Archiv für die Kategorie ‘Venedig’
Sonne, Sand und Mehr….
Mein Mann und ich wir sind so froh
denn wir fliegen nach Bergamo.
Die Räder packen wir auch mit ein,
denn wir woll`n beweglich sein.
Mit dem Zug gehts weiter nach Pavia,
aber wir sind ja mit dem Radel da.
Und radeln endlich am Po entlang,
ganz eben ist der Weg "Gott sei Dank".
Piacenza, Cremona, Ferrara, unglaublich schön,
diese Städte muß man einfach sehn.
Da setzen wir uns mit einem Glas Wein
in die Stadtmitte, bei Sonnenschein.
Umringt von der Cattedrale und dem alten Gemäuer,
auch der Cappuchino ist garnicht teuer.
Und wir sehen und fühlen uns satt
und können gut schlafen, Radeln macht matt.
Bald sind wir im Po-Delta angekommen,
jetzt wird die nächste Autofähre genommen.
Wir hoppeln von Pelestrina bis zum Lido
und landen in Punta Sabbioni, nun sind wir froh.
Einen verträumten Gemüsehof finden wir,
und wissen sofort, wir bleiben hier.
Und baden in der Adria,
Italien, du bist wunderbar.
Dann fahren wir mit dem Schiff, schnell und bequem
nach Venedig, die Stadt anzusehn.
Der Markusplatz, die kleinen Gassen,
die Brücken und die Wasserstraßen,
und die Gondeln, die dich übers Wasser tragen
und plötzlich meldet sich mein Magen.
Wir essen unsere Leib- und Magenspeise,
eine Pizza, die backen die Italiener auf ihre Weise.
Und sie schmeckt überall unglaublich lecker,
leider klingelt am nächsten Morgen der Wecker.
Wir fliegen zurück, doch eines ist klar
wir kommen wieder, vielleicht schon nächstes Jahr !
Späte Flitterwochen
Ich wollte schon immer mal nach Venedig wegen der Romantik, und nach 24 Ehejahren habe ich dann einfach Flüge mit HLX gebucht die sehr preiswert waren, das was ich an den Flügen gespart hatte, habe ich dann beim Hotel getoppt! Unser Hotel Rialto liegt direkt an der schönen Rialtobrücke und war dann gar nicht mehr preiswert, aber egal! Es war sozusagen als späte Flitterwochen gedacht!
Wir haben am 19.06.2005 unseren 24. Hochzeitstag also in Venedig gefeiert, um schon mal für die Silberhochzeit zu proben!Ich wollte gern mit meinem Mann Gondel fahren, also haben wir gefragt, was das denn kostet, man sagte uns 80,-Euro für eine halbe Stunde! Mein Mann sagte das er sich das nochmal überlegen will, aber ich gab keine Ruhe. Als ich Ihn dann endlich soweit hatte, mit mir Gondel zu fahren, war es schon 22.00 Uhr und wir mußten dann einen Nachtzuschlag von wegen der Romantik zahlen! Der Spaß hat dann also 100,- Euro gekostet!! Aber ich hatte meinen Willen und mein Mann seine Ruh!! Es war so schöööööööööööööööööööööööööööööööööööön!!!!!!
Liebe Grüße aus Göttingen
Geburtstag
…. im November 2007 war ich zum Frühstück mit meiner Freundin bei meinen Eltern eingeladen. Es war auch mein Geburtstag. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht was mich heute erwartet. Ich wusste nur, dass wir etwas unternehmen würden und das Wochenende irgendwo in Deutschland verbringen würden. Was aber nicht stimmte. Da wir noch einige Leute erwarteten, die uns eigentlich abholen sollten, ahnte ich nichts. Plötzlich hiess es, die anderen kommen am Flughafen an und wir würden von da aus direkt mit dem Kleinbus weiter. So gut, so schön. Wir machten uns alle auf dem Weg zum Flughafen und ich und meine Freundin wussten immer noch nicht das eigentliche Ziel. Nur irgendwo in Deutschland bekamen wir als Info. Am Flughafen angekommen,bing nein Vater gucken wo die anderen sind. Wir anderen der Familie warteten im Cafe des Flughafens. Als mein Vater zurück kam, sagte meine Mutter " So, jetzt bekommst du unser Geschen zum Geburtstag" Es waren Flugtickets nach Venedig für meine Freundin und mich. Der Flug ging allerdings schon in einer Stunde. Wir wussten nicht was wir sagen sollten. Noch bevor wir es begriffen haben was da eben paasierte waren wir schon im Flugzeug auf dem Weg nach Venedig. Es waren zwar nur ca.24 Stunden aufenthalt, aber bis wir es begriffen haben, hat es eine Ewigkeit gedauert. Abends haben wir an der Rialto Brücke gesessen und gegessen. Es war ein Trarumhaft-schöner Geburtstag der unvergessen bleiben wird
Venedig im November
Venedig mit dem Billigflieger
Wer schon einmal unbedingt eine Stadt sehen will für den gibt es die sogenannten Billigflieger. Das kann man ja mal riskieren. Am vergebenen Buchungstag war noch ein freier Termin im November zu ergattern.. Wir machten uns also am 16 November um 16.00 Uhr auf nach Köln um dann um 20.15Uhr nach Venedig zu fliegen. Der Kölner Flughafen ist mit dem Auto super zu erreichen. Die Beschilderung ausreichend. Es empfiehlt sich jedoch vorher sich den Flughafen im Internet anzuschauen. Wir nahmen das Parkhaus 3, es liegt etwas vor dem Flughafen aber hier kann man am günstigsten Parken. Für 24 Std werden 8Euro und je halben weiteren Tag 4Euro fällig. Ein Shuttlebus bringt uns zum Abflugterminal. Der Flughafen Köln ist einfach praktisch genial für eine Reise. Schnell haben wir unseren Abflugschalter gefunden und wir gaben die von unserem Printer ausgedruckte Reisebestätigung ab. Das war schon alles an Reiseformalitäten die erledigt werden mussten, wenn man von mitbringen des Personalausweises mal absieht. Die freundliche Dame am Checkin händigte unser Bordkarte aus und ohne Sitzplatznummer machten wir uns auf den Weg zum Bording. Noch hatten wir mehr als eine Stunde Zeit und wir schlenderten noch einmal durch Flughafen. Von Hektik war hier keine Spur, alles lief seinen geregelten Weg. Wir verzehrten noch die mitgebrachten Butterbrote und dann betraten wir den Abflugbereich. Loriot hätte hier seine Freude gehabt. Lustige Szenen spielten sich vorm Betreten der Maschine ab. Da es keine nummerierten Plätze gibt, auch keine unterteilten Klassen (Econemy oder Buissness) versuchte jeder natürlich als erstes die Maschine zu betreten um möglichst einen guten Fensterplatz zu ergattern. Wir sahen uns das Szenarium an. Eine halbe Stunde vor dem Einstieg hatte sich eine große Anzahl von Passagieren vor dem Tresen des Controllers versammelt. Nun hatte sich aber die Maschine um 15 Minuten verspätet. Tatsächlich setzen sich die meisten nach der Durchsage auf die in der Halle befindlichen Sitzreihen. Sprangen aber sofort wieder auf als die Maschine zum Gate rollte. Nun mussten die in der Maschine befindlichen Reisenden erst aussteigen. Dies dauerte erneut 15 Minuten. So das die durchsage zum Betreten der Maschine erst um 20,45 erfolgte. Der Einstieg war innerhalb 10 Minuten erledigt. Wir sind fast als letzter in die Maschine gestiegen und bekamen im mittleren Teil der Maschine einen Fensterplatz für Ulrike und daneben setze ich mich. Die Maschine eine Boing 737 war recht neu, der Sitzkomfort für mich ausreichend und auch sonst hatte ich ein gutes Gefühl. Um 20.55Uhr war die Maschine bereits in der der Luft. Der Flug dauerte ca. eine Stunde. Das man an Board für den Preis kein Freigetränk bekommt störte uns nicht im geringsten. Wir orderten zwei Dosen Bier für 2,40euro und genossen den angenehmen Flug. Der Airport in Venedig ist ebenso zweckmäßig wie in Köln gebaut. Von hier aus kann entweder mit dem Boot für 10Euro oder mit dem Bus für 3Euro in die Lagunenstadt fahren. Vor dem Busterminal befindet sich ein Ticketautomat für den Bus. Ich erwähne das deshalb, weil wir den Fehler machten uns an dem Ticketschalter innerhalb des Terminals anzustellen. Als wir mit unseren Tickest zum Bussteig kamen sahen wir nur noch die Rücklichter. Nachdem wir dann eine Stunde gewartet hatten und dann aber ohne weitere Probleme zum Busbahnhof in Venedig gefahren wurden stand die Frage immer noch im Raum- wo übernachten wir?. Es war mittlerer Weile 23.00Uhr, die Temperatur lag bei angenehmen 12° und der Himmel war sternenklar. Unser Gepäck bestand lediglich aus einem mittelgroßen Rucksack, der zu einem drittel gefüllt war mit Lebensmittel. Wo bitte ist das Wasser schaute mich fragend Ulrike an.
„Warte ab“,entgegnete ich 100meter weiter beginnt das wahre Venedig. Wir gingen über die erste Brücke und der Eindruck der Stadt war überwältigend. Es lag wohl an der kitschigen Stimmung. Kaum Tourristen, die Laternen der Häuser spiegelten sich in den Kanälen und die Geräuschkulisse des Straßenverkehrs verschwand schon nach den ersten Metern. Einen Stadtplan hatten wir nicht. Wir folgten lediglich unseren Eingebungen. Auf dem ersten großen Platz den wir erreichten sahen wir ein kleines Hotel was recht preiswert aussah. Im Internet hatte ich vorher regergiert. Eine Übernachtung in der Lagunenstadt ist unter 50Euro pro Person Seltenheit.
Der Hotelier gab uns zu verstehen das er bereit wäre für 30Euro pro Person ein Zimmer zu geben. Als wir ablehnten verzogen er keine Mine und verließen das Hotel. Unten auf der Strasse wurden wir angesprochen, was günstiges als hier findet Ihr nirgendwo in Venedig. Gleich um die Ecke ist eine prima Wohnung die ist leer und da könnten wir schlafen, Ich weiß nicht welcher Kasper mich geritten hatte, wir willigten ein, obwohl wir im Hotel für den gleichen Preis gerade abgelehnt hatten. Ein kleiner um dreißig Jahre alter Italiener mit einem zweiten Angestellten eines Restaurants begleitete uns zu der Wohnung. Die Seitengasse in die wir hineingingen waren wenig Beleuchtet, die schritte hörte man wie in einem Krimi auf dem Pflaster klacken. Mit einem Feuerzeug wurde das Türschloss zum Hauseingang gesucht. Die beiden Italiener gingen die Treppen hinauf in den zweiten Stock. Wir folgten wie selbstverständlich den Männern. Kein Türschild, kein Hinweis auf Leben verspürten wir durch den Gang des Treppenhauses. Im ersten Stock konnte man Spuren der Maurer erkennen, die anscheinend noch einiges hier zu tun hatten. Vor einer hellen Eichentür probierten die Männer mehrere Schlüssel aus bis sie dann Zugang zu der Wohnung fanden.
So richtig kannten Sie sich hier nicht aus, das erkannte man daran, das Sie erst mal den Schlafplatz für uns suchten. In dem rechten Teil der Wohnung konnte er nicht sein. Hier lebte anscheinend noch jemand, war aber gerade nicht anwesend. Im zweiten Raum war eine Art Küche und tatsächlich der dritte Raum war dann unsere Übernachtungsstätte. Alte italienische Möbel zierten dem Raum. Das Bett war ausreichend groß und sehr weich. Auf der Suche nach dem Bad sind wir dann auch im zweiten Anlauf fündig geworden. Aber zu unserem Erstaunen war es mit allem erdenklichen Ausgestattet. Sogar mit einem ungereinigtem Rasierer.
Ich bezahlte den vereinbarten Preis. Lass uns noch einmal durch die Nacht gehen war mein Wunsch und wir machten uns auf durch die verschlungen Gassen zu wandern. Schnell fand ich mich in der Stadt zurecht. Ich merkte mir die Brückenformen und auch sonst hatte ich nicht das Gefühl, hier verläufst du dich. Beieindruckend, romantisch fast kitschig schön der Blick auf den Kanale Grande. Auf dem Rückweg sind wir noch in einer Bar eingekehrt. Einen kleinen Absacker und dann wieder zurück zu unserer Unterkunft. Nun begaben uns zur Nachtruhe und das ist in Venedig sprichwörtlich zu verstehen. Mal ein miauen einer Katze, mal die Schritte vom Pflaster, ansonsten hört man nichts. Schnell schlief ich ein, wurde aber mitten in der Nacht von ungewöhnlichen Geräuschen wach. Der Bewohner war nach Hause gekommen und begab sich zu Bett. Er räumte wahrscheinlich noch etwas auf und hängte frische Handtücher in das Bad. Nach dieser wohl außergewöhnlichen Nacht begann der Morgen mit einem Blick über die Dächer von Venedig. So was sieht man nicht alle Tage. Ein Schleier aus Nebel und Dunst überzog die Stadt. Es war der 17. November und so um 10° warm. Ich bewunderte die vielen Dachmansarden. Die kleinen Gärten auf den Flachdächern. Wie schön muss es hier im Frühling sein? Erst einmal Frühstücken, war unsere erste Aufgabe. Wir verließen unser Herberge und gingen den Weg den wir am Abend zuvor gegangen waren. Bereits nach wenigen Metern sahen wir ein kleines Cafe das uns allein vom äußeren Eindruck schon einlud. Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg zum Markusplatz.
Noch immer lag ein Dunstschleier über der Stadt. Richtig unheimlich war es in manchen Gassen. Zwei mal haben wir uns verlaufen, aber das ist bei der Größe von Venedig kein Problem. Irgendwo ist immer der Kanale Grande zu sehen. Und dann hat man wieder die Orientierung. Der Markusplatz war um diese Zeit noch wie leergefegt. Bis auf ein paar Tauben und einigen Händlern die ihre Stände aufbauten war es richtig still auf dem Platz.
Noch zu früh für eine Besichtigung, zudem brauchte ich noch Batterien für meinen Fotoapparat. Wir verließen den Markusplatz und gingen in ein anderes Stadtviertel. Hier war alles etwas bescheidener. Die Läden so typisch italienisch und wenn man es nicht genau wüsste glaubte man wäre im letzten Jahrhundert. Ich fand auch einen Laden wo ich meine Batterien erstand. Von dort ging es zurück zum Markusplatz und nun zur Führung durch den Dogenpalast. Hier kann man wählen zwischen einer Führung oder einer Selbsterkundung. Wir entschieden uns für das letztere. Bei der Selbsterkundung leisteten wir uns noch einen CD-Vortrag der vom Handling jeden über 30 überfordert. Gut, wir hatten Zeit uns setzten uns mit der Technik auseinander. Nach einer Stunde hatte ich die Technik im Griff. Was wird hängen bleiben von Dogenpalast. Der große Saal, die Seufzerbrücke, das Gefängnis, bestimmt nicht die unzähligen Gemälde. Vielleicht das jenes große Feuer 17ichweissnichtwann vieles zerstörte. Jedenfalls nach 2 Stunden mussten wir erst einmal was essen und trinken. Zurück in das bescheidene Viertel mit den netten kleinen Läden. In einer Bar fanden wir das was ich an Italien so liebe- die Paninis, dazu ein Gläschen vom Hauswein und schon konnten wir wieder Bäume ausreißen. Unser Weg führte uns in das Viertel mit Armani- und Versageläden. Für mich eine lästige Prozedur aber für Ulrike eine willkommene Abwechslung. Nun wollten wir noch eine Fahrt auf dem Kanale Grande unternehmen. Aber einen Gondolär konnten wir uns nicht leisten. So kauften wir zwei Tickets für die Kanalbusse einmal 45 Minuten Kanale Grande für 5 Euro. Die Fahrt waren nicht schlecht. Vorne gab es Sitzmöglichkeiten im Freien. Von dort konnte man das treiben rund um den Kanal hervorragend beobachten. Man sieht entspannt den Gondeln zu. Genießt die Fassaden der alten Bauten durchfährt die Rialtobrücke und kommt nach einer Fahrzeit von ca. 30minuten am Bahnhof an. Aber nach Hause wollten wir nicht und so fuhren wir noch einmal zurück zur Rialtobrücke. Rund um die Rialtobrücke findet man das was wohl zu jeder Touristenstadt gehört, Souvenirläden ohne Ende. In einer Pasteria kaufte sich Ulrike ein paar leckere Gebäckstücke und war begeistert von der Gestaltungskunst der Konditoren. Nun hieß es langsam abschied nehmen von der Lagunenstadt. Noch ein Abstecher zum Studentenviertel und dann langsam zurück zum Ausgangsort. Mittlerer Weile war die an diesem Tag recht sperrlich gewesene Sonne untergegangen und Venedig strahlte wieder diesen romantischen Charme aus. Fast hätten wir ihn vergessen, diesen Benzingeruch, diesen Lärmpegel den Autos von sich geben. Wir bogen um die Ecke einer von zahlreichen Gassen durch die wir spazierten und da war er wieder. Der Geruch, der Lärm. Noch einmal über einen Kanal gehen, da sahen wie eine Gruppe Tourristen sich den Luxus leisteten sich ein paar Gondeln zu mieten. Die Gondolären waren in typisch gestreiften Hemden gekleidet. Die Touristen wurden in Decken eingehüllt und ein Mann mit Schifferklavier gesellte sich zur der Truppe. Ach Zeit hatten wir noch und was sollen wir uns unnötig lang am Flugplatz aufhalten. Also folgten wir den Gondeln. Wir gingen immer ein Stückchen voraus um so länger die Gondeln zu sehen. Jetzt wurde es so richtig romantisch. Ein Gondoläre hatte eine traumhaft schöne Tenorstimme und fing an die Lieder zu spielen die in jeden Film der fünfziger Jahre Venedig geprägt haben. Die Gassen wurden mal ganz eng dann wieder steuerten Sie Ihre Boote in breitere Kanäle. Es war ein traumhaftes schönes Bild hinter jeder neuen Gasse etwas neues zu entdecken. Die Rundfahrt dauerte fast eine Stunde wird uns aber ewig in Erinnerung bleiben. Mit dem Bus ging es zum Flugplatz zurück. Zu erwähnen ist noch das dass Flughafenrestaurant, in dem man besonders gut und preiswert essen kann. Gegen Mitternacht lag ich dann wieder in meinem Bett und träume bereits von neuen Städtetouren.
Venedig–Ein Bett für jeden Geldbeutel
Günstiges Hostels oder pompöser Palazzo…
Venedig–Traditionelle venezianische Küche
Leckerer Fisch aus der Lagune und ein erfrischender Bellini in Harry’s Bar…
Venedig–Mit dem Wassertaxi unterwegs
Zum Dogenpalast, ins jüdische Ghetto und ins Guggenheim Museum…
Venedig-Flug mit HLX - unsauberes Geschäftsgebaren
Sehr geehrte Damen und Herren der HLX, ich buchte im Oktober 2005 einen Flug über das lange Wochenende 25. - 28. Mai 2006 von Hannover nach Venedig für 450 (3 Personen), mitnichten also ein Billigflug!
Die HLX besaß die Unverfrorenheit, den Rückflug am Sonntag um mehr als 3 Stunden vorzuverlegen, wahrscheinlich wegen einer besseren Auslastung der Maschinen??!!? Dadurch entging mir und meiner Familie die Möglichkeit, an einer Vernissage teilzunehmen, deretwegen ich u.a. diesen Flug buchte. Ihr Entgegenkommen: Ein abendlicher Flug nach Berlin, Bahnkosten Berlin - Hannover von mir selbst zu tragen.
Sie machen sich mit diesen “Raubrittermethoden” wahrlich keine Freunde, eine weitere Kommentierung erübrigt sich.
Also, falls möglich, demnächst mit anderen Linien als der HLX fliegen!
Chr. L.
Venezia…..
Venedig ist einfach ein Traum! Wer noch nicht da war, sollte dort aber unbedingt nochmal hinfahren/-fliegen!
Mittlerweile bin ich schon 3 Mal mit HLX nach Venedig geflogen. Der Flug war wie immer super und mir scheint es so, als hätte sich die Flugzeit sogar verringert…. MIt 1h 20min ist es wirklich nur ein Katzensprung nach Bella Italia! Und was ich auch toll finde, dass es ein Direktflug ist - ohne Zwischenstopp und Umsteigen! Allein der Flug über die Alpen (Bild) ist schon ein wahres Erlebnis und natürlich der Landeanflug nach Venedig, denn die Landebahn geht ins Meer hinein!

Venedig an sich ist eine unwahrscheinlich schöne und romantische Stadt! Mit vielen kleinen Gassen und etlichen Brücken ist Venedig fast ein großes Labyrinth!
Hier (Bild) ein typischer kleiner Laden mit Masken in einer der vielen Gassen Venedigs…

Das sieht man auch wenn man sich die ganzen Menschen aus allen Ländern der Welt dort anschaut: Alle laufen dort mit Stadtplänen durch Venedig um letztendlich zum großen Piazza di San Marco zu gelangen! Mit einem Italiener an der Seite geht dies wesentlich schneller..

Dort angelangt sind so viele Tauben, dass ist einfach unglaublich! Was ich auch komisch fand, dass diese vielen Tauben jedoch am Abend nicht mehr zu sehen waren…und da gibt es unendlich viele Tauben!

Ebenso lohnt sich eine Fahrt mit dem “Wassertaxi” über den Canale Grande (setzt euch nicht in die Kabine, hinten auf dem “Taxi” hat man im Freien eine schönere Sicht und eine tolle Atmosphäre!) Ist auch gar nicht so teuer - im Gegensatz zu einer Gondelfahrt!
Hier auf dem Bild das “Wassertaxi”:

Ich hoff ihr habt einen kleinen Eindruck bekommen…..
also nichts wir hin nach VENEZIA - es lohnt sich wirklich!
HLX süchtig
*lach* Schon die zweite Kurzreise mit HLX und wieder nach Venedig. Ich bin von totaler Flugangst geplagt aber ich liebe euere Taxiflieger. Hab mich von euerem Design inspieren lassen und wollte euch das nun auch nicht vorenthalten *fg* Die Venedig Bilder kommen dann später :o)

Karneval in Venedig
Ich möchte im wesentlichen praktische Tipps für Individualreisende geben, die Beschreibung von Sehenswürdigkeiten überlasse ich den professionellen…
HLX landet auf dem Hauptflughafen von Venedig “Marco Polo”. Transport Für den Transfer vom Flughafen in die Stadt gibt es fünf Möglichkeiten: Am teuersten ist das Wassertaxi, je nach Verhandlungsgeschick 70 bis 100 Euro pro Strecke. Die Fahrt mit dem (normalen) Taxi dauert 20 bis 25 Minuten und kostet 30 bis 40 Euro. Mit dem (öffentlichen) Boot von Alilaguna geht es stündlich für 10 Euro in 80 Minuten zum Markusplatz Der (blaue) Flughafenbus von ATVO fährt alle 15 Minuten für 3,50 Euro (Dauer 25 bis 30 Minuten) Der (gelbe) Bus Nr. 5 von ACTV fährt ebenfalls alle 15 Minuten für 2 Euro (Dauer 30 bis 40 Minuten). Wir haben uns für den Bus Nr. 5 (Beschilderung: Venezia) entschieden, da die ACTV auch den Bootsverkehr (Vaporetti) in Venedig betreibt und man bereits am Flughafen ein Kombiticket (Bus/Schiff) erwerben kann. Der Schalter von ACTV befindet sich in der Ankunftshalle gegenüber von “AVIS-Rent a car”. Das 24 Ore (Stunden) Ticket kostet zur Zeit 12 Euro und gilt ab erstmaliger Entwertung im gelben Kasten im Bus (Wichtig: ohne Entwertung fahrt Ihr schwarz !) 24 Stunden für beliebige Strecken auf allen Booten des ACTV sowie den Bussen vom/zum Flughafen. Zum Vergleich: eine einzige Bootsfahrt kostet bereits 5 Euro ! Falls Ihr länger bleibt: das 72 Stunden-Ticket ( 3 Day-Travelcard) kostet 25 Euro. Weitere Info unter actv.it Wenn Ihr im Zentrum bleibt und alles “zu Fuß machen wollt”, lohnen die Travelcards nicht, dann nur Busticket erwerben und einmal mit der Linie 1 durch den Canale Grande fahren. Da wir etwas außerhalb gewohnt haben, auf San Michele waren (s.u.) und mehrfach durch den Canale Grande gefahren sind, hat sich das Kombiticket für uns rentiert. Alle Bus- und Autofahrten enden an der “Piazzale Roma”, von dort geht es nur noch per pedes oder mit dem Vaporetto weiter. Die Liniennummern befinden sich auf den Seiten der Vaporetti, an den einzelnen Anlegern (je nach Anzahl der Linien handelt es sich um zwei bis vier schwimmende Pontons) hängen Routen- und Fahrpläne aus. Auf die Fahrtrichtung achten: z.B. fährt die Linie Nr. 51 von der Piazzale Roma zum Lido, die Linie Nr. 52 fährt in die umgekehrte Richtung. Am vollsten ist immer die Linie 1, weil sie auf dem Weg von der Piazzale Roma zum Lido durch den Canale Grande mit seinen geballten Sehenswürdigkeiten fährt. Versucht unbedingt, bei einer Fahrt zum Sonnenuntergang Sitzplätze außen zu bekommen, Romantik pur ! Orientierung Nach unseren Erfahrungen ist ein Stadtplan wenig nützlich, es sei denn, man sucht eine bestimmte Adresse. In dem Gewirr von Gassen und schmalsten “Gässchen” bringt der Stadtplan wenig, da man nur am “gucken und drehen” ist, kein Plan ist exakt. Im Stadtplan des ADAC z.B. sind einige Gassen überhaupt nicht aufgenommen, bei anderen ist der Verlauf falsch dargestellt, Brücken fehlen oder sind verzeichnet, obwohl es sie nicht gibt. Am besten orientiert man sich an den überall an den Hauswänden angebrachten Hinweisschildern. Von der Piazzale Roma oder der Ferrovia (Bahnhof) wird man so geleitet zur Rialto-Brücke (per Rialto) und zum Markusplatz (per S. Marco). Umgekehrt dann der Beschilderung “per P. Roma/Ferrovia” folgen. Es gibt weiterhin eine Beschilderung zur Accademia-Brücke (per Accademia) in den Stadtteil Dorsoduro. Am besten lasst Ihr Euch ziel- und planlos durch die Gassen treiben, macht am wenigsten Stress. So gelangt man auch auf Bezirke außerhalb der touristischen Trampelpfade. Sehr empfehlenswert die Stadtteile Cannaregio mit der Kirche “Santa Maria dei Miracoli” sowie Castello mit der Via Garibaldi, der breitesten (Einkaufs-) Strasse von Venedig, hier ist relativ wenig vom Tourismus zu spüren. Man braucht keine Angst zu haben, sich zu verlaufen, irgendwann stösst man wieder auf ein Hinweisschild. Unterkunft Hotelzimmer sind in Venedig noch teurer als in Rom, und zum Karneval werden offenbar noch einmal 50 bis 100 % draufgeschlagen ! 160 Euro für eine Nacht im Doppelzimmer in einer 1-Stern-Absteige sind keine Seltenheit. Versucht -wie wir- privat unterzukommen. Dazu bei Google z.B. “bed breakfast venezia” eingeben und auch andere Suchkombinationen ausprobieren. Wir haben auf diese Weise z.B. ein Privatzimmer für 60 Euro gefunden (war leider bereits ausgebucht); reserviert haben wir schließlich (bereits im Oktober 05 !) unter bbvenezia.it Dort bietet Roberto insgesamt 3 Zimmer an. Wir hatten das 3-Bett-Zimmer “Pearl” und haben dafür 85 Euro/Nacht inkl. Frühstück pro Nacht gezahlt. Zimmer war blitzsauber, mit eigener Dusche/WC, TV und Klimaanlage. Frühstück muss selbst zubereitet werden. Liegt auf der Halbinsel San Elena im Stadtteil Castello sehr ruhig, 3 Minuten zur Vaporetti-Station San Elena, von dort 10 Minuten mit dem Boot zum Markusplatz bzw. zu Fuß in 20-30 Minuten vom B&B zur “Piazza San Marco”. Versucht, wenn möglich, Unterkunft direkt in Venedig zu finden, um auch abends/nachts das unvergleichliche Flair dieser Stadt zu spüren. Die billigeren Hotels liegen in der Regel in Mestre, einer hässlichen Industriestadt auf dem Festland oder auf dem Lido, eine Insel, die Venedig vorgelagert ist. Letztere ist Alternative im Sommer wg. Badestrand, aber im Februar ist dort “tote Hose”. Eine gute Quelle für die Unterkunftssuche ist auch venere.com (mit Hotelbewertungen !), hrs.de bietet leider nur wenig in Venedig. Verpflegung Noch so ein leidiges Thema. Wir hatten uns zuvor in diversen Foren über empfehlenswerte und preisgünstige Restaurants sachkundig gemacht, aber vor Ort: die erste “Osteria” gab es nicht mehr, die zweite “Trattoria” hatte gerade ihren Ruhetag, die “günstige Pizzeria” in der Nähe des Markusplatzes wollte 15 Euro für die “Pizza Margarita” haben zuzüglich 1,80 Euro für “Pane e coperto” (Brot und Gedeck). Meidet in jedem Fall die Touristen-Abfütterungsstätten am und in der Nähe des Markusplatzes mit ihren viersprachigen bebilderten Speisekarten und weißgewandeten Kellnern, Preis-/Leistungsverhältnis ist eine Katastrophe ! Je weiter von San Marco entfernt, desto besser und billiger wird es. Am ersten Abend waren wir bei Mc Doof (Verzweiflungstat !,es gibt auch einen Burger King), am zweiten Abend in der Pizzeria “da Sandro” am “Campiello dei Meloni 1473″ im Stadtteil San Polo. Dort haben wir bezahlt für 2 große und leckere Pizzen, 0,5 l Vino della Casa, 0,4 l Bier, 2 Capuccini und 2 “Coperti” insgesamt 31 Euro, durchaus angemessen. Das Lokal wird auch empfohlen im “Guide Routard”, der franz. Reisebibel für Rucksackreisende. Wichtig im Cafe: Espresso/Capuccino/Latte im Stehen am Tresen zu sich nehmen. Beim Sitzen mit Bedienung zahlt man den doppelten bis dreifachen Preis ! Für Selbstversorger: es gibt nur einen “richtigen” Supermarkt in Venedig: Coop an der Piazzale Roma. Die übrigen “Alimentari” sind winzig und überteuert, die Venezianer machen ihre Großeinkäufe auf dem Festland. Für “zwischendurch” kann man überall belegte Baguettes, Pizzastücke usw. kaufen, allerdings auch teuer….. Karneval in Venedig Der eigentliche Grund für unsere Kurzreise, das Programm haben wir unter carnivalofvenice.com heruntergeladen. Die erste Überraschung für uns: fast der gesamte Karneval findet auf oder im unmittelbaren Bereich des Markusplatzes statt, ansonsten sieht man die “Masken” nur sehr vereinzelt in der Stadt. Insoweit konzentriert sich hier alles: auf jede Maske kommen mindestens 10 Fotografen…. Wir waren vom Mittwoch bis Freitag dort und es war schon ziemlich voll. Am Wochenende (vor Rosenmontag) soll es jedoch chaotisch zugehen: die Polizei erklärt die Hauptgassen zu “Einbahnstrassen für Fußgänger”, es gibt Fußgängerstaus insbesondere beim Überqueren der diversen Brücken, auf der Piazza San Marco geht überhaupt nichts mehr, extreme Gefahr von Taschendieben. Die zweite Überraschung: die Masken (besser: die verkleideten Personen) kommen aus der ganzen Welt, wir haben Leute aus Kanada und Argentinien gesehen! Auf der ganzen Welt gibt es offenbar “Selbstdarsteller”, die jedes Jahr für einige Tage nach Venedig reisen, um sich täglich mehrere Stunden größtenteils sehr originell verkleidet- den zahlreichen Profi- und Hobbyfotografen zur Schau zu stellen. Einige “Maskenfotos” von mir findet Ihr unten. Neben den Masken gibt es täglich ab 15 Uhr ein Programm auf der großen Bühne auf dem Markusplatz sowie Theateraufführungen (nur italienisch) auf einer kleinen Bühne. Unser Fazit: einmal im Leben sollte man “Karneval in Venedig” erlebt haben, es gibt aber keinen vernünftigen Grund, nochmals dafür hinzureisen. Sehenswürdigkeiten Die “Top Drei” ganz klar: Markusplatz mit Basilika, Dogenpalast und Campanile, Rialto-Brücke und Canale Grande. Wie anfangs bereits gesagt, alles weitere bitte den einschlägigen Reiseführern entnehmen, ich empfehle den “Spirallo-Reiseführer Venedig” aus dem Falk-Verlag für 4,95 Euro, er enthält auch einen Stadtplan. Und lauft ziel- und planlos durch die Stadt !!! Noch ein “Geheimtipp”: die Friedhofsinsel, zu erreichen mit Vaporetto Nr. 41 bis “Cimitero”, zurück mit Linie 42. Für die Toten hat Venedig eine eigene Insel, Isola di San Michele. Bei Sonne eindrucksvoll durch die vielen schneeweißen Kreuze, bei Nebel und Regen schön schaurig (der Friedhof ist aus dem Film “Omen 2″ bekannt, wenn ich mich richtig erinnere). Wer länger Zeit hat, sollte sich noch die Inseln Murano und Burano ansehen. So, das war es. Ich hoffe, wir konnten Euch einige praktische Tipps geben. Wer nicht unbedingt “die Masken” sehen will, sollte vielleicht vor oder unmittelbar nach dem Karneval nach Venedig reisen. Dann ist absolute Nebensaison und man kann die Stadt in Ruhe genießen. Und Venedig muss man wirklich gesehen haben !!!
Ich möchte im wesentlichen praktische Tipps für Individualreisende geben, die Beschreibung von Sehenswürdigkeiten überlasse ich den professionellen Reiseführern. Die Preisangaben gelten für Februar 2006.
Venedig: Stille Wasser sind tief!
Das Wasser gibt den Ton an: ruhig und gelassen. Es ist allgegenwärtig. Statt Autoverkehr gleiten Vaporettis, Traghettis und die berühmten Gondeln über die Wasserstraßen. Rund 400 Brücken verbinden die 118 Inseln des historischen Stadtkerns, 180 Kanäle durchziehen die Altstadt. Der bekannteste davon ist der Canal Grande.
Das Wasser gibt den Ton an: ruhig und gelassen. Es ist allgegenwärtig. Statt Autoverkehr gleiten Vaporettis, Traghettis und die berühmten Gondeln über die Wasserstraßen. Rund 400 Brücken verbinden die 118 Inseln des historischen Stadtkerns, 180 Kanäle durchziehen die Altstadt. Der bekannteste davon ist der Canal Grande.
Die meisten Menschen haben ein genaues Bild vor Augen, wenn Sie den Namen Venedig hören, schließlich ist die Stadt beliebter Schauplatz für Film, Kunst und Literatur. Man denke an die Shakespeare-Verfilmung Der Kaufmann von Venedig oder Wenn die Gondeln Trauer tragen mit Donald Sutherland. Venedig ist Stadt der Musik (Vivaldi, Wagner, Tschaikowsky) und Stadt der Schriftsteller von Hemingway bis Highsmith, Thomas Mann, Donna Leon oder jüngst Cornelia Funke, die die schaurig-schöne Kulisse für ihre Kinderbande nutzt. Kein Wunder, dass die Lagunenstadt die Kunstschaffenden anzieht: Seine verwunschenen Plätze, spukhaften Gassen, die zerfallenen Häusern neben prunkvollen Palazzi und das geheimnisvolle Wasser überall regt bis heute die Phantasie an und bietet zudem eine optimale Bühne für große Auftritte. Schon der Adel im 18. Jahrhundert führte seine Kleider stolz auf den Campi vor. Einheimische und Touristen präsentieren alljährlich auf der schillernden Maskenparade im Februar Glamouröses: Zum Karneval in Venedig füllen sich die Gassen rund um den Campo San Polo mit Kostümierten. Es herrscht Volksfeststimmung.
Aber Venedig ist mehr als Touristentrubel. Es gibt durchaus menschenleere Gassen, stille Seitenkanäle und abgelegene Plätze und dort entfaltet es seine pure Schönheit.
Ruhe findet man zum Beispiel in den Wintermonaten, wenn der sonst mit Menschen überfüllte Markusplatz plötzlich von Hochwasser durchflutet ist und die Venezianer gelassen und lächelnd mit Gummistiefeln über die Piazza schlendern. Auch im Sommer gibt es lauschige Plätzchen mit atmosphärischen Bácari (Weinlokale), in denen Venezianer gesellig Ombra (typischer Wein) trinken. Am besten man lässt sich einfach treiben
Venedig ist Poesie: Wenn sich der milchig trübe Nebelschleier in der Morgendämmerung über die blaue Lagune legt und die Holzpfähle ihre Schatten werfen. Venedig ist Verführung: Wenn die Silhouette aus Campanile, Salute Kirche und Turm von Burano sich gewichtig und ehrfurchtsvoll erhebt. Venedig ist Melancholie: Wenn kleine Boote, eingetaucht in schwachen Modergeruch, durch das stille Wasser gleiten und die Zeit vergessen lassen. Venedig ist Sinneslust: Wenn im Sommer schwül-fiebrige Luft an den Hauswänden klebt, Wein und Muscheln gastfreundlich aufgetischt werden. Venedig ist Rückzug: Wenn die Häuser eng beisammen stehen, als würden sie sich vor dem Wasser schützen, vor den Fenstern bunte Wäsche flattert, Umzugsboote in der Enge manövrieren, alte Frauen mit Taschen voll Gemüse schwatzend nebeneinander her gehen und sich alte Männer mit so vielen Falten wie Wasserstraßen, herzlich begrüßen. Und Venedig ist immer auch Klischee: Wenn schwarz lackierte Gondeln, touristisches Requisit Nummer eins, dicht an dicht fahren, gesteuert von jungen, singenden Italienern. Die Fahrten sind teuer und eher unromantisch, denn auf den Brücken lüstern die Fremden auf der Suche nach dem typischen Foto-Motiv. Aber ganz kommt man ums Klischee nicht herum: Natürlich sind Seufzer und Rialtobrücke, Dogenpalast und die Glasfabriken und Galerien in Murano ein Muss für jeden Besucher. Einmal sollte man sich auch einen Cappuccino für 7 im berühmten Café Florian auf der Piazza San Marco gönnen: Das Ambiente (Samtsofas, gold verzierte Spiegel) ist faszinierend.
Wenn sich die Sonne schließlich neigt, die Domglocken die Abenddämmerung einläuten und die Tauben die Essensreste vom Asphalt picken, verschwinden die Tagestouristen mit dem Vaporetti Nummer 82 in Richtung Bahnhof. Die Piazza San Marco flüstert Ciao, ein Geiger geigt unter den Arkaden ein trauriges Lied - Fleisch gewordene Sehnsucht. Zum Abschied fließen immer ein paar Tränen. Das also ist das Geheimnis des vielen Wassers.

Von Venedig auch mal nach Verona…
Eigentlich hat Venedig ja schon genug zu bieten, aber trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen, auch mal die Stadt, die Shakespeare als Schauplatz für die Liebesgeschichte Romeos und Julias diente, zu besuchen - Verona!
Mit einem Schnellzug kommt man innerhalb von ca. 1 ½ Stunden von Venedig direkt nach Verona. Ein Bus - das Ticket muss man schon am Bahnhof kaufen - bringt einen direkt ins Stadtzentrum.
An der Piazza Brà angekommen besichtigen wir erst einmal die Arena di Verona, eines der drei größten Amphitheater der Welt. Ein Mann nutzt den Moment und singt ein paar Operntakte auf der Bühne, die von den noch leeren Rängen der Arena widerhallen.
Weiter gehen wir Richtung Piazza delle Erbe durch die Via Mazzini, eine belebte Fußgängerzone mit vielen Geschäften und Cafés. Schon seit dem Mittelalter findet auf dem Platz, umgeben von freskenverzierten Häusern und Loggien, jeden Morgen der Markt statt.
Natürlich besuchen wir auch die Casa di Giulietta in der Via Cappello und stellen fürs obligatorische Foto die Balkonszene nach. Im kleinen Innenhof steht die Julia als goldene Statue (gold sind eigentlich nur die Stellen, an denen sie häufig von den Touristen angetatscht wird). Ein Stückchen weiter, in der Via delle Arche kann man natürlich auch das Haus ihres angebeteten Romeos begucken.
Zwischen der Piazza delle Erbe und der Piazza dei Signori wurde der Palazzo della Ragione im 12. Jahrhundert erbaut, direkt daneben ist der zugehörige Torre dei Lamberti.
Weiter gehts zum Duomo, der ebenfalls im 12. Jahrhundert im romanischen Stil entstanden ist. Zum Gebäudekomplex gehören die Kirchen von S. Elena und San Giovanni in Fonte, und der Bischofsplatz.
Nicht weit von hier ist die 1290 1481 im gotischen Stil erbaute Kirche SantAnastasia, die größte Kirche Veronas.
Wir laufen über die wieder aufgebaute Ponte Pietra, die über den Adige führt, nach Castelvecchio. Hier steht die Festung der Skaliger aus dem Mittelalter. Seit 1925 dient sie als Museum, Museo Civico dArte, und stellt die städtische Kunstsammlung aus.
Dann besichtigen wir noch die romantische Basilika San Zeno Maggiore, eine der schönsten Kirchen Norditaliens, die 1117 errichtet wurde.
Den Rest des Tages verbringen wir mit Cappuccinotrinken und Bummeln.
Nach dem Abendessen begeben wir uns mit unseren schon langfristig bestellten Karten wieder in die Arena um AIDA zu sehen. Allein schon wegen der Kulisse herrscht hier eine pompöse Atmosphäre. Das Musical ist beeindruckend und gewaltig inszeniert.
Hundemüde, aber erfüllt von den zahlreichen Impressionen des Tages, fallen uns schon auf dem Rückweg im Zug die Augen zu.
24h Venedig! oder wieviel Stadt geht an einem Tag…
Ohne Reiseführer - ohne Plan - ohne Stress…
24h Venedig! oder wieviel Stadt geht an einem Tag…
Die Abflugzeiten von HLX erlaubten mir einen Kurztrip der seinen Namen in der Tat verdiente. Da ich völlig angenervt vom miesen Wetter in Hannover über die Happy HLX Hour einen Hin- und Rückflug von Hannover nach Venedig für einen Appel und n Ei ergatterte nahm ich mir einen (!) Tag Urlaub mitten in der Woche.
Ich fütterte meinen Rucksack mit dem nötigsten und düste nach Feierabend Richtung Flughafen und eh ich mich versah war ich auch schon am Airport in Venedig gelandet. Obwohl ich schon viel Geld am Flug gespart habe sah ich es nicht ein, eines der Privattaxen für ca. 40 zu nehmen, die mich auf dem Wasser rüber zum Markusplatz fahren wollten sondern stieg in den Bus. Die Fahrt übe Wasser für 10 ging an der Insel Lido vorbei und dauerte ziemlich genau eine Stunde bis ich abends um 23.00 Uhr am Markusplatz angelangt war.
Durch Beziehungen konnte ich bei Bekannten in einem Appartement nahe des Markusplatz die Nacht verbringen aber Schlaf war für mich erstmal das unwichtigste denn der im Schein der stilvollen Laternen hell erleuchtete Markusplatz und die Basilika mit ihrer wundervollen verschnörkelten Aussenfassade zogen mich in Ihren Bann. An den überteuerten Cafes saßen noch viele Menschen und lauschten einigen klassischen oder jazzigen Kapellen und was am wichtigsten war: es war Mitte September und T-Shirtwetter! Traumhaft.

Das Appartement war schnell gefunden und nachdem der Rucksack verstaut war musste ich erstmal einen Happen essen. Man sagt ja, dass es gewaltige Unterscheide zwischen der Pasta oder Pizza zuhause und in Italien im allgemeinen gibt. Das stimmt in der Tat, vor allem was den Preis angeht. Deshalb mein Tipp: Weiter in die Stadt rein, möglichst Nebengassen suchen und dort findet man 1. bessere und 2. günstigere Lokale.
Nach einer Portion Spaghetti Algio-et-Olio (oder so ähnlich) wollte ich ins Nachtleben einsteigen und musste meinen ersten Dämpfer erleben. Es waren fast nur ältere Herrschaften unterwegs und so konnte ich mir keine wirklichen Tipps bzgl. Clubs oder Bars einholen. Alle Lokalitäten in der Nähe des Markusplatz scheinen ab ca. 0.30 Uhr genug Geld verdient zu haben und schließen. Also an dieser Stelle wieder einen Tipp: Wer abends losziehen will, sollte sich vorher im Internet schlau machen. So musste ich früher als erwartet zurück ins Appartement. Dafür würde ich morgen mehr Zeit haben die Stadt zu erkunden.
Ab 10.00 und dem wahrscheinlich besten Latte Machiatto den ich je getrunken hatte ging es erstmal wieder zum Markusplatz. Jetzt waren auch die weltberühmten unzähligen Tauben da und fast genauso viele Touristen. Alle 10m hörte man eine andere Sprache. Die Menschenschlange vor der Basilika war sehr lang ging aber trotzdem recht schnell voran. Innen war Staunen. Obwohl ich mir eigentlich rein garnix aus Kirchen mache, musste ich mir schon eingestehen, dass die Basilika in einer anderen Liga spielte. Der Eintritt war umsonst und für 1,50 hab ich mir innen noch irgend so eine goldene Tafel angeguckt, die bestimmt eine religiöse Bedeutung hatte, für mich in dem Moment aber einfach nur verdammt groß war, wenn man bedenkt, dass sie tatsächlich aus Gold gewesen sein sollte.
Nach gut Zwei Stunden Aufenthalt am Markusplatz ging es weiter zur Rialtobrücke. Der Weg war ausgeschildert und so schlenderte ich durch die Gassen und war froh, dass ich alleine unterwegs war. Wäre meine Freundin mitgekommen, hätten wir wohl alle 20 Meter einen Boutiquen-Stop einlegen müssen. Uff! Glück gehabt. Hier ist alles versammelt: Von Armani über Diesel bis zu elitären Uhren- und Schmuckläden. Natürlich ist Venedig auch überschwemmt von Geschäften die diese in meinen Augen irsinnig hässlichen bunten Kunstwerke aus Glas, die auch irgendwo in Venedig ihre Manufaktur haben. Und noch dreimal so viele Souvenirshops. Aber wer nicht will, der muss ja auch nicht in die Geschäfte gehen.

An der Rialtobrücke war es mir etwas zu voll. Der Anblick wurde durch ein Banner, dass gut ein Drittel der Brücke verdeckte eh etwas geschmälert, was die japanischen Touristen trotzdem nicht davon abhielt voll draufzuhalten und Ihre digitalen Speicherkarten an die Grenzen Ihrer Kapazität brachte. Egal, ich war mal da und suchte auf meinen Stadtplan nach weiteren Sehenswürdigkeiten, da ich ja wirklich nur begrenzt Zeit hatte.
Zugegeben, mir ist nicht mehr viel eingefallen. Alle Bilder die man als Ersttourist mit nach Venedig brachte habe ich quasi abgehakt: Basilika, Rialtobrücke, Gondoln, Wasserstraßen und der Markusplatz mit dem Dogenpalast. Ich bemerkte, dass ich mich auf diesen Spontantrip überhaupt nicht vorbereitet hatte. Ich bemerkte aber auch dass mir das ziemlich egal war. Es war nicht so, dass Langeweile aufkam im Gegenteil. Ich war total zufrieden und glücklich damit, einfach durch die Gassen zu schlendern, mal nach rechts und mal nach links zu schauen und ab und an mich mit einer Kleinigkeit zu belohnen. Eiscreme, Mandelgebäck, Cappuccino, etc… Dabei nahm ich viel mehr wahr, als mir jeder Reiseführer vorgeben konnte. Ab und an entdeckte ich auch die ein oder andere Sehenswürdigkeit, die man so kannte. Wie die Seufzerbrücke oder diverse Schauplätze berühmter Fimspielszenen.

Ich verbrachte viel Zeit damit, einfach nur auf einer Bank an der Promenade zu sitzen und beobachtete das Treiben der anderen Touristen, Schwarzhändler die Ihre gefälschten Chanel-Taschen verkaufen wollten oder einfach nur das Meer und die Gondeln die Ihre Wege in die Gassen der Stadt suchten. Es war wahnsinnig entspannend.
Kurz bevor ich zurück zum Flughafen musste, fuhr ich nochmal mit dem Fahrstuhl auf den Turm am Markusplatz (dessen Namen ich leider vergessen habe) und schaute mir nochmal die Stadt von oben an. Der beginnende Sonnenuntergang und die wunderschönen Farben, in denen Venedig jetzt strahlte waren ein krönender Abschluss für einen Tagestrip, den ich mir vorher ganz anders vorgestellt hatte.

So gegen 21.30 sinnierte ich nochmal ein wenig über den Wolken. Ein Tag Venedig reichte also aus, das ich mich völlig relaxt fühlte.Und das nur weil die Idee mit dem Abklappern von Sehenswürdigkeiten sich schnell abnutzte und ich mich so einfach durch die Stadt treiben lassen konnte. So sah ich wahrscheinlich mehr von Venedig als durch zielstrebiges ”Reiseführer-in-der-Hand-durch-die-Stadt-Ziehen”…
Kurztrip nach Venedig
Da ich in diesem Jahr noch keinen Urlaub gehabt hatte, ließ ich es mir nicht nehmen, wenigstens einen Kurztrip in die wunderschöne Lagunenstadt Venedig zu machen…

Vom Aeroporto Marco Polo aus geht es mit dem Wassertaxi in das Stadtinnere.
Es ist zum Glück noch früh und der Markusplatz ist zwar voll von Tauben, aber noch nicht so sehr von Touristen.
Ich besichtige die Basilika und den Campanile.

Danach gönne ich mir einen überteuerten Eiscafé und ein Tramezzini im ältesten Caféhaus Venedigs Café Florian immer noch auf der Piazza San Marco.
Frisch gestärkt ziehe ich weiter durch Gässchen und über Brückchen um Venedigs Flair aufzusaugen und um heraus zu finden, wieso diese Stadt schon immer Inspiration für Schriftsteller, Maler und Filmemacher ist.
Die obligatorische Gondelfahrt schenke ich mir (viel zu teuer) und nehme stattdessen ein Vaparetto (Linienboot) um die Stadt vom Canale Grande zu bestaunen.


Hier von der Hauptstraße aus sieht man die schönsten Villen und Paläste, wie z. B. den Palazzo Vendramin-Calergi, ein Renaissancebau aus dem 15. Jahrhundert, in dem 1883 Richard Wagner starb. Im Winter ist hier das Spielcasino, im Sommer befindet es sich auf dem Lido.
Später fahren wir unter der berühmten Rialtobrücke hindurch, die bis vor 150 Jahren der einzige Übergang über den Canale Grande war. Hier war das Geschäfts- und Handelszentrum von Venedig und auch heute ist hier noch reger Verkehr.
Wieder an Land suche ich den schmalen uneinladenden Eingang in das alte Ghetto Venedigs. Ein absoluter Szenenwechsel. Man fühlt sich fast ein bisschen erdrückt, denn die Gassen sind hier noch enger und die Häuser höher.
Nachdem ich noch einen Einkaufsbummel durch die schönen Geschäfte gemacht und die beeindruckenden Kirchen und Gebäude besichtigt habe, verarbeite ich bei einer Portion Pasta die gesammelten Eindrücke des Tages.


