TUIfly.com

Stand: Dienstag, 19. August 2014

BBB Jetairfly

Besondere Beförderungsbedingungen

Besondere Beförderungsbedingungen der TUIfly Vermarktungs GmbH als vertraglicher Luftfrachtführer für Beförderungen mit Jetair N.V. als ausführendem Luftfrachtführer

1. Anwendungsbereich

1.1
Diese Besonderen Beförderungsbedingungen ("BBB Jetairfly") finden auf alle Flüge und sonstigen Dienstleistungen Anwendung, über die mit der TUIfly Vermarktungs GmbH (im Folgenden „TUIfly.com“ genannt) unter Einbeziehung der Allgemeinen Beförderungsbedingungen von TUIfly.com (im Folgenden „ABB“ genannt) ein Vertrag abgeschlossen wurde und die durch Jetair N.V. (nachfolgend „Jetairfly“ genannt) und/oder deren Erfüllungsgehilfen durchgeführt wird.

1.2
TUIfly.com ist vertraglicher Luftfrachtführer i.S.d. luftverkehrsrechtlichen Vorschriften und Vertragspartner des Fluggastes. Lässt TUIfly.com die dem Fluggast geschuldete Luftbeförderung von Jetairfly ausführen, ist Jetairfly ausführender Luftfrachtführer i.S.d. luftverkehrsrechtlichen Vorschriften.

1.3
Zusätzlich zu diesen BBB Jetairfly gelten die ABB von TUIfly.com. Im Falle von Widersprüchen zwischen diesen BBB Jetairfly und den ABB haben die ABB Vorrang.

2. Kontakt zu Jetairfly

2.1 Kontakt zu Jetairfly und zum Jetairfly Kundenservice
Alle direkt bei Jetairfly vorzunehmenden Anmeldungen werden durch den Kundenservice von Jetairfly bearbeitet. Dieser ist unter Tel.: +32 (0) 70 – 22 00 00 zu erreichen.

2.2
Jetairfly ist unter folgender Anschrift erreichbar:

Jetair N.V.
Gistelsesteenweg 1, 8400 Ostende (Belgien)
Website: http://www.Jetairfly.com

3. Einschränkung der Beförderung/ Spezielle Betreuung

Für die Akzeptierung allein reisender Kinder, Behinderter, schwangerer oder kranker Personen ist die vorherige Zustimmung des Beförderers und die Zahlung der eventuell schuldigen Vergütung erforderlich.

3.1 Beförderung von werdenden Müttern
Eine schwangere Frau darf das Flugzeug bis zu 35 Wochen Schwangerschaft (32 Wochen bei mehrfacher Schwangerschaft) nehmen mit ärztlicher Bescheinigung auf Niederländisch, Französisch oder Englisch, in der bestätigt wird, dass die Frau das Flugzeug ohne Gefahr für die Schwangerschaft oder eine frühzeitige Geburt nehmen darf. Ab der 36. Schwangerschaftswoche können Sie nicht mehr mit Jetairfly fliegen. Jetairfly behält sich das Recht vor, zum Zeitpunkt des Abflugs die Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung zu verlangen. Das Zertifikat soll vor kurzem redigiert worden (max. 8 Tage bevor dem Flug).

3.2 Passagiere mit eingeschränkter Mobilität
Passagiere mit eingeschränkter Mobilität können Betreuung erhalten unter der Bedingung, dass die Vorschriften der EG-Verordnung 1107/2006, insbesondere die Voraussetzung der vorherigen Anfrage, erfüllt sind.
 
a) Begriffsbestimmung
Ein “Passagier mit eingeschränkter Mobilität” ist eine Person, deren Mobilität bei der Benutzung von Beförderungsmitteln wegen einer körperlichen (sensorischen oder motorischen, dauerhaften oder zeitweiligen) Behinderung, einer geistigen Behinderung oder Beeinträchtigung, aufgrund des Alters oder wegen anderer Behinderungen eingeschränkt ist und deren Zustand angemessene Unterstützung und eine Anpassung der für alle Fluggäste bereitgestellten Dienstleistungen an die besonderen Bedürfnisse dieser Person erfordert.

b) Vorangehende Anfrage
Damit er die nachstehend unter c) und d) angegebene besondere Betreuung in Anspruch nehmen kann, muss der Passagier bei der Buchung oder möglichst schnell, nachdem er sich dessen bewusst geworden war, dass er besondere Betreuung benötigt, oder spätestens 48 Stunden vor Abflug seinen Bedarf an besondere Betreuung mitteilen. Zu diesem Zweck muss der Passagier mittels des “ASST”-Formulars alle erforderlichen Informationen in Bezug auf die Art der Behinderung erteilen.
Es werden folgende Kategorien unterschieden:
- “WCHR”: Person, die gehen kann und Treppen auf- bzw. absteigen kann, aber wegen der langen Strecken, die sie am Flughafen zu bewältigen hat, Betreuung benötigt;
- “WCHS”: Person, die gehen kann, aber keine Treppen auf- bzw. absteigen kann;
- “WCHC”: Personen, die sich ausschließlich mithilfe eines Rollstuhls fortbewegen können oder nicht selbstständig gehen können;
Bei Unterlassung einer vorangehenden Mitteilung kann es jedoch zu Improvisation und Verzug zum Zeitpunkt des Einsteigens und ggf. sogar zu einer Verweigerung des Zugangs zum Flugzeug kommen.

c) Betreuung am Flughafen
Das Leitungsorgan des EU-Flughafens oder die von diesem Flughafen bestimmte Instanz bietet den Passagieren mit eingeschränkter Mobilität vom Eintreffen am Flughafen bis zur Einnahme ihres Sitzplatzes im Flugzeug Betreuung. Genauer gesagt kann Betreuung geboten werden, um die betreffenden Personen in die Lage zu versetzen, sich in den Abfertigungsgebäuden fortzubewegen, einzuchecken, die Auswanderungs-, Zoll-, und Sicherheitsverfahren zu durchlaufen, an Bord des Luftfahrzeugs zu gehen, u.dgl.m. Der Passagier hat das vom Leitungsorgan des Flughafens festgelegte Verfahren zu befolgen.

d) Transport von Rollstühlen
Eigene Rollstühle werden kostenlos im Frachtraum befördert. Mit faltbaren Rollstühlen kann bis an die Flugzeugtreppe oder -tür gefahren werden. Danach werden die Rollstühle in den Frachtraum geladen. Die Beförderung von Rollstühlen muss bei der Buchung anhand des Formulars 'ASST' beantragt werden. Es werden 3 Typen von Rollstühlen unterschieden:
1) Manueller Rollstuhl ohne Elektroantrieb
2) Elektrorollstuhl oder anderes Hilfsmittel für die Mobilität mit nasser, auslaufsicherer Batterie. Das heißt, dass die Batterie versiegelt ist und somit nicht auf- oder nachfüllbar ist.
Rollstühle können per Flugzeug befördert werden unter der Bedingung, dass:
• die Batterie entkoppelt wurde
• die Batteriepole korrekt isoliert wurden.
3) Elektrorollstuhl oder anderes Hilfsmittel mit nasser, auslaufbarer Batterie. Das heißt, dass die Batterie auf- oder nachfüllbar ist. Da die Fluggesellschaft nicht versichern kann, dass der Rollstuhl im Frachtraum aufrecht stehend befördert werden kann, müssen folgende Vorschriften beachtet werden: Die Batterie muss entfernt werden und aufrecht stehend verpackt werden in einen speziell dafür vorgesehenen Behälter, der folgenden Anforderungen entsprechen muss: lecksicher, beständig gegen Batterieflüssigkeit, ausreichend umhüllt mit absorbierendem Material, auf der Außenseite versehen mit den Aufklebern 'battery, wet, with wheelchair', 'corrosive' und 'this way up'.

Achtung: Der Begriff „trockene Batterie“ trifft nur auf kleine Batterien wie in Kameras, Fotoapparaten, Handys oder Taschenlampen zu. Eine Batterie für einen Rollstuhl wird immer den nassen Batterien zugeordnet.

3.3 Blinde und Taube/ Stumme
Die Anzahl der blinden, tauben und (taub)stummen Passagiere ist begrenzt.
Blindenhunde können kostenlos in der Kabine mitgeführt werden. Gemäß der europäischen Gesetzgebung muss der Hund einen Maulkorb tragen.

3.4 Personen mit gesundheitlichen Problemen
Wenn die Möglichkeit besteht, dass der Passagier während des Fluges medizinische Probleme haben wird, muss er vor dem Flug, insbesondere vor einem Langstreckenflug, ärztlichen Rat einholen. Der Passagier hat selbst alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Das Risiko für ein entsprechendes Versäumnis trägt der Passagier.
 
Passagiere, die an bestimmten Erkrankungen leiden, müssen jedenfalls eine schriftliche Bescheinigung ihres Hausarztes vorlegen können, in der bestätigt wird, dass sie das Flugzeug nehmen dürfen.
Es handelt sich um Personen,
• die kürzlich einen Herzinfarkt bekommen hatten;
• denen während des Fluges eine Injektion oder Sauerstoff verabreicht werden muss oder eine Infusion angelegt werden muss;
• mit ernsten inneren oder äußeren Verletzungen;
• mit geistiger Behinderung.
Eine Tragbahre ('stretcher') ist an Bord der Jetairfly-Flugzeuge nicht erlaubt.

3.5 Alleinreisende Kinder
a) Allgemein
Für alleinreisende Minderjährige müssen oder kann (je nach Alter) beantragt werden, dass sie beim Einsteigen, während des Fluges und bei Ankunft am Bestimmungsort begleitet werden.
Die Begleitung muss bei der Buchung beantragt werden. Falls die Begleitung nicht bei der Buchung beantragt wurde, muss am Flughafen außerdem ein Zuschlag pro Strecke und Kind bezahlt werden.
Das ausgefüllte Formular "UM" muss dem Beförderer spätestens eine Woche vor Abreisedatum ausgehändigt werden.
Der Minderjährige muss am Flughafen rechtzeitig bei der Fluggesellschaft oder beim Einstiegsschalter vorstellig werden.

b) Kinder unter 5 Jahren
Kinder unter 5 Jahren müssen stets von einer Person im Alter von mindestens 18 Jahren begleitet werden.

c) UM (5 bis 11 Jahren)
Unaccompanied minor (UM): Für Kinder von 5 bis 11 Jahren ist die Beantragung einer Begleitung obligatorisch, falls sie nicht von einer Person im Alter von mindestens 18 Jahren begleitet werden.

d) YP (12 bis 17 Jahren)
Young passenger (YP): Jugendliche von 12 bis 17 Jahren können fakultativ Begleitung beantragen (vorab).

3.6 Babys unter 2 Jahren (infant)
Kinder unter 2 Jahren bei Hin- und Rückreise haben keinen Anspruch auf einen eigenen Sitzplatz und reisen auf dem Schoß eines Erwachsenen. Aus Sicherheitsgründen ist die Anzahl der Babys an Bord begrenzt.
Kinderwagen, Faltbuggys und (Auto-)Tragetaschen werden gratis im Gepäckraum transportiert. Passagiere haben die Möglichkeit einer der genannten Gegenstände bis zur Flugzeugtür mit zu nehmen. Von dort aus wird es in den Gepäckraum geladen und bei Ankunft so schnell wie möglich beim Aussteigen aus dem Flugzeug zurückgegeben. In anderen Fällen kann es sein, dass der Buggy oder die (Auto-)Tragetasche zusammen mit dem anderen Gepäck am Gepäckband im Flughafengebäude abgeholt werden muss. Achtung, alle Gegenstände müssen am Check-in mit einem Gepäckanhänger versehen werden. Auch der Gegenstand, der bis zum Flugzeug mitgenommen wird.

4. Beförderung von Gepäck

Es gibt Einschränkungen mit Bezug auf Art und Gewicht des kostenlos mitgeführten Gepäcks. Übergewicht wird angerechnet.

4.1 Aufgegebenes Gepäck
Das pro Person gratis mitgeführte Gepäck ist auf das Gewicht begrenzt, das auf dem Ticket angegeben steht. Übergewicht wird von der Fluggesellschaft beim Check-in angerechnet. Ein Koffer darf höchstens 32 kg wiegen. (Länge max. 80 cm, Höhe max. 60 cm, Breite max. 25 cm, Summe aller Abmessungen max. 158 cm). Bei Jetairfly darf jeder zahlende Passagier auf Kurz- und Mittelstreckenflügen 20 kg Gepäck mitnehmen. Kinder unter 2 Jahren : 20 kg.
 
Die erlaubte Menge an Gepäck gilt stets pro Person. An die Reservierung eines extra Sitzplatzes durch dieselbe Person, zum Beispiel um den Komfort zu erhöhen, ist kein Anspruch auf den Transport von extra Gepäck verbunden.
 
4.2 Übergepäck
Zusätzlich zum zugelassenen Gepäck, kann Übergepäck (bis drei Tage vor Abflug) für Flüge mit Jetairfly (JAF) und Freebird Airlines (FHY) (höchstens 20 kg extra pro Person) über das Jetairfly Servicecenter zugebucht werden.

4.3 Handgepäck
Das Handgepäck unterliegt ebenfalls gewissen Einschränkungen.
Aus offenkundigen Sicherheitsgründen und auch im Hinblick auf die Bequemlichkeit des Passagiers ist nur ein einziges Stück Handgepäck pro Passagier zugelassen. Das Handgepäck können Sie während der Reise mit sich führen. Als Handgepäck gilt Gepäck von kleinen Abmessungen (55 x 40 x 20 cm, Summe aller Abmessungen höchstens 115 cm) und mit einem maximalen Gewicht von 6 kg.
Handgepäck, das diese Größen- und Gewichtsgrenzen überschreitet, wird am Einstiegsschalter (Boarding Gate) nicht akzeptiert.
In manchen Fällen kann das Zuviel an Handgepäck noch im Gepäckraum transportiert werden, wenn ein Zuschlag bezahlt wird.
Babys (unter 2 Jahren) haben keinen Anspruch auf Handgepäck. Siehe Art. 8.2.2 (Transportbedingungen: http://www.jetairfly.com/flug/reisebedingungen/de/) über den Transport von Kinderwagen, Faltbuggys und (Auto-)Tragetaschen 

4.4 Beförderung von Haustieren
Die Reisenden müssen alle nötigen Dokumente für den Transport von Haustieren bei sich führen. Haustiere die mit ihrem Halter in Europa Urlaub machen möchten, müssen einen Europäischen Reisepass besitzen (erhältlich beim Tierarzt). Dieses Formular ersetzt die internationalen Dokumente, die bisher nötig waren um zu beweisen, dass das Tier gegen Tollwut geimpft wurde. Das Tier muss durch einen Chip oder Tätowierung identifiziert werden.
Einige Länder verlangen zusätzliche Unterlagen oder eine ärztliche Untersuchung an Ort und Stelle, zum Beispiel in Bezug auf Tollwut. Konsultieren Sie Ihren Tierarzt oder besuchen Sie http://www.diplomatie.be
Haustiere sind nicht auf Transfers vom Flughafen zum Zielort erlaubt (und umgekehrt).

4.4.1 Allgemein
Die Beförderung von Haustieren muss vorab beantragt werden. Eine begrenzte Anzahl von kleinen Hunden und Katzen (bis 6 kg, Tasche inkl.) darf in der Kabine mitgeführt werden. Größere Haustiere werden in einem angepassten und geheizten Teil des Frachtraums befördert.
Ein Blindenhund darf stets in die Kabine, ungeachtet seines Gewichts (mit der erforderlichen Ausrüstung) (*). Der Hund muss jedoch an der Leine gehalten werden und einen Maulkorb tragen.
 
(*) Ausnahmen:
- Keine Hunde oder Katzen zugelassen aus Nicht-EU-Ländern nach Charleroi, da dieser Flughafen keine offiziell anerkannte Grenzkontrollstelle für lebende Tiere ist.
- Die nachstehenden Bestimmungen gelten nur für Flüge mit Jetairfly oder Freebird (Reiseziel: Die Türkei). Da Freebird nicht über einen angepassten Frachtraum verfügt, können nur kleine Hunde und Katzen in der Kabine mitgeführt werden.  

4.5 Nicht zulässiges Gepäck
Die Passagiere dürfen bestimmte Gegenstände nicht als Gepäck mitführen:
• Gegenstände, die nicht als Reisegepäck betrachtet werden;
• Gegenstände, die eine Gefahr für das Flugzeug, die Personen oder die Güter an Bord darstellen können, wie dies in der Dangerous Good Regulation von ICAO oder IATA beschrieben steht;
• Güter, deren Transport durch die geltenden Gesetze oder Vorschriften des Ausgangs- oder Bestimmungslandes verboten sind;
• Gegenstände, bei denen der Beförderer der Meinung ist, dass sie wegen ihrer Abmessungen, ihres Gewichts oder ihrer Art (zerbrechlich oder gefährlich) nicht transportiert werden können;
• lebende Tiere, mit Ausnahme von Hunden und Katzen.
• Speiseöle (max. 1/2 Liter)

4.5.1 Verbotene gefährliche Güter
Gefährliche Güter sind verboten. Eine nicht erschöpfende Liste solcher Güter:
• Sprengstoffe
• Komprimierte Gase
• Feuergefährliche Stoffe
• Sauerstoffreiche Substanzen wie Peroxide, Chlorkalk
• Giftige Substanzen
• Radioaktives Material
• Korrodierende Substanzen
• Magnetische, schädliche, reizende und übelriechende Stoffe
Unter Berücksichtigung des internationalen Zusammenhangs und aus Sicherheitsgründen ist es den Passagieren auch nicht erlaubt, Gegenstände im Handgepäck mitzuführen, die eine Gefahr darstellen können (Scheren, Messer, Rasierklingen, Batterien usw.).
Diese Gegenstände werden von der Sicherheitskontrolle beschlagnahmt.

4.5.2 Jagd- und Sportwaffen
Die Passagiere müssen diese Gegenstände mit dem registrierten Gepäck aufgeben.
• Jagd- und Sportwaffen werden nur im Frachtraum akzeptiert;
• der Passagier muss die erforderlichen Genehmigungen vorlegen können, die in den Herkunfts- und Bestimmungsländern erforderlich sind;
• Waffen dürfen niemals geladen sein;
• Waffen müssen getrennt verpackt und im Frachtraum gelagert werden;
• der Transport Munitionsarten ist verboten.  

4.5.3 Souvenirs (geschützte Tiere und Pflanzen, Antiquitäten)
Jeder kann schon einmal versucht sein, um – bewusst oder unbewusst – ein Muster einer geschützten Art als Souvenir mitzubringen: eine Halskette aus Korallen oder Elfenbein, eine Handtasche aus Krokodilleder, Panzer von Meeresschildkröten usw.
Am 1. Juni 1997 ist eine europäische Reglementierung bezüglich des internationalen Handels mit bedrohten Tier- und Pflanzenarten in Kraft getreten, u.a. Säugetieren (z.B. Affen und Tigern), Vögeln (z.B. Papageien), Reptilien (z.B. Meeresschildkröten) und Pflanzen (z.B. wilden Orchideen). Mit manchen Arten darf nicht gehandelt werden, und für andere ist eine Einfuhrgenehmigung erforderlich. Bei Verstoß riskiert der Passagier eine Beschlagnahmung und hohe Bußen.
Sie können ein Informationsfaltblatt über die betreffende europäische Reglementierung beim Ministerium für Landwirtschaft und Mittelstand unter den Nummern +32 2 208 36 96 (Pflanzen) und +32 2 208 36 67 (Tiere) erhalten.
Auch antike Gegenstände und Kunstgegenstände unterliegen häufig Ausfuhrbeschränkungen. Informieren Sie sich demnach eingehend, bevor Sie diese Gegenstände mitbringen.

4.6 Schadensfall oder Gepäckverlust
Die Haftung von Reiseunternehmen und Beförderern bei Schadensfall oder Gepäckverlust wird durch internationale Verträge beschränkt.
Für jedes Gepäckstück, das Sie einchecken, erhalten Sie einen nummerierten Empfangsschein. Diesen bewahren Sie sorgfältig auf. Im Falle von Beschädigung, Nichtlieferung oder Verlust des Gepäcks müssen Sie bei den Flughafendiensten vor Ort Meldung erstatten. Der nummerierte Empfangsschein ist dabei erforderlich. Bei der Suche nach Gepäck müssen Sie am Flughafen, am Schalter 'Lost & Found' (Verlorenes Gepäck), einen PIR (Property Irregularity Report) ausfüllen lassen. Gleiches gilt für beschädigtes Gepäck (DBR oder Damaged Baggage Report). Ohne diese Dokumente können Sie in der Folge keine Vergütung erhalten.
Der Beförderer ist nicht verantwortlich für Beschädigung an oder Verlust, Vernichtung oder Verspätung von:
• Gegenständen, deren Transport verboten ist;
• Gegenständen, die unsorgfältig verpackt sind;
• Gegenständen, die mit einem “Limited Release Tag“ eingechecked werden;
• Wertsachen, verderblichen Waren, schon beschädigten oder zerbrechlichen Gegenständen.
Der Beförderer übernimmt keine Haftung für kleine Beschädigungen an der Außenseite Ihres Gepäcks (wie Kratzer, Flecke, Beulen usw.), ebenso wie Wasserschaden an wasserdurchlässigem Gepäck.

4.6.1 Normales Gepäck
Wenn das Montrealer Abkommen anwendbar ist, beträgt die maximale Vergütung 1.131 „Sonderziehungsrechte“ pro Person (1 SZR = € 1,1218 (+/- 12,46 MAD) dd. 16.06.2011) bei Vernichtung, Beschädigung, Verlust oder Verspätung von Gepäck. Gemäß dem Warschauer Abkommen wird je nach Gewicht zu einer Rate von € 20 (+/- 222 MAD) pro Kilogramm entschädigt. Angesichts der geringen Vergütung in letzterem Falle ist eine Gepäckversicherung, wie von Jetairfly.com angeboten, zu empfehlen. Siehe unter der Rubrik „Versicherungen“.
http://www.jetairfly.com/de/Fragen  

4.6.2 Höhere Grenze für Gepäck
Es kann eine höhere Haftungsgrenze gelten, wenn der Passagier vor dem Einstieg an Bord eine besondere Erklärung eingereicht und eine zusätzliche Vergütung gezahlt hat. Für den geltenden Tarif fragen Sie den Vertreter von Jetair oder das Abfertigungspersonal am Flughafen.

4.6.3 Außergewöhnliches Gepäck
Spezielles Gepäck wie Buggys, Fahrräder, Sportausrüstung usw., dies ist alles, was nicht in einem Koffer mit normalen Abmessungen (Länge max. 80 cm, Höhe max. 60 cm, Breite max. 25 cm, Summe aller Abmessungen max. 158 cm) steckt, wird auf Risiko des Passagiers befördert.
Sie können diese Güter gegen eine geringe Vergütung versichern lassen. Für den geltenden Tarif fragen Sie den Vertreter von Jetair oder das Abfertigungspersonal am Flughafen.

5. Verhalten an Bord

Wegen ungebührlichen Verhaltens kann dem Passagier der Zugang zum Flugzeug für den betreffenden Flug und zukünftige Flüge verweigert werden.

5.1 Allgemein
Jetairlfy.com und/oder die Fluggesellschaft darf alle passenden Maßnahmen treffen, wenn das Verhalten des Passagiers
• die Sicherheit des Flugzeugs, der Passagiere oder der Güter an Bord gefährdet;
• die Besatzung in der Ausführung ihrer Aufgaben behindert;
• andere Passagiere oder die Besatzung in erheblichem Maße stört.
Der Beförderer kann dem Passagier den Zugang zu einem spezifischen Flug oder zu allen Flügen in Zukunft verweigern. Der betreffende Passagier setzt sich ebenfalls einer Strafverfolgung aus.

5.2 Verbotene Benutzung von Gegenständen an Bord
Die Benutzung folgender Gegenstände ist an Bord verboten:
• tragbarer Telefone (Handys)
• tragbarer Fernsehgeräte
• tragbarer Videogeräte und Abspielgeräte
• Radioempfänger
• Radiosender
• Spielzeug mit Fernbedienung
• jedes elektronisches Geräts, bei dem nicht festgelegt ist, dass es keinen Einfluss auf die Systeme des Flugzeugs haben kann
• elektronischer Spiele ohne Fernbedienung
• Compact Discs, Kassettenspieler
• tragbarer Stimmrekorder
Einen Laptop dürfen Sie beim Starten und Landen nicht benutzen. Sobald die Kreuzgeschwindigkeit erreicht ist, ist dessen Benutzung zumeist zulässig.

5.3 Betrunkene und aggressive Passagiere
Das Verzehren von mitgenommenen oder während des Fluges zollfrei gekauften alkoholischen Getränken ist an Bord des Flugzeugs nicht gestattet. Gleich bei welcher Fluggesellschaft, darf der Kapitän stets autonom entscheiden, betrunkenen oder aggressiven Passagieren den Zugang an Bord zu verweigern oder diese nach einer Zwischenlandung von Bord entfernen zu lassen. Alle eventuellen Schäden und Kosten, die sich daraus ergeben, gehen zu Lasten der betreffenden Passagiere.

5.4 Raucher/Nichtraucher
Alle Flüge mit Jetairfly sind gänzlich rauchfrei (Die elektronische Zigarette ist nicht erlaubt). Für Flüge mit anderen Fluggesellschaften können Sie Informationen über Jetairfly.com einholen.

6. Verweigerung und Einschränkung der Beförderung

Der Beförderer darf sich aus folgenden Gründen weigern, einen Passagier und/oder sein Gepäck zu befördern:

6.1 Recht zur Verweigerung der Beförderung
Der Beförderer darf sich weigern, einen Passagier und/oder sein Gepäck zu befördern, wenn, vor dem Flug oder nicht, eine der folgenden Situationen eintritt, eingetreten ist oder wahrscheinlich eintreten wird:
 
a) Nach vernünftigem Ermessen des Beförderers ist die Verweigerung der Beförderung notwendig, damit die anwendbaren Gesetze, Verordnungen oder Vorschriften eines Staates oder Landes, von dem aus geflogen wird oder der/das angeflogen oder überflogen wird, erfüllt werden;

b) Das Verhalten oder die Auslassungen des Passagiers sind derart, dass daran gezweifelt wird, ob die Sicherheit einer oder mehreren Personen, der Güter oder des Luftfahrzeuges selbst garantiert werden kann. Darunter wird unter anderem verstanden: die Verwendung einer drohenden, ausfälligen oder beleidigenden Sprache oder (zu drohen) dem Bodenpersonal, der Besatzung, den anderen Passagieren oder anderen Personen gegenüber aggressiv, gewalttätig oder drohend zu handeln;

c) Das Verhalten oder der körperliche oder geistige Zustand des Passagiers ist derart (zum Beispiel durch Alkoholkonsum oder den Gebrauch von Drogen oder Medikamenten), dass es/sie möglicherweise Unannehmlichkeiten, eine Gefahr oder ein Risiko für sich selbst, die anderen Passagiere, die Besatzung, andere Personen, Güter, Anlagen oder das Flugfahrzeug darstellen könnte;

d) Der Passagier ist tatsächlich oder allem Anschein nach im Besitz unerlaubter Drogen;

e) Der Passagier hat beim Einchecken für den Flug oder, für Anschlussflüge, während oder anlässlich eines früheren Fluges die Sicherheit, die öffentliche Ordnung und/oder Disziplin gefährdet, und der Beförderer hat Grund zur Annahme, dass sich dieses Verhalten wiederholt;

f) Die Einwanderungs- und/oder Zollbehörde und/oder eine andere staatliche Behörde haben/hat den Beförderer (mündlich oder schriftlich) darüber unterrichtet, dass es dem Passagier nicht gestattet ist, zu reisen;

g)Der Passagier hat sich geweigert, sich einer Sicherheitskontrolle zu unterziehen oder sich geweigert oder ist nicht in der Lage, sich auszuweisen;

h) Der Passagier kann nicht nachweisen, dass er die auf dem Flugticket angegebene Person ist;   i) Der gültige Flugpreis und/oder die geltenden Gebühren, Kosten, Steuern und Abgaben wurden nicht bezahlt;

j)Der Passagier ist nicht oder ist allem Anschein nach nicht im Besitz gültiger Reiseunterlagen, versucht oder hat versucht, in ein Land beim Transit einzureisen oder besitzt bei der Einreise kein gültiges Einreisedokument;

k) Der Passagier hat während des Fluges seine Reiseunterlagen vernichtet, oder hat versucht, sie zu vernichten, oder hat nicht zugelassen, dass der Beförderer davon Kopien anfertigt und aufbewahrt, oder hat sich geweigert, seine Reiseunterlagen gegen Empfangsbescheinigung abzugeben, wenn die Besatzung ihn dazu aufforderte;

l) Die Reiseunterlagen des Passagiers sind abgelaufen, gemäß den geltenden Vorschriften unvollständig, oder scheinen betrügerisch, gefälscht oder in anderer Weise zweifelhaft zu sein;

m) Das vom Passagier vorgelegte Flugticket ist ungültig, ist gesetzwidrig erlangt, ist auf einen anderen Namen ausgestellt, ist gefälscht oder ist als verloren oder gestohlen gemeldet worden;

o) Beim Einchecken oder Besteigen des Flugzeugs stellt sich heraus, dass der Passagier besondere Betreuung benötigt, die bei der Buchung der Reise nicht rechtzeitig beantragt wurde oder die der Beförderer nicht leisten kann;

p) Der Passagier hat die Sicherheitsvorschriften und/oder –regelungen, die von oder im Namen des Beförderers oder einer anderen zuständigen staatlichen Behörde oder Sicherheitsorganisation vorgeschrieben werden, nicht befolgt;

q) Der Passagier weigert sich, die geschuldete Übergepäckgebühr zu zahlen, oder man stellt fest, dass der Passagier versucht, die Anrechnung der Übergepäckgebühr zu umgehen;

In all diesen Fällen (die Aufzählung ist nicht limitativ) behält sich der Beförderer das Recht vor, zu verweigern, den Passagier (weiter) zu befördern, und die Buchung zu stornieren, ohne dass er zur Rückzahlung des Tickets verpflichtet ist.

7. Haftung

Die Haftung von TUIfly.com und Jetairfly richtet sich nach den Regelungen der ABB.

8. Datenschutz und Datensicherheit

TUIfly.com und/oder Jetairfly ist im Rahmen der Vertragsdurchführung nach Maßgabe des deutschen Bundesdatenschutzgesetzes und anderer gesetzlicher Bestimmungen befugt, personenbezogene Daten zu erheben, zu verarbeiten und zu nutzen. Diese werden im Rahmen der Zweckbestimmung des Vertrages unter Einsatz von Datenverarbeitungsanlagen erhoben, verarbeitet, genutzt und übermittelt. Die Verarbeitung oder Nutzung erfolgt im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen zu folgenden Zwecken: Vornahme von Reservierungen, Erwerb eines Flugscheins, Erwerb zusätzlicher Dienstleistungen und die Abwicklung des Zahlungsverkehrs; Entwicklung und Bereitstellung von Dienstleistungen, Erleichterung von Einreise- und Zollabfertigungsverfahren.

Zu diesen Zwecken wird TUIfly.com und/oder Jetairfly ermächtigt, diese Daten zu erheben, zu speichern, zu verändern, zu sperren, zu löschen, zu nutzen und sie an eigene Geschäftsstellen, bevollmächtigte Vertreter, sowie an diejenigen, die die oben genannten Dienstleistungen im Auftrag von TUIfly.com und/oder des ausführende Luftfrachtführers bereitstellen, zu übermitteln. TUIfly.com und/oder Jetairfly sind ferner berechtigt, die Passdaten und die im Zusammenhang mit der Luftbeförderung verarbeiteten und genutzten personenbezogenen Daten an Behörden im In- und Ausland (einschließlich Behörden in den USA und Kanada) zu übermitteln, wenn das jeweilige Übermittlungsverlangen der Behörde aufgrund zwingender gesetzlicher Bestimmungen erfolgt und somit für die Erfüllung des Beförderungsvertrages erforderlich ist.

9. Änderungen

9.1
TUIfly.com behält sich das Recht vor, diese BBB Jetairfly mit Wirkung für die Zukunft jederzeit zu ändern, ohne dass insoweit eine Pflicht zur Mitteilung gegenüber dem Nutzer besteht. Auf der Website wird die jeweils aktuelle Version der BBB Jetairfly vom Zeitpunkt ihrer Geltung an bereitgehalten. Mit der Weiternutzung der Website nach einer Änderung der BBB Jetairfly erklärt der Nutzer sein Einverständnis zu den Änderungen.

9.2
Keine Agentur, kein Mitarbeiter oder sonstiger Dritter ist berechtigt, diese BBB Jetairfly abzuändern, zu ergänzen oder auf deren Anwendbarkeit zu verzichten.

10. Mündliche Abreden

Diese BBB Jetairfly enthalten alle Vereinbarungen des zwischen dem Fluggast und TUIfly.com bestehenden Vertrages und ersetzen alle vorangehenden Vereinbarungen, ungeachtet, ob diese mündlich, elektronisch oder schriftlich erfolgten. Im Falle von Widersprüchen zwischen diesen BBB Jetairfly und den ABB haben die ABB Vorrang.

11. Unwirksamkeit einzelner Klauseln

Sollte eine der Bestimmungen unwirksam sein oder werden, so berührt diese Unwirksamkeit nicht die übrigen Bestimmungen. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine Bestimmung zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der zu ersetzenden Bestimmung am nächsten kommt.

12. Anwendbares Recht und Gerichtsstand

Das Vertragsverhältnis zwischen dem Fluggast und TUIfly.com unterliegt - ungeachtet der Staatsangehörigkeit des Fluggastes - dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gerichtsstand für Vollkaufleute, für Personen, die keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland haben, sowie für Personen, die nach Abschluss des Vertrages ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt ins Ausland verlegt haben oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist, ist Hannover (Deutschland). Diese Gerichtsstandsvereinbarung gilt nicht im sachlichen Anwendungsbereich des Warschauer Abkommens bzw. des Montrealer Übereinkommens.

Verwender:

TUIfly Vermarktungs GmbH
Karl-Wiechert-Allee 23
30625 Hannover
Germany
HRB 55840 / Handelsregister Amtsgericht Hannover
USt-ID-Nr.: DE 171612631
Geschäftsführer: Dr. Oliver Dörschuck, Olaf Petersenn

Stand: Dienstag, 19. August 2014 nach oben