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Archiv für die Kategorie ‘Wandern’

Von Ruine zu Ruine

Wer wie ich auf alte Burgen oder Burgruinen steht, dem kann ich nur empfehlen mal den Burgenweg über die Schwäbische Alb zu wandern. Die 89 Kilometer lange Route von Reutlingen nach Zwiefalten kann bequem in fünf Tagesetappen erwandert werden. Mein Kumpel und ich hatten im September die ganzen 5 Tage schönes Wetter, so dass unser Not-Ein-Mann-Zelt nicht zum Einsatz kam. Los ging es am Abend in Reutlingen wo wir es vor Einbruch der Dunkelheit nur bis zur Ruine Achalm schafften. Herrlich, absolute Ruhe, unter uns die Lichter der Stadt und über uns der Sternenhimmel. Ein guter Schlafsack und eine gute Isomatte sind allerdings im Herbst schon notwendig. Am nächsten Tag ging es bei schönstem Wetter und Sonnenschein bis zur Ruine Alter Lichtenstein. Gut, dass Volki, noch ein paar Sandalen in meiner Größe dabei hatte, weil ich mir gleich in meinen noch nicht eingelaufenen Schuhen eine Blase gelaufen habe. Der nächtliche Ausflug zum Schloss Neuer Lichtenstein wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Das Gebell der Bluthunde hat uns nämlich zur hastigen Umkehr bewogen. Aber die Weide unter der ich meinen Schlafsack ausgerollt hatte, sah auf einmal aus wie ein Galgenbaum. Und die ganzen Tierstimmen im Wald konnte ich auch nicht mehr ganz einwandfrei zuordnen… Naja, ein bisschen Grusel gehört zu solch einer Burgenwanderung auf jeden Fall auch dazu. Ich will Euch jetzt auch gar nicht mit den ganzen Tagesetappen langweilen. Nur soviel. Es gibt entlang des Weges, so viele Burgruinen, dass Leute, die gerne unter freiem Himmel schlafen, immer ein schönes, ruhiges Plätzchen abseits menschlicher Ansiedlungen finden. Landschaftlich ist die Ecke auch sehr schön und zuviel Kraxelei ist auch nicht dabei. Die Schwäbische Küche mit ihren vielen teigigen Spezialitäten wie handgeschabten Spätzle oder Maultaschen ist ein Gedicht und die Kohlenhydrate verbrennt man ja gleich wieder. Kann ich also wirklich nur empfehlen.

Blumen, Berge, blaues Mee

Mein Mann und ich waren total begeistert von der Blumeninsel. Frühlingshafte Temperaturen mitten im Winter, üppige, teils blütenreiche Vegetation und unzählige Wandermöglichkeiten. Durch die spezielle vulkanisch geprägte Topographie der Insel mit ihren vielen Schluchten, Tälern und Bergkämmen gibt es einfach so viele Wege und Ziegenpfade dass wir auf jeden Fall noch mal wiederkommen werden, um alle Teile der Insel kennenzulernen.

Donna Adelina B&B

Gastfreundschaft, Komfort und Höflichkeit sind unsere Vorrechte; Qualität und gute Preise, unsere Höhepunkte. Einfach, von jedem Punkt des Anschlußes zu erreichen von der Stadt (Flughafen, Autobahn, Eisenbahn, Hafen), würde es einfach für Sie sein, aufzuholen Sorrento und die wichtigsten archäologischen Bereiche der Stadt. Für die, das es liebt, sogar das Meer ist zu unserem Bett - und - Frühstück nah. Die berühmten Aragonese Aufsätze kennzeichnen der historische Marktplatz Nolana ist sicher ein Punkt des Hinweises für jeder. Castellammare di Stabia, die Faito Einfassung, Sorrento, Amalfi, Portici, Pompeji, Ercolano sind einfach, durch aufzuholen Circumvesuviana Gleis (weit entfernte nur 100 mt von unserem B& B); Pozzuoli, Baia und Campi Flegrei sind einfach, mit Metropolitana (5 Minuten des Wegs) zu erzielen. Sie können Capri, Ischia und Procida auch erzielen vom Stadthafen (10 Minuten des Wegs).

nicht weit weg

also mein lieblingsplatz oder besser gesagt einer meiner lieblingsplätze ist der HEILIGE PFUHL 2  in wandlitz bei berlin,ich liebe es einfach dort zu sitzenaufs wasser zu schauen ,wo sich herrliche seerosenfelder im takt der wellen wiegen,das ganze schön von schilf und einem birkenwäldchen umgeben,einfach herrlich.mein hobby die angelei gerät dann oft zur nebensache.ich empfehle jedem sich die pfühle mal anzuschauen,derer drei,die laut sage durch einen steinwurf enstanden sei solle.und nicht vergessen den REGENBOGENSEE EIN EBENSO SCHÖNES GEWÄSSER NICHT WEIT VOM PFUHL UND HERRLICH ZU UMRUNDEN  ALSO AB NACH WANDLITZ UND REIN IN EINE HERRLICHE UND LEIDER VIEL ZU SELTENE NATURLANDSCHAFT

Toller Kurztrip

Ich war im Frühsommer im Allgäu. Hatten wunderbares Wetter und konnten die  Alpenrosenblüte bestaunen.
Es waren wunderbare Tage zusammen mit Freunden. Auch der Flug war Tipp-Topp und der neue Flughafen in Memmingen ist wirklich schön geworden.

Hotel und Auto für 29,90

Hallo,

wer hat dieses Angebot schon mal genutzt und kann mir mitteilen welche Erfahrungen er damit gemacht hat?

Klingt doch fast zu gut um wahr zu sein, bei den Hotelpreisen die Sardienen sonst hat.

Bitte Erfahrungen weitergeben.

Liebe Grüße

 

Mallorca anno 1800

Hallo, ich bin einer der grössten Mallorca Fans (zumindestens aus Kiel). Ich fliege 4-5 mal im Jahr rüber, einfach nur mal so um gemütlich in Santa Ponsa (bei Jaime -Alt Wien) ein Cafe con Leche zu trinken. Mich interessiert an der Insel nicht der "Ballermann" sondern die schönheit der Insel und die Menschen. Am allermeißten interessiert mich aber die Zeit vor dem Ballermann. Deshalb habe ich auch eine Homepage darüber entworfen. Da gibt es viele alte Fotos und zahlreiche alte Reiseberichte http://www.mallorca-historica.de . Meine Füge buche ich natürlich bei http://www.tuifly.com  über das online Reisebüro http://www.reisefinden24.com das junge Reiseportal.

Ich werde absofort hier regelmässig neue Fotos von www.mallorca.historica.de  posten. Die ersten 2 sind gerade online.

Gruss waveflyer

Valentin beflügelt …

Wir Kennen uns seit Kurzem, da kam mir zum Valentinstag die Idee: Wellness Hotel in Südtirol gesucht und gebucht!. In letzter Minute nachdem wir im Stau gestanden sind, erreichten wir das Wellness Vital Hotel Goldene Krone in Brixen und konnten nach einem Hagebuttenölbad und einer Massage den Sonnenuntergang in Südtirol bei leckerer Pizza und Rotwein genießen. Am nächsten Morgen nach einem ausgiebigen Frühstück ging es dann nach Meran auf einen Milchkaffee danach den Jauffenpass hinauf und hinunter um dann wieder zurück an den Bodensee ein schönes Wochenende für Verliebte abzuschließen.

Sonnenaufgang auf´n Teide

Heute ist es soweit. Endlich geht die Wanderung auf den Teide los. Seit einer Woche sind wir auf Teneriffa und haben uns ans Klima und an die Höhe gewöhnt.
Die Anmeldung für die Hütte Altavista hat geklappt und alles was wir die nächsten 2 Tage brauchen ist im Rucksack. Der erste Teil des Weges ist leicht für uns alte Wanderer. Die Landschaft ist von karger Schönheit wie überall im Nationalpark.

Die erste Besonderheit, die wir auf dieser Strecke erreichten, waren große Vulkanbrocken, die Eier des Teides. Diese großen Brocken waren bei einem explosionsartigen Ausbruch den Berg herunter gerollt bis hier her in den flacheren Bereich.

Kurz nach den Eiern des Teides ändert sich der Weg. Wir sind bis her in langsamen Tempo (wie im Wanderführer empfohlen) aber stetig die sanften Serpentinen heraufgelaufen. Nun nach ca.1,5 Stunden verlassen wir den breiten Fahrweg. Der zweite Teil des Anstieges der bei ca. 2700m beginnt ,führte uns über steile Serpentinen auf gerölligen Untergrund bis auf 3200m. Mit vielen Trinkpausen sind wir durchgeschwitzt nach ca.1,5 Stunden an der Hütte oder wie die Spanier sagen am Refugio de Altavista. Die Aussicht ist fantastisch. Aber so durchgeschwitzt und dann bei 4°C 1 Stunde warten, das wurde sehr kalt. Das Refugio öffnet erst 18 Uhr. Es kamen sogar einige Engländer in T-Shirts und ohne Jacken nach hier oben. Aber lange hab sie das Warten nicht ausgehalten.

Eine kleine Gruppe von zum Schluß 14 Wanderern (2 Franzosen und der Rest Deutsche) sammelte sich vor der Hütte. Wie schön es war in die warme Hütte zu kommen, kann nur nachvollziehen, wer schon so durchgefroren war. Trotz der vielen Schichten an Pulovern und Jacken hatte mich und die meisten Anderen, die Kälte so eingenommen, das es lange dauert bis einen langsam wieder warm wurde. An Teebeutel hatte ich gedacht,aber je einen für abends und morgens. Wenn einem so kalt ist, schmeckt auch der 3.Aufguß noch. Aber nach dem Abendbrot, Würstchen mit Salat, wurde uns langsam warm. Eigentlich hatte man das Gefühl, die Anderen schon lange zu kennen und es wurde über vieles geplaudert. Wie verabredet gingen alle zur selben Zeit schlafen. Außer einem Waschbecken gabs keine Möglichkeit sich zu waschen und geschlafen wurde auch in einen Raum. Geschlafen habe ich zwar unruhig aber gut. Etwas Angst hatte ich vor der Höhe, man weiß nicht ob man sie verträgt, aber ich habe sie nicht gespührt auch nicht auf dem Gipfel.

Am nächsten Tag klingelte 4.30 Uhr der Wecker und alle waren sich einig, jetzt wird aufgestanden. Erst stärkten wir uns beim Frühstück und dann wurde alles angezogen, was im Rücksack war, denn wir hörten den Wind um die Hütte heulen. Mit uns gingen noch einige der anderen Wanderer , so das sich eine Gruppe von 5 Personen bildete. Vor uns ging noch das französische Pärchen. Es war windig, kalt und dunkel und in einer Gruppe zu gehen, doch sehr angenehm. Mein Mann gab ein langsames Tempo vor und alle folgten. In der Dunkelheit über überfrorene Steine klettern, dabei erschien der Weg uns teilweise endlos. Nach jeden Felsen hofften wir endlich die Bergstation zu erreichen. Manchmal glaubten wir nicht, es bis zum Sonnenaufgang zu schaffen - trotzdem gingen alle weiter. Richtig schwierig wurde es erst nach der Bergstation, eigentlich waren es ab hier nur noch 200 Höhenmeter aber wir waren ab hier auf freiem Gelände und der Wind traf uns mit ca.Windstärke 8. Wir gingen durch Wolken die der Wind nach oben trieb. Die Lufttemperatur war bei -3°C. Das kostete alle Kraft um weiter zu gehen. Jetzt waren alle 7 Wanderer zusammen. Wir kämpften uns auf den Gipfel. 7 Menschen allein auf dem höhsten Berg Spaniens. Der Anblick, der uns oben erwartete, entschädigte für alles. Wir auf einer Höhe von 3718 m, das hatten wir noch nie geschafft und dann der Sonnenaufgang. Können Sie sich vorstellen, wie so ein Erlebnis verbindet.

Sehen Sie sich selbst den Sonnenaufgang an. Die Bilder sprechen für sich.
Aber eine Anmerkung muss ich noch machen, fotografiert habe ich alles in Handschuhen und mit Automatik. Meine Finger waren so steif, das ich die kleinen Tasten nicht mehr bedienen konnte. Die Linse ist mir teilweise überfroren. Der Wind schüttelte einen so stark, das ich Angst hatte kein scharfes Bild zu machen aber ich hatte Glück.

Der Abstieg begann durch Wolken und Wind. Aber von einer auf die andere Minute zog der Himmel auf. Erst jetzt konnten wir die Aussicht und die Strecke genießen (Bergauf war es ja dunkel). Alles war mit Reif überzogen, die Vulkanlandschaft erschien in einer verzauberten Schönheit.

Ich hatte schon von diesem einmaligen Erlebnis gehört und in diesem Urlaub haben ich und mein Mann diesen Berg erleben können. Es ist ein einmaliges Gefühl den Sonnenaufgang auf den Pico de Teide in 3718 m zu erleben. Alle Mühen des Aufstiegs, Kälte und Wind sind bei diesen Anblick vergessen. Pico del Teide wir kommen wieder.

Trotz Krankheit

Wir waren auf Mallorca, in den kleinen Ort Baharia Grande. Der Urlaub war sehr schön. Wir sind des öfteren nach Arenal gefahren, um dort zu shoppen oder uns einfach nur am Strand auszuruhen. Wir gehen auch gerne ins Museum und waren im Aqua-Land. Leider wurde ich 2 Tage vor Abflug nach Deutschland krank. Hatte hohes Fieber, mir war schlecht, etc. Doch mein Verlobter hat mit Mut und die Kraft gegeben das zu über stehen. Er hat mich gepflegt, obwohl er sich auf das Bogenschießen so gefreut hatte. Obwohl ich krank war, war das mein schönster Urlaub. Wir hatten einen guten Zusammenhalt, was unsere Beziehung gestärkt hat! Dafür möchte ich mich bei meinem Schatz bedanken!

Venedig im November

Venedig Nov

Venedig mit dem Billigflieger

Wer schon einmal unbedingt eine Stadt sehen will für den gibt es die sogenannten Billigflieger. Das kann man ja mal riskieren. Am vergebenen Buchungstag war noch ein freier Termin im November zu  ergattern.. Wir machten uns also am 16 November um 16.00 Uhr auf nach Köln um dann um 20.15Uhr nach Venedig zu fliegen. Der Kölner Flughafen ist mit dem Auto super zu erreichen. Die Beschilderung ausreichend. Es empfiehlt sich jedoch vorher sich den Flughafen im Internet anzuschauen. Wir nahmen das Parkhaus 3, es liegt etwas vor dem Flughafen aber hier kann man am günstigsten Parken. Für 24 Std werden 8Euro und je halben weiteren Tag 4Euro fällig. Ein Shuttlebus bringt uns zum Abflugterminal. Der Flughafen Köln ist einfach praktisch genial für eine Reise. Schnell haben wir unseren Abflugschalter gefunden und wir gaben die von unserem Printer ausgedruckte Reisebestätigung ab. Das war schon alles an Reiseformalitäten die erledigt werden mussten, wenn man von mitbringen des Personalausweises mal absieht. Die freundliche Dame am Checkin händigte unser Bordkarte aus und ohne Sitzplatznummer machten wir uns auf den Weg zum Bording. Noch hatten wir mehr als eine Stunde Zeit und wir schlenderten noch einmal durch Flughafen. Von Hektik war hier keine Spur, alles lief seinen geregelten Weg. Wir verzehrten noch die mitgebrachten Butterbrote und dann betraten wir den Abflugbereich. Loriot hätte hier seine Freude gehabt. Lustige Szenen spielten sich vorm Betreten der Maschine ab. Da es keine nummerierten Plätze gibt, auch keine unterteilten Klassen (Econemy oder Buissness) versuchte jeder natürlich als erstes die Maschine zu betreten um möglichst einen guten Fensterplatz zu ergattern. Wir sahen uns das Szenarium an. Eine halbe Stunde vor dem Einstieg hatte sich eine große Anzahl von Passagieren vor dem Tresen des Controllers versammelt. Nun hatte sich aber die Maschine um 15 Minuten verspätet. Tatsächlich setzen sich die meisten nach der Durchsage auf die in der Halle befindlichen Sitzreihen. Sprangen aber sofort wieder auf als die Maschine zum Gate rollte. Nun mussten die in der Maschine befindlichen Reisenden erst aussteigen. Dies dauerte erneut 15 Minuten. So das die durchsage zum Betreten der Maschine erst um 20,45 erfolgte. Der Einstieg war innerhalb 10 Minuten erledigt. Wir sind fast als letzter in die Maschine gestiegen und bekamen im mittleren Teil der Maschine einen Fensterplatz für Ulrike und daneben setze ich mich. Die Maschine eine Boing 737 war recht neu, der Sitzkomfort für mich ausreichend und auch sonst hatte ich ein gutes Gefühl. Um 20.55Uhr war die Maschine bereits in der der Luft. Der Flug dauerte ca. eine Stunde. Das man an Board für den Preis kein Freigetränk bekommt störte uns nicht im geringsten. Wir orderten zwei Dosen Bier für 2,40euro und genossen den angenehmen Flug. Der Airport in Venedig ist ebenso zweckmäßig wie in Köln gebaut. Von hier aus kann entweder mit dem Boot für 10Euro oder mit dem Bus für 3Euro in die Lagunenstadt fahren. Vor dem Busterminal befindet sich ein Ticketautomat für den Bus. Ich erwähne das deshalb, weil wir den Fehler machten uns an dem Ticketschalter innerhalb des Terminals anzustellen. Als wir mit unseren Tickest zum Bussteig kamen sahen wir nur noch die Rücklichter. Nachdem wir dann eine Stunde gewartet hatten und dann aber ohne weitere Probleme zum Busbahnhof in Venedig gefahren wurden stand die Frage immer noch im Raum- wo übernachten wir?. Es war mittlerer Weile 23.00Uhr, die Temperatur  lag bei angenehmen 12° und der Himmel war sternenklar. Unser Gepäck bestand lediglich aus einem mittelgroßen Rucksack, der zu einem drittel gefüllt war mit Lebensmittel. Wo bitte ist das Wasser schaute mich fragend Ulrike an.

„Warte ab“,entgegnete ich 100meter weiter beginnt das wahre Venedig. Wir gingen über die erste Brücke und der Eindruck der Stadt war überwältigend. Es lag wohl an der kitschigen Stimmung. Kaum Tourristen, die Laternen der Häuser spiegelten sich in den Kanälen und die Geräuschkulisse des Straßenverkehrs verschwand schon nach den ersten Metern. Einen Stadtplan hatten wir nicht. Wir folgten lediglich unseren Eingebungen. Auf dem ersten großen Platz den wir erreichten sahen wir ein kleines Hotel was recht preiswert aussah. Im Internet hatte ich vorher regergiert. Eine Übernachtung in der Lagunenstadt ist unter 50Euro pro Person Seltenheit.

Der Hotelier gab uns zu verstehen das er bereit wäre für 30Euro pro Person ein Zimmer zu geben. Als wir ablehnten verzogen er keine Mine und verließen das Hotel. Unten auf der Strasse wurden wir angesprochen, was günstiges als hier findet Ihr nirgendwo in Venedig. Gleich um die Ecke ist eine prima Wohnung die ist leer und da könnten wir schlafen, Ich weiß nicht welcher Kasper mich geritten hatte, wir willigten ein, obwohl wir im Hotel für den gleichen Preis gerade abgelehnt hatten. Ein kleiner um dreißig Jahre alter Italiener mit einem zweiten Angestellten eines Restaurants begleitete uns zu der Wohnung. Die Seitengasse in die wir hineingingen waren wenig Beleuchtet, die schritte hörte man wie in einem Krimi auf dem Pflaster klacken. Mit einem Feuerzeug wurde das Türschloss zum Hauseingang gesucht. Die beiden Italiener gingen die Treppen hinauf in den zweiten Stock. Wir folgten wie selbstverständlich den Männern. Kein Türschild, kein Hinweis auf Leben verspürten wir durch den Gang des Treppenhauses. Im ersten Stock konnte man Spuren der Maurer erkennen, die anscheinend noch einiges hier zu tun hatten. Vor einer hellen Eichentür probierten die Männer mehrere Schlüssel aus bis sie dann Zugang zu der Wohnung fanden.

So richtig kannten Sie sich hier nicht aus, das erkannte man daran, das Sie erst mal den Schlafplatz für uns suchten. In dem rechten Teil der Wohnung konnte er nicht sein. Hier lebte anscheinend noch jemand, war aber gerade nicht anwesend. Im zweiten Raum war eine Art Küche und tatsächlich der dritte Raum war dann unsere Übernachtungsstätte. Alte italienische Möbel zierten dem Raum. Das Bett war ausreichend groß und sehr weich. Auf der Suche nach dem Bad sind wir dann auch im zweiten Anlauf fündig geworden. Aber zu unserem Erstaunen war es mit allem erdenklichen Ausgestattet. Sogar mit einem ungereinigtem Rasierer.

Ich bezahlte den vereinbarten Preis. Lass uns noch einmal durch die Nacht gehen war mein Wunsch und wir machten uns auf durch die verschlungen Gassen zu wandern. Schnell fand ich mich in der Stadt zurecht. Ich merkte mir die Brückenformen und auch sonst hatte ich nicht das Gefühl, hier verläufst du dich. Beieindruckend, romantisch fast kitschig schön der Blick auf den Kanale Grande. Auf dem Rückweg sind wir noch in einer Bar eingekehrt. Einen kleinen Absacker und dann wieder zurück zu unserer Unterkunft. Nun begaben uns zur Nachtruhe und das ist in Venedig sprichwörtlich zu verstehen. Mal ein miauen einer Katze, mal die Schritte vom Pflaster, ansonsten hört man nichts. Schnell schlief ich ein, wurde aber mitten in der Nacht von ungewöhnlichen Geräuschen wach. Der Bewohner war nach Hause gekommen und begab sich zu Bett. Er räumte wahrscheinlich noch etwas auf und hängte frische Handtücher in das Bad. Nach dieser wohl außergewöhnlichen Nacht begann der Morgen mit einem Blick über die Dächer von Venedig. So was sieht man nicht alle Tage. Ein Schleier aus Nebel und Dunst überzog die Stadt. Es war der 17. November und so um 10° warm. Ich bewunderte die vielen Dachmansarden. Die kleinen Gärten auf den Flachdächern. Wie schön muss es hier im Frühling sein? Erst einmal Frühstücken, war unsere erste Aufgabe. Wir verließen unser Herberge und gingen den Weg den wir am Abend zuvor gegangen waren. Bereits nach wenigen Metern sahen wir ein kleines Cafe das uns allein vom äußeren Eindruck schon einlud. Gut gestärkt machten wir uns auf den Weg zum Markusplatz.

Noch immer lag ein Dunstschleier über der Stadt. Richtig unheimlich war es in manchen Gassen. Zwei mal haben wir uns verlaufen, aber das ist bei der Größe von Venedig kein Problem. Irgendwo ist immer der Kanale Grande zu sehen. Und dann hat man wieder die Orientierung. Der Markusplatz war um diese Zeit noch wie leergefegt. Bis auf ein paar Tauben und einigen Händlern die ihre Stände aufbauten war es richtig still auf dem Platz.

Noch zu früh für eine Besichtigung, zudem brauchte ich noch Batterien für meinen Fotoapparat. Wir verließen den Markusplatz und gingen in ein anderes Stadtviertel. Hier war alles etwas bescheidener. Die Läden so typisch italienisch und wenn man es nicht genau wüsste glaubte man wäre im letzten Jahrhundert. Ich fand auch einen Laden wo ich meine Batterien erstand. Von dort ging es zurück zum Markusplatz und nun zur Führung durch den Dogenpalast. Hier kann man wählen zwischen einer Führung oder einer Selbsterkundung. Wir entschieden uns für das letztere. Bei der Selbsterkundung leisteten wir uns noch einen CD-Vortrag der vom Handling jeden über 30 überfordert. Gut, wir hatten Zeit uns setzten uns mit der Technik auseinander. Nach einer Stunde hatte ich die Technik im Griff. Was wird hängen bleiben von Dogenpalast. Der große Saal, die Seufzerbrücke, das Gefängnis, bestimmt nicht die unzähligen Gemälde. Vielleicht das jenes große Feuer 17ichweissnichtwann vieles zerstörte. Jedenfalls nach 2 Stunden mussten wir erst einmal was essen und trinken. Zurück in das bescheidene Viertel mit  den netten kleinen Läden. In einer Bar fanden wir das was ich an Italien so liebe- die Paninis, dazu ein Gläschen vom Hauswein und schon konnten wir wieder Bäume ausreißen. Unser Weg führte uns in das Viertel mit Armani- und Versageläden. Für mich eine lästige Prozedur aber für Ulrike eine willkommene Abwechslung. Nun wollten wir noch eine Fahrt auf dem Kanale Grande unternehmen. Aber einen Gondolär konnten wir uns nicht leisten. So kauften wir zwei Tickets für die Kanalbusse einmal 45 Minuten Kanale Grande für 5 Euro. Die Fahrt waren nicht schlecht. Vorne gab es Sitzmöglichkeiten im Freien. Von dort konnte man das treiben rund um den Kanal hervorragend beobachten. Man sieht entspannt den Gondeln zu. Genießt die Fassaden der alten Bauten durchfährt die Rialtobrücke und kommt nach einer Fahrzeit von ca. 30minuten am Bahnhof an. Aber nach Hause wollten wir nicht und so fuhren wir noch einmal zurück zur Rialtobrücke. Rund um die Rialtobrücke findet man das was wohl zu jeder Touristenstadt gehört, Souvenirläden ohne Ende. In einer Pasteria kaufte sich Ulrike ein paar leckere Gebäckstücke und war begeistert von der Gestaltungskunst  der Konditoren. Nun hieß es langsam abschied nehmen von der Lagunenstadt. Noch ein Abstecher zum Studentenviertel und dann langsam zurück zum Ausgangsort. Mittlerer Weile war die an diesem Tag recht sperrlich gewesene Sonne untergegangen und Venedig strahlte wieder diesen romantischen Charme aus. Fast hätten wir ihn vergessen, diesen Benzingeruch, diesen Lärmpegel den Autos von sich geben. Wir bogen um die Ecke einer von zahlreichen Gassen durch die wir spazierten und da war er wieder. Der Geruch, der Lärm. Noch einmal über einen Kanal gehen, da sahen wie eine Gruppe Tourristen sich den Luxus leisteten sich ein paar Gondeln zu mieten. Die Gondolären waren in typisch gestreiften Hemden gekleidet. Die Touristen wurden in Decken eingehüllt und ein Mann mit Schifferklavier gesellte sich zur der Truppe. Ach Zeit hatten wir noch und was sollen wir uns unnötig lang am Flugplatz aufhalten. Also folgten wir den Gondeln. Wir gingen immer ein Stückchen voraus um so länger die Gondeln zu sehen. Jetzt wurde es so richtig romantisch. Ein Gondoläre hatte eine traumhaft schöne Tenorstimme und fing an die Lieder zu spielen die in jeden Film der fünfziger Jahre Venedig geprägt haben. Die Gassen wurden mal ganz eng dann wieder steuerten Sie Ihre Boote in breitere Kanäle. Es war ein traumhaftes schönes Bild hinter jeder neuen Gasse etwas neues zu entdecken. Die Rundfahrt dauerte fast eine Stunde wird uns aber ewig in Erinnerung bleiben. Mit dem Bus ging es zum Flugplatz zurück. Zu erwähnen ist noch das dass Flughafenrestaurant, in dem man besonders gut und preiswert essen kann. Gegen Mitternacht lag ich dann wieder in meinem Bett und träume bereits von neuen Städtetouren.

Venedig nacht

Schnell über alle Berge!

„Was für ein herrliches Wetter“, rufe ich laut, gerade noch im verregneten Hannover gestartet, eine Stunde später schon im sonnigen Salzburg gelandet - und ernte von allen Seiten böse Blicke. Es sind milde acht Grad Celsius bei klarem Himmel und schönstem Sonnenschein. Und es ist Winter. In Österreich. Zu meiner Entschuldigung: Ich bin – bis dato - keine Skifahrerin.

Enttäuschte Touristen, Manager, Hoteliers und Taxifahrer warten auf die Kälte und den Schnee, der nicht so richtig fallen will in diesem Jahr.

Eine weitere Stunde später erhebe sich erhaben die Berge in der Europasportregion Zell am See Kaprun im Salzburger Land. Lediglich die Gipfelspitzen tragen Mützen aus Schnee. Darunter ist es grün, die Berge blühen, zum Leidwesen der trotzdem zahlreich anwesenden Wintersportler. Unter Skifahrern ist Zell längst legendär, nicht nur wegen der Pistengaudi auf den Dreitausendern, sondern auch für abendliche Pistengänger: vier Diskos, 16 Kneipen, etliche Skihütten, Restaurants und Cafés sorgen für Spaß nach dem sportlichen Vergnügen.

Schnee? Sicher!

Und zur Not bleibt ja immer noch der Besuch auf dem Gletscher. Informationsflyer zum Kitzsteinhorn versprechen Abfahrten mit 100 %iger Schneesicherheit. Und tatsächlich: Bereits auf der Mittelstation in 2.445 Meter Höhe klirrt der Frost, eilige Flocken tanzen den dick vermummten Pistengängern um den Kopf herum. Da ich schon mal da bin und der Schnee auch, leihe ich mir im Alpincenter eine Ausrüstung und einen Skilehrer für zwei Stunden. Mit der Gondel und ungewohnten Klumpfüßen geht’s gleich auf den Gletschergipfel: In 3029 Metern Höhenluft und romantisch weißer Landschaft sieht die Welt schon ganz anders aus. Stress und Sorgen sind plötzlich wie über alle Berge – hinein ins Vergnügen. Ich übe den Schneeflug, schnurre auf einem abgelegenen Hügel sanft den Skiern und wedele nach eineinhalb Stunden dicht hinter meinem geduldigen Lehrmeister die erste blaue Piste hinunter. Immer und immer wieder. Darauf muss getrunken werden, wintersportlergerecht natürlich Schnaps.

Mit gesunder Hautfarbe und Mordshunger endet der Skitag in der Wohlfühloase des Latini Hotels in Zell am See: noch mal Dampf ablassen in der Sauna vor dem Abendprogramm. Wer nicht auf die Megapartysause steht, der kann z.B.  im „Crazy Dasy“, dem angesagtesten Club der Stadt, einen gepflegten Cocktails trinken.

Höhenrausch und Hüttenzauber

 

Durchs Salzburger Land geht die Tour tags darauf nach Tirol. Ich kehre im 4-Sterne Hotel Serles im Stubaital, kurz vor Innsbruck ein. Es riecht gemütlich und gesund, nach Eukalyptus, Kamin und Zedernholz. Das Personal ist äußerst gastfreundlich, die Damen tragen Dirndl. Die Zimmer sind sehr großzügig und mit viel Liebe zum Detail eingerichtet. Das abendliche Dinner besteht aus sechs Gängen: Rindssuppe, gefolgt von zartem Dorsch mit Kaviar, erfrischendem Sektsorbet, Rinderfilet mit Gemüse und Kartoffelpüree und zum Finale Nougat Mousse mit Mandelkernen. Dazu  umschmeichelt das Vanillearoma eines erstklassigen Zweigelts die Geschmacksnerven. Alles ist perfekt, auch am nächsten morgen. Der erste Wimpernaufschlag offenbart eine eindrucksvolle Bergkulisse wie im Heimatfilm. Der Himmel ist so blau, als hätte ihn jemand gut gemeint mit Photoshop nachbearbeitet. Ich betrete den kleinen Holzbalkon und drei Atemzüge später sind meine Großstadtlungen durchgespült, die Augen ruhen auf der alpinen Landschaft, die Ohren nehmen nichts wahr. Stille im Stubaital.

Stadtbummel statt Ski:

Nach einem guten Frühstück geht’s weiter nach Innsbruck, Bergsteigermetropole und jährlicher Austragungsort der internationalen Vierschanzentournee. Die Nordkette des Karwendelgebirges legt sich steil wie eine schützende Festung um die Hauptstadt Tirols. Über die Marie-Theresienstraße mit einem Abstecher in die schöne Rathauspassage  (Shopping und Panoramarestaurant) statte ich der mittelalterlichen Altstadt einen Besuch ab. Am frühen Vormittag schafft es die Wintersonne noch nicht, das berühmte Goldene Dachl zu erleuchten. Erst gegen Mittag schimmern die 2734 feuervergoldete Kupferplatten. Der Erker wurde vom Habsburger Kaiser Maximilian I. anlässlich seiner Hochzeit mit der Mailänderin Bianca Maria Sforza erbaut und 1500 fertig gestellt. Im Inneren befindet sich ein Museum, das das Leben von Maximilian nachzeichnet. Gegen Mittag herrscht auf den Straßen Innsbrucks lebhaftes, studentisches Treiben. Einen Gegenpol dazu bietet das stilvolle Ambiente des traditionellen Kaffeehauses „Sacher“, wo man unbedingt einkehren sollte.

Ihrem Ruf als internationale Sportstadt wird Innsbruck nicht zuletzt durch den 2001 umgebauten Skisprungturm gerecht. Das imposante Wahrzeichen wurde von der Stararchitektin Zaha Hadid entworfen. Die architektonische Attraktion ist auch ohne in Weiß gehüllt zu sein sehr schön anzusehen. Und trotzdem schwebt sie immer wieder über allem: die Sehnsucht nach Schnee.

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