, robust und passt in die Hosentasche oder Jacke. Die Software funktioniert einwandfrei, Installation problemlos. Ich hab noch das Hafas installiert, weil ich viel Zug fahre. Unterwegs kann man mp3 Musik hören, sich Notizen machen, ein Wörterbuch benutzen, Excel Tabellen studieren … ; aber das wichtigste: es macht Spaß, sich auf Reisen gleich zurecht zu finden.
Sizilien im Januar, Sonne tanken im Winter
Eigentlich war es aus einer Laune heraus gekommen, der Wochenendtrip nach Sizilien; Auf die Frage des Kellners bei unserem Lieblingsitaliener “ob ich nicht Lust hätte ihn auf Sizilien zu besuchen” sagte ich einfach ja. Sizilien ich komme.
Ein Flug war schnell gebucht und telefonisch Nino die Ankunftszeit mitgeteilt. Dezember und Januar verbringt Nino immer in seiner Heimat Sizilien. Er hat ein nettes Haus in Termini Imerese mitten in den Olivenhainen mit einem tollen Blick auf die schneebedeckten Berge und das Meer.
Allein der Flug nach Palermo gestaltete sich wie ein großer italienischer Familienausflug. Getöse ohne Ende im Wartebereich. Alles war bepackz mit Taschen und Tüten. Es schien, als wenn dieses die einzigen Gepäckstücke seien. Als es dann galt den Flieger zu besteigen war es mit der Ordnung vollends vorbei. Die Aufforderung “kleine Kinder zuerst” und dann Bordkartennummer 1-50 kam ja auf deutsch und konnte somit wegen Nichtverstehens ignoriert werden. Die Dame die die Bordkarten entgegennahm hatte keine Chance. An Bord ging es dann munter weiter. Es war wie auf einem italienischen Markt. Es war wunderbares Flugwetter und man hatte eine herrliche Sicht auf die Abruzzen und Rom.
Bei der Fahrt nach Termini Imerese wurde mir erst bewußt wie groß Palermo eigentlich ist. Etwas mehr als eine Millionen Menschen leben hier in der Stadt und im Umland. Spannend auch Auto fahren auf sizilianisch; An einer Ampel auf einer vierspurigen Strasse stehen zum einen fünf Autos nebeneinander und dazwischen drängen sich Motorroller und Motorräder. Wie beim Formel-Eins-Start geht es dann bei grün los bis zur nächsten Ampel. Man muss es einfach miterleben.
Mitten im Winter in der Sonne sitzen und Orangen zu genießen ist einfach toll. Besonders wenn einem Nino die sizilianische Gastfreundschaft zuteil werden läßt. Was möchtest Du sehen, was möchtest Du essen ….
Einen Abstecher nach Cefalu sollte man einplanen. Ein kleiner verträumter Badeort in der winterlichen Sonne. Es macht Spaß bei 21 Grad in einer Bar draußen zu sitzen und den frierenden Sizilianern zuzusehen, die mit dicken Mänteln und und Mützen durch die Gegend laufen. Natürlich sei auch Palermo nicht vergessen mit seinen Bauwerken und seinen tollen Märkten. So ein Wochendtrip ist einfach zu kurz.
Ich kann Sizilien im Winter nur empfehlen da nur wenige Touristen unterwegs sind und man ungestört die Schönheiten der Insel genießen kann.
Faszinierendes Sizilien
Sizilienaufenthalt im Winter, Maerkte, Italienisch lernen
Palermo im Winter? Das hörte sich eigentlich nicht so berauschend an, denn eigentlich verbindet man ja mit dieser Insel im Mittelmeer eher “heiße Nächte” oder Badefreuden im Sommer. Dank eines sehr günstigen Fluges habe ich es trotzdem gewagt und eine wirklich tolle Zeit verbracht!
Zuerst habe ich ueber das Internet eine günstige Wohnung in Santa Flavia in der Naehe von Palermo gefunden http://www.solemar-sicilia.it. Zudem habe ich bei gleichnamiger Sprachschule einen Sprachkurs mit einem Praktikum gebucht, der mir die Möglichkeit gegeben hat, einen ersten aber intensiven Einblick in das Leben dort zu bekommen. Ich habe zwei Wochen in einem Kindergarten gejobbt und trotz der sprachlichen Schwierigkeiten, viel Spass und unendlich viele neue Eindrücke gewonnen.
Meine Lehrerin Maria hat mir an den Nachmittagen mit unendlicher Geduld die Grundlagen der italienischen Sprache beigebracht, und tatsächlich habe ich in der zweiten Woche schon richtig mit meinen Kolleginnen parlieren können! In meiner Freizeit bin ich oft in die Altstadt von Palermo und neben den Kirchen und Palästen, haben mich besonders die Märkte und hier der Ballarò-Markt im besonderen fasziniert. Farben, Gerüche, Schreie, orientalische Musik, frisches Obst und Gemüse - hier findet jeder etwas.
Palermo - Ein Angebot, das man nicht ablehnen kann …
Die eigentliche Gefahr in Palermo ist der Straßenverkehr. So musste ich mich erstmal daran gewöhnen, vor dem Überqueren der Fahrbahn oder vielmehr dem Gewusel aus Autos, Motorrädern, Kutschen und Fußgängern die Ärmel hochzukrempeln.
Mike: “Mein Vater ging am nächsten Tag wieder zum Bandleader. Nur diesmal zusammen mit Luca Brasi. Nach einer Stunde war der Vertrag unterzeichnet. Für den Betrag von 1000$”.
Kay: “Wie hat er das geschafft?” (Zuvor sind vom Bandleader sogar 10.000$ nicht akzeptiert worden.)
Mike: “Mein Vater machte ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen konnte. Luca Brasi hielt ihm eine Pistole an den Kopf und mein Vater versicherte ihm, dass entweder seine Unterschrift oder sein Gehirn auf den Vertrag kommen wird.”
Dieses Zitat aus Der Pate hatte ich im Kopf als ich zum ersten Mal nach Palermo reiste. Es war rudimentär verankert durch all die Geschichten und Gerüchte, die man über die sizilianische Hauptstadt im Zusammenhang mit der Mafia hört.
Ist es dort wirklich immer noch so gefährlich?, fragte ich mich. Meine Antwort darauf: Nein. Auch wenn nachts gelegentlich Schüsse zu hören waren und die Busse von innen verriegelt werden, fühlte ich mich eigentlich immer sicher. Vielleicht gehören Touristen nicht zu den Zielen der Mafia, weil sie es ja sind, die die Kassen der Bevölkerung füllen, aber seit der Anti-Mafia-Orlando Bürgermeister ist, soll die Stadt regelrecht aufgeblüht sein.
Gewisse Narben sind jedoch offensichtlich, so sind viele Häuser bröckelig und schmutzig und wenn man in die falsche Gasse abbiegt, so mutet es schäbig und staubig an. Wer zuviel Fantasie hat

Die eigentliche Gefahr in Palermo ist der Straßenverkehr. So musste ich mich erstmal daran gewöhnen, vor dem Überqueren der Fahrbahn oder vielmehr dem Gewusel aus Autos, Motorrädern, Kutschen und Fußgängern die Ärmel hochzukrempeln. Das Gute oder Schlechte ist nämlich, dass man die Altstadt mit den meisten Sehenswürdigkeiten zu Fuß erkunden kann. Praktisch sieht das dann so aus, dass du zwischen Kirchen und Plätzen, Brunnen und Kathedralen hin und her pilgerst und ab und an die örtlichen Spezialitätenläden oder Cafés zur Erholung aufsuchst.
Schaffst du dies nicht rechtzeitig, werden sich die ansässigen Souvenier-Berater an deine Fersen heften und deine Müdigkeit und damit die erhöhte Gleichgültigkeit solange malträtieren, bis sie Kapital daraus schlagen. So mancher wird abends verwundert feststellen, dass er irgendeinen Keramik Artikel aus sizilianischer Hand gekauft hat, was dort nämlich die Souvenier-Top-100 anführt.
Die Top-Sehenswürdigkeiten sind meiner Meinung nach, die Capella Palatina des Palazzo Reale und der monumentale Sakralbau der Kathedrale Maria Santissima Assunta.
Von den schönen, prunkvollen Ausschmückungen wissen jedoch auch andere, wodurch man keine ruhigen, romantischen Momente allein in den heiligen Räumen erwarten sollte.
Dies bietet schon eher die kleine Kirche San Giovanni degli Eremiti in unmittelbarer Nähe, insbesondere der wunderschöne, urige Garten, der einen erahnen lässt, warum Palermo in sehr viel früheren Zeiten als Garten Siziliens bezeichnet wurde.
Für den Abend kann man sich an der gegenüberliegenden Straßenecke eindecken: ein Spirituosengeschäft offeriert sizilianische Rachenputzer, wie den bekannte Kaktusfeigenlikör Ficci dInnia (normal: Ficci di India Sizilianer haben einen witzigen Dialekt).
Tagsüber sollte man von dem Genuss absehen, da die Hitze (im August) wirklich extrem ist.
Nachts bei 30-40 Grad zu schlafen, ist zumindest für einen Norddeutschen wie mich sehr gewöhnungsbedürftig.
Auf dem Weg zum Hafen bin ich dann in die Via Roma, wohl die Hauptader Palermos, eingebogen.
Dort schlagen einem Geschäfte, B&Bs, sowie Märkte entgegen, wie zum Beispiel der Vuccirio.
Dies ist der älteste Markt und genauso sehen auch die umliegenden Häuser aus, sehr alt (und schäbig)! Der Platz ist bis auf den letzten Meter mit Ständen vollgestopft, an denen man alles fürs tägliche Leben kaufen kann. Neben Obst, Gemüse, Fisch, Gewürze, Oliven werden auch Haushaltswaren und raubkopierte CDs (ha!) angeboten.
In der Nähe sind die Gärten Gardino Garibaldi und Villa Giulia ein Muss für jeden müden Touristen, der ein paar ruhige Minuten braucht. Bei letzterem findet man ein kleines Restaurant namens Touring, wo es sehr leckere Dinge zu essen gibt.
Von einer Freundin weiß ich, dass die Aracine kleine frittierte Reisbällchen mit Füllungen aller Geschmackrichtungen jeden vom Hocker reißen; ich jedoch probierte sie nicht, da es mir einfach zu warm war zum Essen.
Diese Touristentortur machte ich nur einen Tag mit, da es mir einfach zu anstrengend war, in der Hitze.
Als Sonne, Strand und Wellen Fan, bereitete sich mir erstmal jedoch ein gruseliges Bild, da die Strände unmittelbar um Palermo umwerfend hässlich und müllig oder felsig daherkamen.
Auf einen Tipp hin fuhr ich nach Terrasini, wo ein sehr schöner Strand liegt. Es geht dort sehr flach ins Wasser und trotzdem sind die Wellen ziemlich hoch.
Auch in Cefalu soll es ähnlich interessante Bademöglichkeiten geben.
Resümierend, kann ich sagen, dass es stimmt, was ein Schriftsteller mal über Palermo geschrieben haben soll: Es ist märchenhaft und schmutzig, wie der Zug aus einer Haschisch-Pfeife!
mehr Infos zu Palermo
Sizilien - es leben das Chaos
Wenn es hier stürmt und schneit, ist in Sizilien noch relativ schönes Wetter und der Kaffee schmeckt eh besser als hier
Ein Kurztrip nach Sizilien lohnt sich auch im Winter allemal. Los gehts von Köln. Empfehlenswert sind italienische Sprachkenntnisse
, denn im Flugzeug sind wir fast die einzigen Touristen. Genauso ursprünglich wie im Fliger ist auch das Sizilen in der Nebensaison. Touristen findet man kaum. Englisch spricht auch kein Mensch (man kommt immer auch so durch). Dafür gibt es den besten Kaffee der Welt und auch die beste Pizza. Angeblich hier erfunden. In der Nebensaison hat nur wenig auf. Wir sind für kleines Geld im Hotel Cetarium in Castellammare del Golfo , ganz in der Nähe von Palermao untergekommen. Sehr zu empfehlen!
Die italienische Sicherheitskontrolle macht ihren Namen nicht wirklcih Ehre. Denn das Piepen des Sicherheitsgates wird mit italienischer Gleichgültigkeit bedacht, sprich: das interessiert niemanden. Sehr zu empfehlen ist, sich beim Einsteigen möglichst vorzudrängeln udn vor den italienischen Mitreisenden in den Flieger zu kommen, denn ansonsten befindet man im Chaos pur. Jeder will einen Einzelplatz, jeder neben seiner Familien sitzen - was bei Großfamilien und Dreiherreihen ein Problelm darstellet. Alle die vorne einsteigen wollen hinten sitzen und umgehkahrt. Nur einer sehr beherzt eingreifenden Stewardess war es zu verdanken, dass wir überhaupt noch weggekommen sind. Trotzdem: ich komme wieder!

Anflug auf den Flughafen von Sizilien

Immer dabei - Reiselektüre….


